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Alexander’s abschließender Bericht Kirgisien



Geschrieben am Mittwoch, 02. Juli 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

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Es sind schon einige Monate her, seit dem ich aus Kirgisien wiedergekommen bin, genauer gesagt ein halbes Jahr. Das Leben geht weiter und man sieht zuversichtlich in die Zukunft. Doch manchmal schaut man sich die Fotos an und erinnert sich, wie schön die Zeit doch war. Es war eine Zeit voller Freude und Angst, voller Überraschungen und Enttäuschungen, voller Erkenntnis und Schwierigkeiten.In einem Satz zusammen gefasst war es die Schule des Lebens, die ich beinahe ganz alleine bewältigt habe.

 

Mit beinahe meine ich, dass mir meine ans Herz gewachsenen Freunde, Arbeitskollegen und Gasteltern dabei geholfen haben. Freunde hatte und habe ich in Kirgisien ganz viele. Um es Genauer zu sagen: Die ganzen Jugendlichen aus den Gemeinden. Sie waren alle immer Nett zu mir. So eine Gastfreundschaft habe ich noch nie in meinem Leben zuvor erlebt!

 

 

Was ich in diesem einem Jahr alles geschafft habe, staune ich jedes Mal aufs Neue. Als Beispiel: Der Musik Clip, den Unsere Musikgruppe aus der Gemeinde für eine Satelliten-Evangelisation aufgenommen hatte, wurde in die Ganze Welt ausgestrahlt. D.h.: „People all over the world“ konnten mich im Fernsehen mitverfolgen. Oder: Ich habe während eines Kongresses vor einem großen Publikum gesungen.
Gesungen habe ich im Gottesdienst, im ADRA Chor, auf Hochzeiten. Soviel im Leben während nur eines Jahres habe ich noch nie gesungen.

Ich habe noch nie in meinem Leben so oft folgenden Satz gesagt: „Das ist das erste mal, dass ich etwas gegessen/gemacht/gehört/getrunken/gefühlt habe“.  
 
Was mir im Nachhinein in Deutschland aufgefallen ist: Ich hatte ein paar Schwierigkeiten mich ins Deutsche Alltagsleben einzufügen. Probleme und Sorgen Seitens der Schule und Ausbildung haben mich auf den Boden der Tatsachen geworfen. Der hier zu Lande herrschende Leistungsdruck hat mir Schwierigkeiten bereitet. Schwierigkeiten deswegen, weil das Leben in Kirgisien viel langsamer abläuft und die Zeit anders gehandhabt wird. Die Menschen haben viel mehr Zeit für sich, als für die Arbeit. Ich sag immer aus Spaß: “Kirgisien ist meine 2. Heimat “.

Was ich nicht vorenthalten kann zu sagen ist, dass ich Heute Nacht einen Traum hatte, indem ich auf dem Weg zur Schule von der Kirgisischen Polizei angehalten wurde, hier in Deutschland. Interessant, was alles passieren kann, wenn man sich an Kirgisien wieder erinnert.


 
 
Das Fazit über mein FSJ Jahr, werde ich wie meine Vorgänger bestätigen und sagen: Es war ein spannendes, lohnenswertes und erfolgreiches Jahr – Ich würde es immer wieder machen.
Doch ohne den lieben Vater im Himmel würde nichts so spannend, lohnenswert und erfolgreich sein, wie es ist. Deshalb:  Lobpreis und Anbetung unserem Herr Jesus Christus.

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