Geschrieben am Mittwoch, 25. Januar 2012 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Ein Bericht des ADRA “weltwärts”-Freiwilligen Claudio
Die Zeit vergeht wie im Flug. Nun bin ich schon über vier Monate in Moldawien und fühle mich hier sehr wohl.
Die ersten Wochen: Aufregung pur
Die ersten Wochen meines Freiwilligendienstes waren sehr aufregend, da für mich vieles neu war: neue Wohnung, neue Gemeinde und auch neue Freunde. Vor allem aber durfte ich mich über weitere vier Wochen puren Sommer freuen.
Im Tonstudio von ADRA Moldawien

Kaum waren wir in Moldawien angekommen, erwartete uns schon die erste spannende Aufgabe. Christian und ich durften gemeinsam mit Eva, einer ehemaligen ADRA-Freiwilligen, einen Werbefilm über das Kinderzentrum „Curcubeul Sperantei“ (Regenbogen der Hoffnung) in deutscher Sprache aufnehmen. Das war sehr aufregend und hat uns allen viel Spaß gemacht.
Alltägliche Aufgaben im Zentrum
Das Kinderzentrum „Curcubeul Sperantei“ befindet sich in einem kleinen Ort namens Vadul lui Voda, 30 Kilometer von der Hauptstadt Chisinau entfernt. Diese Strecke fahren wir täglich in Kleinbussen, die zwar eng und nicht selten überfüllt sind, uns aber viel schneller ans Ziel bringen, als die normalen Busse. Vormittags, wenn die Kinder noch in der Schule sind, haben wir Zeit, den Mitarbeiterinnen zu helfen. Bei dem großen Gelände und den vielen aktiven Kindern fallen ständig Reparaturen und Sanierungen an. So hatten Christian und ich zum Beispiel Gelegenheit, das Gartentor neu zu lackieren. Jetzt erstrahlt es wieder in neuem Glanz und kann hoffentlich noch einige Jahre seinen Zweck erfüllen.
Zurzeit beherbergt das Heim 14 Kinder im Alter von 4 bis 16 Jahren, mit denen wir jeden Tag zusammen essen, spielen und lernen. Aber auch die anfallenden Hausarbeiten, wie zum Beispiel die Grundreinigung der Schlafzimmer erledigen wir zusammen. Oft spielen wir mit den Kindern draußen im großen Garten oder gehen mit ihnen an den naheliegenden Fluss, um dort mit ihnen zu schwimmen – vorausgesetzt natürlich, das Wetter spielt mit. Es macht mir großen Spaß, Zeit mit den Kindern zu verbringen und mit ihnen viele tolle Sachen zu erleben.
Stadtfest von Chisinau

Am 14. Oktober 2011 feierte die Hauptstadt ihren 575. Geburtstag. Im Rahmen der Feierlichkeiten gab es im Stadtzentrum mehrere Bühnen mit Live-Musik, Imbissstände und Ausstellungen jeglicher Art. Auch wir vom Kinderzentrum waren mit einem Stand vertreten. Um Spenden für das Kinderheim zu sammeln, haben wir dort verschiedene Aktivitäten und Gewinnspiele angeboten. Es gab einen Stand zum Kinderschminken und wer wollte, konnte sein Glück an unserem selbst gebastelten Glücksrad versuchen oder einen selbst gemachten Kühlschrankmagneten erwerben. Insgesamt war das Kinderheim mit der Aktion sehr erfolgreich, dank der Hilfe von über 20 freiwilligen Mitarbeitern aus den Ortsgemeinden und natürlich den Kindern aus dem Heim.
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Geschrieben am Sonntag, 18. Dezember 2011 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Ein Bericht der ADRA “weltwärts”-Freiwilligen Ulrike
Hola! Ich bin Ulrike und arbeite seit September 2011 für ein Jahr im Kindergarten „Gotitas de Luz“ in Bariloche, Argentinien. Hier gibt es drei große Räume, in denen sich die Kleinkinder, in den Altersgruppen von 2 bis 4 Jahren, aufhalten. Die meiste Zeit verbringe ich mit der Gruppe der 2-Jährigen, insgesamt 13 Kinder. Es macht mir großen Spaß, diese Kinder auf ihrem Weg begleiten zu dürfen. Wir haben viel Freude zusammen. Zusammen lachen, lernen und schöne Momente teilen – eine wunderbare Arbeit!
Normalerweise sieht der Tagesablauf etwa so aus:

Wir fangen mit einer Begrüßungsrunde an, in der wir einige Lieder singen. Dann haben die Kinder freie Spielzeit. Zusammen wird gebastelt, gemalt oder gemacht, was uns sonst noch so in den Sinn kommt. Danach dürfen sich die Kids im Garten oder im großen Salon so richtig austoben. Nach dem Toben versammeln wir uns wieder, um gemeinsam Kakao oder Tee zu trinken und Kekse zu essen. Zum Abschluss lese ich den Kindern ab und zu noch eine spannende Geschichte vor oder wir singen ein paar Lieder und dann sind die drei Stunden Kindergartenzeit auch schon wieder vorbei.
Vor etwa zwei Wochen haben wir gemeinsam mit den Kindern Alfajores zubereitet. Das sind leckere Kekse, gefüllt mit „Dulce de Leche“, einer sehr süßen Karamellcreme. Diese Kekse lieben die Kinder.

Zuerst werden natürlich die Hände gewaschen, anschließend, wenn alle sitzen und einigermaßen ruhig sind , zeigen wir ihnen, wie die Kekse zubereitet werden. Und dann geht’s los. Fleißig sind die Kleinen am Hantieren und sehr bemüht, ihre Finger nicht all zu oft zum Mund wandern zu lassen.J Das gelingt zwar nicht immer, aber der gute Wille zählt. Zum Schluss essen wir die Alfajores dann zu Kakao und Tee.
Jetzt sind allerdings erst einmal Ferien bis Ende Februar. Also werde ich mit den zwei anderen ADRA-Freiwilligen draußen auf dem Gelände arbeiten.
Hasta Pronto! Saludos Uli
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Geschrieben am Montag, 05. Dezember 2011 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Geschrieben von der ADRA “weltwärts”-Freiwilligen Sarah.

Ich finde es erstaunlich, wie schnell auch hier die Zeit vergeht, denn jetzt sind seit meiner Ankunft in Tansania schon mehr als zwei Monate vergangen. Natürlich hatte ich am Anfang Bedenken und fragte mich, wie es wohl sein würde und was mich erwartet? Wir Freiwilligen wurden von ADRA zwar sehr gut vorbereitet, aber trotzdem verschwanden die Bedenken nie ganz aus meinem Kopf und ich bin sicher, meinen Kollegen ging es da ähnlich. Schließlich ist es nicht ganz ohne, seine Heimat und sogar sein Heimatland zu verlassen und ein Jahr in einem noch fremden Land zu verbringen.

Doch seltsamerweise habe ich mich hier in Tansania nie wirklich fremd gefühlt. Lilli (eine weitere ADRA-Freiwillige) und ich haben uns von Anfang an wie Zuhause gefühlt. Vielleicht mag das auch der Grund sein, warum die Zeit wie im Fluge vergeht. Ich liebe es, mit den Kindern zu spielen, sie zu knuddeln und mitzuerleben, wie sie sprechen und laufen lernen. Viele von ihnen haben schwere Schicksalsschläge hinter sich und sprühen trotzdem vor Lebensfreude. In der kurzen Zeit, die wir hier sind, haben wir schon zwei Adoptionen miterleben dürfen und sind froh, beide Kinder in gute Hände vermittelt zu wissen. Trotzdem konnte ich die eine oder andere Träne nicht zurückhalten, als Rosi mit ihren neuen Eltern unser Gelände verließ. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass die Kinder und Babys einem so schnell ans Herz wachsen. Mittlerweile vermisse ich sie sogar schon an unseren freien Tagen.

“Unsere” Kinder im Baby-Waisenheim freuen sich immer riesig, wenn wir unser Gelände verlassen und zum Beispiel einen Ausflug in den Zoo machen. Man mag es kaum glauben, aber auch in Tansania gibt es einen Zoo. Mit acht der älteren Kinder machten wir uns an einem sonnigen Vormittag mit dem Auto auf den Weg. Die Kinder waren so aufgeregt, dass wir insgesamt vier Potti-Pausen (Klo-geh-Pausen) machen mussten. Am Ende des Tages waren wir uns alle einig: Der Tag war ein ganz besonderes Erlebnis, nicht nur für die Kleinen. Ich möchte es nicht missen hier zu sein und genieße jede Minute meiner Zeit in Tansania.
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Geschrieben am Donnerstag, 24. November 2011 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Ein Bericht der ADRA “weltwärts”-Freiwilligen Sarah
Nach langer Vorbereitung waren wir endlich im Flieger nach Afrika. Ein lang gehegter Traum wurde wahr. Fremde Gerüche, eine unbekannte Sprache und eine völlig fremde Kultur: Afrika, wir kommen! Als motivierte Freiwillige brannten wir darauf, mit unserer Arbeit zu beginnen, doch es gab und gibt noch Einiges für uns zu lernen:
“Pole Pole”, das heißt „immer mit der Ruhe“ und ist hier nicht nur eine Redewendung, sondern eine Lebenseinstellung, denn hier dauert Vieles einfach länger als in Deutschland. Uhrzeiten werden nur als Richtwerte angesehen. Da kann die Beschaffung von zwei Eimern Farbe schon einmal mehr als vier Tage in Anspruch nehmen. Und auch die Aussage „Ich bin gleich da!“, ist sehr subjektiv zu betrachten. Das stellt für den motivierten, deutschen Freiwilligen eine große Herausforderung dar. Erstaunlicherweise funktioniert das System trotzdem irgendwie.
“Habari” heißt so viel wie: “Was gibt‘s Neues?” Bei jeder Begegnung wird dieses Begrüßungsritual gepflegt. Man geht erst wieder getrennte Wege, wenn man gegenseitig von der anderen Person erfahren hat, was es für Neuigkeiten bei den Kindern, der Arbeit oder Zuhause gibt. Das Miteinander und die Anteilnahme am Leben der Anderen werden in Afrika sehr geschätzt. Auch das muss man erst einmal lernen. Nur mal schnell ins Büro eilen, um die Informationen für die nächsten Arbeitsschritte zu erhalten, während man noch in der Tür steht, das scheint nur in Deutschland zu funktionieren. Denn hier nimmt man sich noch Zeit füreinander.
“Karibu”, das heißt “Herzlich Willkommen” und dieses Wort spiegelt die Grundeinstellung der Afrikaner wieder, denn das Leben in Afrika findet in der Gemeinschaft statt. Wir werden regelmäßig eingeladen und sind immer gerngesehene Gäste. Meistens wird dann ein riesiges Festmahl aufgetischt und die gemeinsamen Stunden miteinander werden genossen.
So viel Zeit in der Gemeinschaft zu verbringen und so viel Kontakt mit noch unbekannten Menschen zu haben, ist anfangs natürlich ungewohnt. Doch wir lernen hier sehr schnell, uns zu öffnen und die Menschen in unser Herz zu schließen. Viele Dinge und Gepflogenheiten hier in Afrika verstehen wir aber bis heute nicht oder lehnen sie ab. Andere dagegen haben wir in unseren Alltag integriert und versuchen, sie wie kostbare kleine Schätze mit nach Hause zu nehmen, um sie dort weiterzugeben.
Ich freue mich darauf, auch weiterhin Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Kulturen kennenzulernen.
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Geschrieben am Freitag, 11. November 2011 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Ein Bericht der ADRA-„weltwärts“-Freiwilligen Sabrina und Jhana

Stell dir vor, es ist Hochsommer, die Sonne strahlt dir ins Gesicht und vor dir liegt ein glasklarer, kalter See, indem sich die Sonnenstrahlen spiegeln. Da muss man doch rein oder? Zuerst tippst du vorsichtig mit deinem großen Zeh auf die Wasseroberfläche, man muss ja schließlich testen, auf was man sich da einlässt und wie kalt das Wasser wirklich ist – und ja, es ist kalt! Bevor du es dir anders überlegen kannst, nimmst du Anlauf und rennst in das kühle Nass. Kennst du das Gefühl, wenn es dich beim Auftauchen schüttelt vor Kälte – das Wasser ist doch kälter als erwartet.
Im übertragenen Sinne ging es uns beiden Freiwilligen genau so. Durch die Intensivwochenenden, das Ausreiseseminar und die Patenschaften der ehemaligen Freiwilligen wurden wir von ADRA schon ganz gut auf das Jahr in Kenia vorbereitet. Dann wurden die Koffer gepackt, der Flug gebucht, Freunde und Familie verabschiedet und nach einem halben Jahr Vorbereitungsphase ging es endlich los. Unser großer Zeh hatte schon ein wenig kühles Nass gespürt.
Dann kam der große Tag der Abreise:
Frankfurt, 6.00 Uhr früh: Wir sitzen im Flugzeug. Von Müdigkeit ist nichts zu spüren – so groß ist die Aufregung auf das, was uns im nächsten Jahr erwarten wird. Nach einem Zwischenstopp in Hannover und der Schweiz wird es ernst: nächster Stopp – Nairobi. Um 18.10 Uhr hat uns dann die Erde wieder. Der Sprung ins kalte Wasser ist geglückt. Das Auftauchen erfolgt noch an selben Abend, als wir bemerkten, dass hier in Kenya alles anders ist.
Wir möchten von einem kurzen Erlebnis erzählen. Es beschreibt am besten, dass der Sprung ins Wasser immer kalt ist, auch wenn man vorbereitet wurde. Es war der erste Morgen, an dem wir unseren Unterricht starten sollten. Nach einer kurzen Begrüßung, Singen und einer Andacht wurde die Schule offiziell eröffnet und unsere Vorstellung als Madam Sabrina und Madam Jhana folgte.
Da unser Unterricht erst in der zweiten Stunde begann, hatten wir noch ein wenig Zeit. So gingen wir in die Bibliothek und arbeiteten. Pünktlich zum Unterrichtsbeginn, wie wir es eben gewohnt sind, standen wir vor den Türen unserer Klassen. Dort mussten wir allerdings feststellen, dass die Unterrichtsstunde eines anderen Lehrers noch in vollem Gange war. Gut, dachten wir, die Schule hatte sowie später angefangen- Afrika halt.
So setzten wir uns neben den Wassertank, in der Hoffnung, es würde bald klingeln und die Lehrer unsere Klassen verlassen. Nach 15 Minuten Wartezeit schwand diese Hoffnung dann langsam. Nach weiteren 5 Minuten setzte eine gewisse Verwirrung ein. Bald darauf suchten wir Jacintah – unsere Ansprechpartnerin – in ihrem Büro auf, um sie zu fragen, warum die Lehrer nicht aus den Räumen kamen oder es nicht wenigstens klingelte. Wir ernteten ein Schmunzeln. Jasintah meinte nur, in Afrika sei das anders. Wir könnten einfach zu unserer Zeit in die Klasse gehen. Dann würde der andere Lehrer merken, dass seine Zeit vorbei sei.
Nach einigen Anfangsschwierigkeiten und Verwechslungen haben wir uns nun an das Unterrichten hier in Kajiado gewöhnt und gelernt, unser deutsches Denken von Klassen und Unterricht zurückzustellen und uns auf die Gebräuche Afrikas mit einer völlig anderen Kultur und einer völlig anderen Sprache einzulassen. Wir sind uns sicher, dass Gott uns Menschen zur Seite stellt, die mit ihrer Herzenswärme, den Sprung ins kalte Wasser ein bisschen erwärmen.
Außerdem lassen kleine Mädchenarme, die dich fest drücken und leuchtende Augen schnell vergessen, wie kalt das Wasser zu Beginn und an manchen Stellen sein kann.
Geschrieben am Montag, 17. Oktober 2011 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Ein Bericht der ADRA “weltwärts”-Freiwilligen Charlene
Ein Jahr lang habe ich für das “Adventist Education and Rehabilitation Centre” in Kajiado und die 105 Mädchen dort gearbeitet. Der Arbeitsbereich war sehr umfangreich, morgens und nachmittags unterrichtete ich die Mädchen in Deutsch, Life Skills und der Computerarbeit, erledigte Büroarbeiten und assistierte den anderen Lehrern. Während den Pausen spielte ich mit den Schülern oder redete mit ihnen über Neuigkeiten und persönliche Sorgen. Nach der Schule ging es dann weiter mit Fuß-, Volley- und Netball. Nebenbei putzte ich mit ihnen, räumte auf, schloss die Klassenzimmer auf und zu und nähte zerrissene Kleider. Abends besuchte ich sie ab und zu bei ihren Vorbereitungen für die Schule oder beim Essen.
Jederzeit war ich für die Mädchen da, ob sie ein Pflaster brauchten, über ihr Zuhause oder Probleme in der Schule reden wollten, neugierige Fragen über fremde Länder hatten, oder einfach nur in den Arm genommen werden wollten.
Am Anfang war es schwierig all ihre Namen zu lernen und sie auseinander zu halten. Doch nach und nach lernte ich nicht nur ihre Namen, sondern auch ihre Eigenheiten, ihre Kultur, ihre Sprache und ihre ganz persönliche Geschichte kennen. Genitalbeschneidung, frühe Verheiratung, Armut und Gewalt haben die Mädchen aus ihrem Heimatort im Busch zum Rescue Centre in Kajiado geführt. Meist wurden sie nach den schrecklichen Ereignissen gerettet, einige Male aber auch kurz davor. Manchmal sind sie alleine dort, manchmal mit ihrer Schwester oder Cousine. Einige unter ihnen haben schon ein Kind, auch wenn man es ihnen nicht ansieht. Wenn man sie im Chor singen sieht oder beim Fussballspielen, scheint die Vergangenheit so fern zu sein. Doch dann gibt es Momente, in denen die Mädchen traurig sind, sich alleine fühlen. Was die Kinder ganz besonders brauchen ist Liebe. Daher versuchte ich während meines Aufenthalts, ihnen eine große Schwester zu sein.
Hier noch zwei Geschichten, die ich in der Mädchenschule erlebte und die mich stark bewegt haben.
Naomi: Hochzeit als letzter Ausweg?
Ich sitze im Gottesdienst und lausche dem Mädchenchor. Alle tragen dieselbe Uniform und doch sind sie so verschieden. Ausdrucksstark beginnt eine Frau in afrikanischer Tracht, den Kindern eine Geschichte zu erzählen. Ich kann ihr nicht zuhören, denn in meine Gedanken drängen sich ganz andere Geschichten – die Geschichten der Mädchen. Ich sehe Naomi vorne stehen mit dem Rücken zu mir in ihrem blauen Gottesdienstkleid. Ihre Mutter starb früh, beschnitten wurde sie im Alter von acht Jahren. Auf Grund einer Dürre verlor ihr Vater viele Kühe und schuldete daher seinem Kuhhirten Geld. Die einzige Lösung als Gegenleistung, schien seine neunjährige Tochter Naomi zu sein. Kurz nach der Hochzeit vergewaltigte der neue Ehemann die neunjährige Naomi mehrmals, bis sie wegen starken Blutungen ins Krankenhaus musste. Naomi erzählte es einer Krankenschwester. Nach ihrer Entlassung suchte dann das Jugendamt Naomi im Buschland der Massai, um sie aus der Situation zu befreien. Naomi wurde gefunden und nach Kajiado in die Mädchenschule gebracht. Hier geht sie nun zur Schule und darf ihre Kindheit erleben. Sie ist jetzt 10 Jahre alt und geht in die 1. Klasse.
Catherine: Es gibt noch Hoffnung

Ich stehe mit Catherine unter unserem “Zahnbürstenbaum” und wir bürsten uns mit einem präparierten kleinen Zweig unsere Zähne bis sie weiß glänzen. Ein kleines Flugzeug zieht einen weißen Streifen am Himmel. Das fasziniert Catherine. Sofort will sie alles über das Fliegen wissen. Ob es gefährlich ist, was man sehen kann, wie lange man nach Deutschland fliegt. Dann erzählt sie mir stolz und mit strahlenden Augen über ihr Massaidorf und die Massais. Vor sieben Jahren kam Catherine mit ihrer Schwester in die Mädchenschule und besucht jetzt die 8. Klasse, die Abschlussklasse. Während ihres gesamten Aufenthalts in der Mädchenschule ärgerte sich ihr Vater über diese Situation. Er wollte Catherine – als sie neun Jahre alt war – eigentlich an ihren Halbbruder verheiraten, einen Mörder. Doch die beiden Kinder fanden in der Mädchenschule Schutz und Zuflucht. Das gefiel dem Vater gar nicht. Doch eines Tages tauchte er in der Mädchenschule auf, ein Grinsen im Gesicht. Seine ausgeleierten Ohrläppchen wippten fröhlich mit, als er auf die Schule zuschritt. In seiner Hand hielt er ein Brot, als Geschenk für die Leiterin der Mädchenschule. Der Grund seiner Reise: Er wollte Frieden schließen: Frieden mit sich, der Leiterin und seinen beiden Töchtern. Voller Stolz erzählt er nun in seinem Dorf von seinen Töchtern, die schon so weit in der Schule gekommen sind und jetzt kurz vor dem Abschluss stehen. Ein Lachen – ein Lachen der Erleichterung auf beiden Seiten.
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Geschrieben am Donnerstag, 22. September 2011 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Ein Bericht der ADRA-”weltwärts”-Freiwilligen Natascha

Die letzten Monate, die ich in der Kajiado Mädchenschule in Kenia verbrachte, verflogen wie im Nu. Es hieß: arbeiten, arbeiten und nochmals arbeiten. Trotzdem kann ich zufrieden zurückschauen, denn wir konnten große Schritte für eine bessere Situation der Massai-Mädchen in der Umgebung machen – besonders im Hinblick auf FGM. Bei FGM handelt es sich um die sogenannte “Female Genital Mutilation”, die weibliche Genitalbeschneidung oder besser gesagt Genitalverstümmelung, denn von einer Frauenbeschneidung kann man hier wirklich nicht reden. Nicht nur die Genitalverstümmelung ist ein bekanntes Ritual unter den Massai.
In der Gegend, in der ich arbeitete, werden Mädchen oft wie Ware behandelt. Hat man(n) Schulden, wird die oft noch sehr junge Tochter an den Schuldner “verhökert”. Early Marriage und FGM liegen bei den Massai ganz eng beieinander. Bevor ein Mädchen verheiratet wird, wird sie in den meisten Stämmen beschnitten.
Viele der Mädchen fliehen vor der Genitalbeschneidung und der Zwangsehe mit einem oft viel älteren Mann. In der Kajiado Mädchenschule von ADRA finden sie Zuflucht. Wir hatten zum Beispiel ein Mädchen bei uns, das etwa 10 Jahre alt war. Sie wurde mit acht oder neun Jahren verheiratet und monatelang von ihrem sogenannten Ehemann vergewaltigt. Als sie irgendwann nicht mehr aufhörte zu bluten, wurde sie in ein Krankenhaus gebracht. Der Arzt registrierte was los war und zeigte den Ehemann an. Aus Angst vor gesetzlichen Strafen wurde das Mädchen einfach aus dem Krankenhaus verschleppt. Zwei Monate verflogen, bis man die Kleine irgendwo im Nirgendwo fand.

In der Mädchenschule in Kajiado haben wir Workshops über FGM und Early Marriage für die Chiefs der Region gestartet, denn ohne ihre Hilfe sind uns die Hände gebunden. Leider sind die Chiefs nicht immer offen für die Thematik. In den letzten Monaten meiner Arbeit hatten wir ein Mädchen im Internat, das von Zuhause weggelaufen war, weil man sie verheiraten wollte. Sie wendete sich an den örtlichen Chief. Die Folge: Vergewaltigung und eine ungewollte Schwangerschaft. Durch die Korruption und die richtigen Beziehungen ist es in diesem Fall schwierig, Gerechtigkeit einzufordern, obwohl der größte Beweis das Baby ist. Es ist einfach verrückt. Dennoch brauchen wir die Chiefs, damit das Gesetz auf unserer Seite steht. Nach den Chiefs schulten wir auch die Mädchen in der Umgebung. Die persönlichen Gespräche mit den Mädchen, nach den Workshops, werde ich nie vergessen.
Folgenden Fragen musste ich mich stellen:
Es ist ein Prozess und ein langsames Umdenken bei den Chiefs, den Eltern und den Mädchen. Eine Tradition die Jahrzehnte angehalten hat, kann nicht von heute auf morgen durchbrochen werden, auch wenn die Argumente stichhaltig sind. Die Arbeit, die in der Kajiado Mädchenschule geleistet wird, nennt man wohl zurecht Entwicklungszusammenarbeit!
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Geschrieben am Freitag, 15. Juli 2011 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Ein Bericht der ADRA “weltwärts”-Freiwilligen Kerstin

Im Rahmen meines Freiwilligendienstes mit ADRA Deutschland hatte ich die Gelegenheit bei einigen “Brigadas” mitzuhelfen. Eine “Brigada” ist ein medizinischer Missionseinsatz. In einem Team aus Allgemeinmedizinern, Zahnärzten, Augenärzten bzw. Optikern, Krankenpflegern und uns Physiotherapeuten reisten wir jeweils für eine Woche nach Tijuana und nach Chihuahua. Das “Instituto de la Visión” des Krankenhauses “La Carlota”, in dem ich hier in Mexiko arbeite, organisiert diese “Brigadas”.
In Zusammenarbeit mit den Adventgemeinden der jeweiligen Orte behandelten und betreuten wir bei diesem Einsatz bedürftige Menschen. Die Allgemeinmediziner verschrieben den Patienten benötigte Medikamente, die Augenärzte korrigierten mit Brillen die Sehschwächen oder behandelten Augenkrankheiten. Die Zahnärzte zogen schmerzende Zähne und führten Zahnreinigungen durch. Wir Physiotherapeuten klärten die Patienten über die Ursachen ihrer Beschwerden auf, gaben ihnen Tipps zur Eigenbehandlung und Übungen für zu Hause mit und motivierten sie so, sich mehr zu bewegen.
In Tijuana durften wir insgesamt 726 Menschen betreuen, davon behandelten wir 80 Menschen durch Physiotherapie. In Chihuahua waren es sogar 783, davon 65 physiotherapeutische Patienten.

In Chihuahua waren wir jeden Tag an einem anderen Ort, mehrmals in den Zentren der DIF’s (Desarrollo Integral de La Familia). Einen Tag fuhren wir in die Berge, in denen eine indigene Menschengruppe lebt. Die Menschen dort wohnen in Höhlen im Fels oder in Häusern aus Steinen oder Holz vor den Felsen. Sie waschen ihre Kleider im Fluss, halten Kühe und Schafe, bauen Gemüse an und machen Handwerkskunst, die sie dann in den Dörfern verkaufen.
Die Menschen dort haben eine ganz eigene Kultur, kleiden sich sehr farbenfroh, sind dabei aber sehr schüchtern und zurückhaltend. Auch haben sie eine eigene Sprache und viele sprechen nur ihren Dialekt, kein Spanisch. Das machte die Behandlung für uns nicht ganz so leicht, aber dank Gottes Hilfe konnten wir uns verständigen. Die meisten dieser Patienten leiden unter Rückenschmerzen, weil sie immer über weite Strecken viel und schweres Brennholz auf den Schultern zu ihren Häusern tragen. Vor allem Frauen machen diese Arbeit. Außerdem hatten wir in der Therapie viele neurologische Patienten. Wir versuchten den Familienangehörigen zu erklären, wie sie am besten mit ihren Angehörigen umgehen und sie unterstützen können und klärten sie über die verschiedenen Krankheiten auf.
Eine berührende Geschichte war die des Mannes, der nicht mehr hören konnte. Bei der Untersuchung sah der Arzt, dass er in beiden Ohren steinartige Substanzen hatte. Er entfernte ihm diese und der Mann konnte wieder hören! Das ist nicht nur ein Segen für ihn, sondern auch für die ganze Familie.
Die “Brigadas” waren eine besondere Erfahrung für mich. Ich bin sehr glücklich, dass ich daran teilnehmen und den Menschen etwas mitgeben konnte. Ganz persönlich bin ich davon überzeugt, dass unser Einsatz und das ganze Team mit allen Mitwirkenden sowie Patienten von Gott geführt wurde und er uns auf unseren Reisen beschützt hat.
Die Arbeit hier als Freiwillige von ADRA bereichert mein Leben sehr und ich bin froh, dass die Entscheidung getroffen habe, ein Jahr meines Lebens in diesen Dienst zu stellen.
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Geschrieben am Mittwoch, 08. Juni 2011 von ADRAlive-Team

Die Nachricht hat uns alle tief getroffen. Am Abend des 29. Mai wurde eine Studentin der adventistischen Universität Montemorelos, in Mexiko, vor einem Shoppingcenter in der Stadt erschossen. Die Behörden gehen davon aus, dass die junge Frau einer Verwechslung zum Opfer fiel. Wir sind zutiefst bestürzt, dass die zunehmende Kriminalität in Mexiko ein so junges Opfer forderte.
Seit Jahren schickt ADRA junge Menschen für ein Freiwilliges Soziales Jahr nach Mexiko – auch an die Universität Montemorelos. Dort arbeiten sie im Gesundheitsbereich und als Lehrkräfte für Englisch und Deutsch. Auf diese Weise kommen Sie auch in direkten Kontakt mit den Studenten. Dank umfangreicher Sicherheitsmaßnahmen und Hinweisen seitens der Organisation, für den Aufenthalt der Freiwilligen im Ausland, ist es glücklicherweise noch nie zu einem ernsthaften Zwischenfall vergleichbarer Art unter den Entsandten gekommen. Aufgrund des aktuellen Vorfalls haben wir die Sicherheitslage jedoch noch einmal geprüft. Unsere Ansprechpartner im Land und an der Universität Montemorelos haben uns versichert, dass es sich hierbei um einen tragischen Einzelfall handelt, der die Sicherheit der anwesenden Freiwilligen nicht gefährdet. Dennoch haben wir die im Einsatz befindlichen Freiwilligen zur zusätzlichen Vorsicht aufgerufen.
Unsere Gedanken sind weiterhin bei den Angehörigen der 20-Jährigen Yoselin, sie haben unser tiefstes Mitgefühl.
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Geschrieben am Donnerstag, 28. April 2011 von ADRAlive-Team

Über Ostern fand der 5. Youth in Mission Kongress (YIM) in Mannheim statt. Über 1 800 Jugendliche nahmen insgesamt an dieser Veranstaltung teil. Als Gastredner erschien der Präsident der Generalkonferenz der Siebenten-Tags-Adventisten, Ted Wilson. Neben zahlreichen Vorträgen und Workshops stellten sich Organisationen und Vereine den Jugendlichen mit ihren Ständen vor. Auch die Freiwilligendienste von ADRA waren mit einem Stand und einem gut besuchten Workshop bei Youth in Mission vertreten.

Tatkräftige Unterstützung gab es von den im letzten Jahr zurückgekehrten Freiwilligen. Sie setzten sich am Stand ein, um die Freiwilligendienste von ADRA zu promoten und andere dafür zu gewinnen. Insgesamt waren ca. 50 ehemalige, aktuelle und neue In- und Auslands-Freiwillige von ADRA in Mannheim erschienen.
Ich freue mich, auch beim nächsten YIM Kongress wieder viele ADRA-Freiwillige zu begrüßen.
Eure Iris Manuela Brandl-Grau
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Geschrieben am Freitag, 15. April 2011 von ADRAlive-Team

Vom 31.03. bis 03.04.2011 fand auf dem Gelände des Schulzentrums Marienhöhe in Darmstadt für die neuen ADRA “weltwärts”-Freiwilligen eine erste Vorbereitung auf anstehenden den Dienst im Ausland statt.
Neben den Informationsveranstaltungen konnten die jungen Leute ihre Freizeit bei strahlendem Frühlingswetter dazu nutzen, sich besser kennenzulernen und mit drei ehemaligen Freiwilligen, die ihren Dienst im Ausland bereits abgeschlossen haben, ins Gespräch zu kommen.
Hauptthemen der ersten drei von 25 Bildungstagen waren “Fundraising”, um das Freiwilligenprogramm von ADRA Deutschland zu unterstützen sowie der Umgang mit einer fremden Kultur.

Die Dipl.-Psychologin Corina Halank, eine ehemalige ADRA-Freiwillige, erklärte kompetent eine wissenschaftliche Studie, die bei Auslandseinsätzen gemacht wurde und die zyklischen Hochs und Tiefs solch eines Aufenthaltes aufzeigte. Die ehemaligen Freiwilligen erzählten außerdem von ihren eigenen Erfahrungen, wie sie mit ihrem persönlichen Kulturschock bei der Rückkehr nach Deutschland umgegangen sind.
Tenor von vielen Rückkehrern: “Wir wissen das Leben in Deutschland und unsere Familien jetzt viel mehr schätzen und sind dankbar dafür.”
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Geschrieben am Dienstag, 22. März 2011 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Ein Bericht des ADRA “weltwärts”-Freiwilligen Daniel

Mexiko hat aber noch viel mehr zu bieten – viele neue Freunde, ein neues Essen – eigentlich ein ganz neues Leben.
Warum man das alles auf sich nimmt? Ganz einfach: Der Reiz etwas Neues zu tun, die Neugier etwas Neues zu erleben, der Drang anderen Menschen in ihrem Leben weiterzuhelfen und natürlich das Interesse an anderen Kulturen.
Die Idee, Deutschland mal ein Jahr nur noch auf der Landkarte zu sehen, kam mir dank meiner Cousine. An ihrem Geburtstag traf ich dann viele Leute, die – genau wie sie – schon einmal ein Jahr im Ausland verbracht hatten und davon total begeistert erzählten und mich motivierten, es auch zu tun. Daraufhin dachte ich mir: “Das will ich auch!” Ich bewarb mich mit ein paar Freunden bei ADRA und nach einigen Infoveranstaltungen und Bewerbungsgesprächen stand es fest: Ich gehe nach Mexiko. Meine Eltern waren begeistert, dass ich ein ganzes Jahr damit verbringen würde, anderen Menschen zu helfen. Was mir zu dem Zeitpunkt noch nicht ganz bewusst war – ich würde bald ein Jahr nicht Zuhause sein und vor allem, eine völlig andere Lebensweise kennenlernen.
Als ich dann mit den anderen zwei Freiwilligen im Flugzeug nach Mexiko saß, wurde mir klar: “Jetzt wird’s langsam ernst”. Klar hat man am Anfang einige Probleme mit der fremden Sprach, und natürlich dem neuem Umfeld … allerdings lebt man sich relativ schnell ein und auch der Alltag schleicht sich schnell ins Leben, wenn man dann langsam anfängt zu realisieren, dass man 10.000 km von Zuhause weg ist.
Es ist irgendwie ein komisches Gefühl für mich, so kurz nach dem Schulabschluss schon Studenten und Lehrern Englischunterricht zu geben und sie einen mit “Teacher” ansprechen.
Man ist nervös und steht oft schwitzend und unsicher vor den Schülern, die einen mit fragenden Augen angucken. Aber schon nach ein paar Stunden und besseren Spanischkenntnissen geht dann alles viel leichter von der Hand. Man weiß langsam, wie man mit den Schülern umzugehen hat und es macht auch gleich viel mehr Spaß.

Bis jetzt kann ich sagen, ist mein Aufenthalt in Mexiko eine durchweg interessante Erfahrung. Ich bin fasziniert, wie viel ich den Kindern in Mexiko mit dem Wissen, dass ich in Deutschland in der Schule erworben habe, helfen kann. Beispielsweise bringen wir ihnen Englisch bei, das ihnen bei fast jeder Lebenslage behilflich ist. Viele können durch das Belgen dieser Englischkurse sogar irgendwann ihren Universitätsabschluss bekommen.
In der Grundschule beim Englischunterricht auszuhelfen ist allerdings eine Welt für sich. Wir singen mit den Kindern ein kurzes Lied auf Englisch und während dann die Lehrerin den Unterricht gestaltet, helfen wir ihr aus, korrigieren die Hausaufgaben und spielen Gruppenspiele mit den Kindern zum Vokabeln lernen. Das größte Problem dabei: Die Kinder können sich nur sehr kurz Zeit konzentrieren. Sie sind es einfach nicht gewohnt, lange still zu sitzen und daher sind sie schon bald wieder laut oder machen Blödsinn. Die lauten Klimaanlagen tragen auch ihren Teil dazu bei.
Natürlich muss man nicht unbedingt ins Ausland gehen, um anderen Menschen zu helfen, allerdings wird einem oft erst richtig bewusst, was man alles in seinem Leben in Deutschland hat, nachdem man im Ausland war, in einem armen Land, das nicht so viel Luxus und so einen hohen Bildungsstandard hat. Nachdem man seinen Horizont erweitert hat, kann man dann entweder weiter im Ausland helfen, andere Menschen motivieren auch ins Ausland zu gehen oder aber den Menschen in Deutschland helfen und zeigen, was sie alles als selbstverständlich erachten, das für viele Menschen dieser Erde eigentlich nicht selbstverständlich ist.
Ich kann nur sagen, nutzt die Möglichkeiten, die sich in eurem Leben ergeben und geht z.B. mit ADRA ins Ausland. Es wird euer Leben verändern und bereichern, wenn ihr euch darauf einlässt.
Geschrieben am Dienstag, 15. März 2011 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Ein Bericht der ADRA “weltwärts”-Freiwilligen Kerstin
Als Freiwillige von ADRA arbeite ich als Physiotherapeutin in Montemorelos, Mexiko, im Hospital “La Carlota” der Universidad de Montemorelos.
Jeden Morgen behandle ich Patienten in der Physiotherapiepraxis. Es sind hauptsächlich Patienten mit orthopädischen Problemen oder Menschen, die nach Operationen zu uns kommen.

Nachmittags fahren wir in die Comunidad (Gemeinde) und besuchen die Leute in ihrem Zuhause oder sie kommen für die Behandlung in die Kernstelle ihres Viertels. Dieser Teil der Arbeit bietet mir einen tiefen Einblick in das Leben der Menschen hier in Montemorelos. Viele leben in sehr armen Verhältnissen und können sich keine Behandlung im Krankenhaus leisten. Wir besuchen viele ältere Leute, die auf Grund ihrer Krankheit nicht mehr gut gehen können oder andere Einschränkungen im alltäglichen Leben haben. Es gibt aber auch sehr junge Leute, die schwer krank sind.
Eine unserer Patientinnen ist 38 Jahre alt und leidet seit fünf Jahren an Brustkrebs. Als wir sie das erste Mal besuchten, saß sie kärglich auf dem Bett, knochendünn und ohne Haare. Sie sah schwach und ängstlich aus und erzählte uns, dass sie seit vier Monaten nicht mehr gelaufen sei.

Ich untersuchte ihre Mobilität und prüfte, ob sie noch Kraft in den Beinen hat. Und durchaus – Kraft war noch vorhanden. Wir versuchten vorsichtig mit ihr aufzustehen und tatsächlich – sie stand auf. Mit unserer Unterstützung konnte sie gehen. Wir begleiteten sie hinaus, wo die Sonne schien und ihre Freude war übergroß! Sie rief immer wieder: “Mama, schau, ich kann gehen, ich kann gehen!” Für sie war es wie ein Wunder und sie weinte vor Freude und dankte Gott.
Wir besuchten sie danach jede Woche. Heute ist sie immer noch schwach und sehr krank, aber sie hat neue Hoffnung gewonnen, vertraut Gott und ist dankbar für jeden Tag, den Er ihr schenkt.
Diese Erfahrung hat mich persönlich sehr berührt. Den Menschen hier etwas Gutes tun zu können, erfüllt mich mit Freude. Sie kennenzulernen, mit ihnen zu sprechen und ihnen helfen zu können, bereichert mich nicht nur in meiner Berufserfahrung sondern auch in meinem Leben.
Ich bin froh, dass ich mich für dieses soziale Jahr entschieden habe.
Anmerkung der Redaktion: Leider ist die Krebspatientin inzwischen verstorben – dennoch brachte die Therapie ihr neue Lebensfreude und so konnte sie ihre letzten Tage trotz der totbringenden Krankheit mit Freude erleben. Wir fühlen mit der Familie und wünsche ihr viel Kraft.
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Geschrieben am Dienstag, 08. März 2011 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Ein Bericht der ADRA “weltwärts”-Freiwilligen Lorena

Seit sechs Monaten bin ich nun schon im zentralamerikanischen Costa Rica. Die dunklen Wolken, die normalerweise für tägliche Regengüsse sorgen, sind seit einigen Wochen verschwunden und eröffnen jetzt in der Trockenzeit die Sicht auf eine wunderschöne Landschaft, die mich hier umgibt. Mangobäume, Bananenpalmen und Kaffee-Plantagen erstrecken sich durch das teils tropische, teils karibische Land und ich bin immer wieder beeindruckt davon, was für exotische Früchte und Tiere in meinem einjähriges Zuhause überall auftauchen.
In Alajuela, nahe der Hauptstadt San José, arbeite ich in dem Sprachzentrum der adventistischen Universität als Englisch- und Deutschlehrerin. Ich unterrichte Studenten und versuche außerdem Kindern der Grundschule im Unterricht oder bei der Nachhilfe mehr Spaß und Interesse an anderen Sprachen dieser Welt zu vermitteln. Vor allem aber prägen unerwartete Herausforderungen in der Natur oder im Unterricht meinen Alltag.
Um die Kinder auch in ihren „weihnachtlichen Sommerferien“ zu beschäftigen haben wir im Dezember ein spezielles Programm für sie gestaltet. Zwei Wochen lang hieß es also singen, spielen, basteln und danach ein riesiges Chaos beseitigen.
Nach einigen Tagen der Vorbereitung für das Kids-Programm goss es allerdings an unserem ersten großen Tag wie aus Eimern und auch nach der typischen halben Stunde Verspätung waren keine der erwarteten Kinder da. So ist das eben an einem Regentag in Costa Rica, dachten wir uns, da bleiben einfach alle zu Hause. Also machten wir uns selbst daran, einen Luftballon mit Papierschnipseln zu bekleben und einen bunten Lampion daraus zu basteln. Man muss es ja schließlich auch selbst einmal vorher ausprobiert haben.
Zum Trocknen hingen wir den Lampion aus dem Fenster – doch als wir ihn nach kurzer Zeit wieder reinholen wollten, war er weg. Na toll dachten wir, den hat uns jemand geklaut.Ziemlich demotiviert suchten wir daraufhin die Gegend nach dem beklebten Ballon ab. Im Hof des nächsten Hauses wurden wir schließlich fündig. Drei kleine Kinder hatten ihn genommen, bei sich aufgehängt und bewunderten das Kunstwerk von allen Seiten. “Let me guess, this is yours!” rief plötzlichein alter Mann im Schaukelstuhl . Er hatte sich schon gefragt,was das wohl für ein komisches Ding sei, dass seine Kinder da gefunden hatten.
Traurig banden die Kleinen den Lampion wieder von ihrer Strange gaben ihn an uns zurück. Dabei kam uns die Idee, dass das doch die Gelegenheit wäre, sie zu unserem Kinderprogramm einzuladen. So könnten sie selbst seinen solchen Lampion gestalten! Der Vorschlag kam gut an. Die Kinder waren so begeistert davon, dass sie auch ihre ganzen Freunde mitbringen wollten und so konnten wir am nächsten Tag mit ganzen sieben aufgeregten Kids starten. Weil die Lampions so gut ankamen, hingen wir sie einfach an den kommenden Tagen vor dem Haus auf und am Ende des Programms schauten uns sogar 20 kleine Gesichter voller Erwartungen an, riefen uns “Teacher” oder “Maestra” und fragten immer, wann wir sowas das nächste Mal machen könnten.
…Was so ein kleiner bunter Luftballon doch alles bewirken kann
Geschrieben am Dienstag, 01. März 2011 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Ein Bericht des ADRA “weltwärts”-Freiwilligen Jaroslav
Ich war für ADRA ein Jahr in Costa Rica. Insgesamt verlief dieses Jahr ganz anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Meine Hauptaufgaben bestanden darin, drei ADRA Projekte zu begleiten und voranzutreiben. Bei den Projekten handelte es sich um die in Deutschland bekannte “Aktion Kinder helfen Kindern!”, bei der Kinder in Deutschland Weihnachtspakete für Kinder in Osteuropa packen, die sonst gar keine Geschenke bekommen würden. Das zweite Projekte namens “BloquEs” ist eine Ziegel- und Pflastersteinmanufaktur, deren Gewinne zu 100 Prozent an ADRA Costa Rica gehen. Meine dritte Aufgabe bestand darin, an der Centro Educativo Adventista in Hatillo, San José und bei ADRA Costa Rica Deutschunterricht zu geben.
Während meines Aufenthalts in Costa Rica habe ich sehr viel gelernt und auch mich besser kennengelernt. Das hat mir geholfen, reifer zu werden und mich auf das Leben nach dem Freiwilligenjahr besser vorzubereiten.
Ich war sehr überrascht, dass ich doch so starkes Heimweh nach Deutschland bekam. Das Auslandsjahr half mir sehr dabei, meine Heimat neu schätzen zu lernen. Zuvor habe ich oft nur das Negative in Deutschland gesehen, aber jetzt weiß ich doch, dass Deutschland auch seine guten Seiten hat – und davon nicht wenige.
Ich bin sehr froh und dankbar, dass ich meinen Zivildienst im Ausland absolvieren konnte. Es wird ein unvergessliches Jahr bleiben, dass bestimmt auch Auswirkungen auf mein Späteres Leben haben wird. So überlege ich mittlerweile sogar, als Entwicklungshelfer zu arbeiten. Denn eins ist mir während des Jahres im Ausland in jedem Fall klar geworden: Ich möchte nicht nur für mich leben, sondern anderen helfen.
Wir wachsen in Deutschland sehr privilegiert auf und haben einen großen Wissensvorsprung im Vergleich zu Entwicklungsländern. Das bedeutet auch eine große Verantwortung. Dieser Verantwortung bin ich mir nach meinem Freiwilligendienst sehr stark bewusst geworden.
Geschrieben am Samstag, 25. Dezember 2010 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Ein Bericht der ADRA “weltwärts”-Freiwilligen Jaqueline
Ich bin seit September 2010 im Babyheim “Cradle of Love” in Tansania. Meine Aufgaben sind in erster Linie die Kinder zu füttern, mit ihnen zu spielen und ihnen sprechen, sitzen, stehen, laufen und natürlich auch ein paar Verhaltensregeln beizubringen. Ausserdem helfe ich ueberall, wo es noetig ist, das heißt manchmal wickle ich Babys, sortiere alte Kleidung aus, verteile Kleiderspenden und andere Spenden, helfe beim Kochen, Wäsche zusammen legen, Stühle putzen oder arbeite im Büro. Ausserdem helfe ich einmal die Woche in der Pre-School bei den Zwei- bis Dreijährigen und arbeite in der Nursery, ein Raum nur für unsere ganz Kleinen zwischen null und sechs Monaten.
Die meisten Kinder hier brauchen viel Aufmerksamkeit, Zuwendung und Liebe – einfach mal jemanden, der sie in den Arm nimmt. Wenn sie zu uns kommen, haben sie meist schon viel mehr erlebt, als ich hoffendlich je erleben werde. Sie sind häufig verstört, in sich gekehrt und haben psychische Probleme. Als Freiwilliger nimmt man automatisch Anteil an ihrem Schicksal und hilft ihnen, wo man nur kann. Ich konnte nie nachvollziehen, wie Eltern ihre Kinder abgeben oder zurücklassen können, aber desto länger ich hier bin, desto besser verstehe ich. Sie tun es aus Liebe zu ihren Kindern, denn diese würden sonst womöglich an Hunger oder einer Krankheit sterben.

Vor einiger Zeit ist zum Beispiel ein kleines Mädchen Namens Pendo (das heißt übersetzt “Liebe”) zu uns gekommen. Sie wurde von ihrer Mutter hergebracht und war wirklich nur noch Haut und Knochen. Sie konnte nicht sitzen, krabbeln, geschweige denn stehen oder laufen – und das mit 2 1⁄2 Jahren! Pendo ist HIV-positiv und war schwer krank, als sie zu uns kam. Ihre Mutter konnte ihr aus Geldnot nicht genügend Nahrung kaufen, was ihre Situation noch verschärfte. Das zwang die Mutter letztenendes dazu, ihre kleine Tochter zu uns zu bringen. Ich habe noch nie in solch traurige und hoffnungslose Augen gesehen. Pendo schien, als hätte sie sich in ihrem Alter schon aufgegeben. Am Anfang weigerte sie sich zu essen und unsere Krankenschwester musste sie leider zwangsernähren, damit sie eine Chance hat zu überleben. Keiner wusste ,ob sie es schaffen würde. Das war schlimm, aber durch viel Aufmerksamkeit und Zuwendung der Nannys und uns Freiwilligen, fing sie nach kurzer Zeit wieder an zu essen und fasste sichtlich neuen Mut. Doch sie war immer noch sehr dünn und auch ihre Traurigkeit hat sich nicht abgelegt.

An einem Tag kamen dann ihre Mutter und ihre große Schwester zu Besuch. Da sah Pendo zum ersten Mal friedlich aus und gar nicht mehr so traurig. Es war überwältigend, nach und nach zu sehen, wie das kleine Mädchen zunahm – und dann auf einmal das erste Lachen. Es ist schwer in einem solchen Moment nicht vor Freude zu weinen.
Pendo ist noch immer nicht so kräftig wie sie in ihrem Alter sein sollte und ihre Knochen sind immer noch empfindlich, aber es ist toll, zu sehen, wie sie kichert, spielt und lernt allein zu laufen und zu essen.
Ohne all die Zuwendung und Aufmerksamkeit wäre sie wohl nie dort hingekommen.
Geschrieben am Dienstag, 07. Dezember 2010 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Ein Bericht der ADRA-Freiwilligen Eva
Die Stadt Chişinău hat in diesem Jahr wieder groß ihren Geburtstag gefeiert und wir waren mit dabei. Es ist schon eine schöne Tradition geworden, dass sich das ADRA-Kinderzentrum bei dem Stadtfest von Chişinău präsentiert. Dabei wird die Hauptstraße zu einer großen Ausstellungsfläche, wo sich Familien treffen, reden und die Stände begutachten.

Einen Monat dauerte die Vorbereitung auf dieses Ereignis. Mit großer Unterstützung der Gemeinde-Jugend planten und organisierten wir und sammelten Ideen für den Aufbau des Standes und die einzelnen Aktionen. Auch viele ADRA-Freiwillige engagierten sich tatkräftig bei den Vorbereitungen. Viele Ideen haben wir aus unseren Erfahrungen in Deutschland mit eingebracht – aus den vielen Aktionen von “Kinder helfen Kindern”, z.B. ein Drahtspiel und Kinderschminken. Es wurde sogar mitten auf der Straße Minigolf gespielt. Das Drahtspiel haben Georg und Tom selbst gebastelt und die Leute waren so interessiert daran, dass das Spiel schon nach kurzer Zeit kaputt ging – das nächste Mal nehmen wir dickeren Draht.

Ich habe bei der Organisation und Planung mitgeholfen und Aktionen für die Kinder oder auch Bastelaktionen mit meinem Team übernommen – fast 40 Freiwillige wurden in die Arbeit einbezogen. Das Fest war ein erfolgreicher Tag für uns alle. Wir haben mehr als 450 Euro für das Projekt Kinderzentrum “Regenbogen der Hoffnung” gesammelt – für unsere Begriffe eine große Summe.
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Geschrieben am Montag, 08. November 2010 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Ein Bericht der ADRA-Freiwilligen Kerstin

Es wird höchste Zeit euch mehr über meine Arbeit hier in Mexiko zu berichten. Bis Mitte Dezember werde ich noch jeden Morgen in den Spanischunterricht gehen.

Parallel arbeite ich jeden Nachmittag bei Luz y Vida in der Klinik und behandle die Patienten der Umgebung, welche kein Geld für eine Behandlung haben, aber zumindest so mobil sind, dass sie alleine in die Klinik kommen können. Zudem gehe ich mit Ärzten und Krankenschwestern zu den Leuten nach Hause, um sie dort zu behandeln. Das sind meistens alte Menschen, zum Beispiel mit Parkinson. Ich behandle aber auch ein kleines Mädchen mit Knieschmerzen in einem Armenviertel.
Die Organisation Luz y Vida gibt es seit fünf Jahren. Ihr Ziel ist es, die wirklich armen Menschen, die kein Geld haben für medizinische Versorgung oder eine Versicherung, zu betreuen und ihnen zu helfen.
Die Arbeit ist spannend. Zu sehen, wie die Menschen leben, ihnen helfen zu können und einfach mit ihnen zu reden und ihre Geschichte zu hören, das ist eine ganz besondere Erfahrung. Obwohl ich an dieser Stelle erwähnen muss, dass ich natürlich noch einiges nicht verstehe, wegen mangelnden Spanischkenntnissen, aber es wird von Tag zu Tag besser und man hat ja noch Hände und Füße, um sich zu verständigen
Zusätzlich zu meiner physiotherapeutischen Arbeit unterrichte ich im Spital die Krankenpflegestudent/innen in Anatomie, Massage, aber hauptsächlich in funktioneller Therapie wie richtiger Lagerung der Patienten, richtigem Aufnehmen der Patienten aus dem Bett und rückengerechtem Arbeiten. Und da keine/r von denen Englisch spricht, darf ich das auf Spanisch machen. Und zu meiner Überraschung geht das im Großen und Ganzen und mit großer Hilfe meines Wörterbuchs und Gott ganz gut – Gracias a Dios!
In der Therapie habe ich bis jetzt nur eine Patientin, die ich behandle. Ab Januar werde ich dann immer morgens in der Therapie und Nachmittags bei Luz y Vida sein.
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Geschrieben am Montag, 13. September 2010 von ADRAlive-Team
Im Zuge des ADRA Ausreise- und Rückkehrerseminars 2010 wurden die ADRA-Freiwilligen auch beim Medienzentrum Stimme der Hoffnung eingeladen und interviewt. Dabei berichteten die Rückkehrer von ihren spannenden Erfahrungen im Auslandseinsatz, den zunächst harten Stunden des Heimwehs, den interessanten neuen Kulturerlebnisse und natürlich dem tränenreichen Abschied, der den meisten viel schwerer fiel, als anfänglich gedacht.
In jedem Fall möchten die Teilnehmer ihre Zeit im Ausland und die damit verbundenden Erfahrungen nicht missen.
Ausstrahlungstermine beim Hope Channel TV:
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Ein Jahr im Ausland: 15.09.2010 | 19.00 Uhr
„Weit weg von zu Hause“: 21.09.2010 | 19.00 Uhr
Ein Jahr im Ausland [Wiederholung]: 22.09.2010 | 09.00 Uhr
„Weit weg von zu Hause“ [Wiederholung]: 24.09.2010 | 21.30 Uhr
Geschrieben am Mittwoch, 25. August 2010 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Ein Bericht von der ADRA “weltwärts”-Freiwilligen Cassandra

Zusammen mit Rubi, einer Erzieherin unseres Kindergartens, habe ich heute unseren 18 kleinen Argentinierinnen und Argentiniern im Kindergarten die Füße bunt angemalt, um dann die bunten Fußabdrücke auf einem Blatt Papier abzubilden.
Das war vielleicht eine Arbeit! Aber es hat sich gelohnt. Die Aktion hat den Kindern einen riesen Spaß gemacht: sie haben die ganze Zeit gekichert und ihr Füße in die Luft gestreckt. Damit die Eltern auch sehen, was wir so am Nachmittag im Kindergarten machen und lernen, habe ich die ganzen Arbeiten im Flur aufgehängt.

Ihr fragt euch vielleicht, was der Sinn dieser ganzen Aktion war? Ganz einfach: Im Moment haben wir das Thema Körper und durch unsere Mal-Aktionen lernen die Kinder spielerisch, wie die wichtigsten Körperteile heißen und welche Funktionen sie haben.
Die Kinder lernen zwar unterschiedlich schnell, aber wenn es um das Abrufen von Wissen geht, machen sie alle gerne mit rufen sofort das heraus, was sie wissen. Nachdem die Kleinen etwas gelernt und eine Bastelarbeit abgeschlossen haben, dürfen sie dann immer spielen. Unsere Kids sind wirklich sehr aktiv: Sie tollem im Sportraum umher, puzzeln, “telefonieren” mit vermeintlichen Bekannten – fast jedes Spiel macht ihnen Freude.

Neben dem Kindergartenalltag gibt es noch besondere Festtage, an denen sich die Kinder zu einem bestimmten Thema verkleiden dürfen. So hatten wir zum Beispiel den “Tag des Tieres” und die Eltern haben sich wirklich sehr viel Mühe bei den Kostümen gegeben. Auch den Nationalfeiertag haben wir hier gebührend gefeiert.
Obwohl ich nun schon so lange mit den Kindern arbeite wird es nie langweilig. Immer haben sie ein liebes Wort für mich und heitern mich auf. Ich habe sie sehr ins Herz geschlossen und werde wohl noch lange an die schönen Erlebnisse hier in Argentinien zurückdenken. Die Kinder haben also nicht nur Spuren auf dem Papier hinterlassen, sondern auch in meinem Herzen …
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Geschrieben am Freitag, 20. August 2010 von ADRAlive-Team
Vom 01.-13. August führte ADRA Deutschland ein 13-tägiges Ausreiseseminar für Freiwillige durch. Nach den Vorgaben des BMZ bereiteten sie sich auf ein spannendes Jahr im Ausland für den Freiwilligendienst „weltwärts“ vor. 15 junge Männer und Frauen wurden während der letzten Tage intensiv auf ihre Einsätze in Mexiko, in der Republik Moldau, Costa Rica, Kenia und Tansania vorbereitet.
Die Themenschwerpunkte waren
Am 06. August trafen sich die Ausreisenden mit den Freiwilligen, die im vergangenen Jahr ihren Auslandsdienst begonnen haben und erst vor kurzem wieder nach Deutschland zurückgekehrt sind, zum Erfahrungsaustausch. Das Seminar bietet den zukünftigen “weltwärts”-Freiwilligen die nötigen Informationen über ihr Ausreiseland aus erster Hand. Auch die Rückkehrer waren zu einem Seminar eingeladen. Vom 06.–13. August hatten sie die Möglichkeit, ihre Erfahrungen im Einsatzgebiet auszutauschen, aufzuarbeiten und gemeinsam die aufregende Zeit zu reflektieren.
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Geschrieben am Montag, 16. August 2010 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Tanja war für ein Jahr in Tansania. Dort kümmerte sie sich um die Babys, die entweder ihre Eltern verloren haben oder von ihnen verlassen wurden. Sie berichtete uns kurz vor ihrer Heimkehr, wie sehr ihr die Kinder ans Herz gewachsen sind:
Tanja: Die letzten Wochen hier in unserem Babyheim “Cradle of Love” waren wie immer aufregend und voller Herausforderungen. Wir haben mittlerweile 50 Babys und alle Hände voll zu tun.
Kürzlich kam ein kleiner Junge mit seiner Schwester zu uns. Die Beiden haben eine sehr traurige und schockierende Vorgeschichte. Ihre Mutter wollte die zwei Kinder für “human sacrifice” verkaufen, das heißt, die Kinder sollten in einem religiösen Ritual geopfert werden. Sie hatte schon alles arrangiert, aber zum Glück haben die Großmutter und der Onkel die Kinder im letzten Moment zu uns ins Heim gebracht.

Der kleine Junge heißt James und kam unglaublich traurig und verstört bei uns an. So viel Trauer in seinem süßen Gesicht sehen zu müssen, war wirklich schlimm. Aber er ist sehr tapfer und mittlerweile kann man ihn schon oft lachen hören und spielen sehen. Seine kleine Kinderseele hat zwar immer noch eine große Narbe, aber wir alle hier hoffen, das sie mit viel Liebe und der entsprechenden Zeit wieder gut verheilt.
Ich liebe wirklich jedes Einzelne unserer süßen, kleinen Babys und sie bringen mich oft zum schmunzeln. Es ist wirklich ein tolles Gefühl, wenn du live dabei bist, wenn ein Baby gerade anfängt zu sprechen und dein Name als erstes aus dem kleinen Kindermund ertönt. Die Kinder hier sind alle etwas ganz Besonderes und jedes Einzelne von ihnen hat eine Zukunft mit Perspektive verdient!
Trotz der tollen Atmosphäre und den vielen wundervollen Kindern ertappe ich mich hin und wieder dabei, ein bisschen wehmütig an die Heimat zu denken. Da das Leben hier in Afrika wirklich sehr hart sein kann, habe ich geträumt, ich säße zusammen mit meinen Freunden und meiner Familie, würde durch den Supermarkt laufen und Auto fahren … Die Vorfreude endlich wieder in die Heimat zu kommen wächst von Woche zu Woche und von Tag zu Tag.

Ich wurde jedoch schnell von einem lauten, verweinten „Tanja“ aus meinen Tagträumen gerissen. Die kleine, süße Hope, die mir besonders stark ans Herz gewachsen ist, war hingefallen und hatte sich wehgetan. Sie kam auf mich zugerannt, setzte sich auf meinen Schoß, drückte ihr Gesichtchen fest an mich und umarmte mich mit ihren kleinen braunen Ärmchen. Ich legte meine Hände um sie und weil sie wirklich traurig vor sich her schluchzte, sang ich ihr ein Lied. Außerdem drückte ich der kleinen Maus einen dicken Kuss auf die Stirn – und ehe ich mich versah, fühlte ich ebenfalls ein kleines, feuchtes Küsschen auf meiner Backe.
Noch nie zuvor habe ich solch starke Muttergefühle für jemanden gehabt. Ich schaute in die wunderhübschen, mit Tränen gefüllten Kinderäuglein und fragte mich, wie ich die Kinder hier nur jemals gehen lassen soll …
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Geschrieben am Dienstag, 15. Juni 2010 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Ein Bericht der ADRA-Freiwilligen Tanja.
Zwei unserer Freiwilligen planten vor kurzem eine kleine Safari. So preisgünstig wie möglich sollte es für ein paar Tage in die Wildnis gehen. Ein Platz war noch frei, da habe ich spontan zugesagt. Startbereit und mit Vorfreude im Bauch warteten wir am Tag der Abreise auf unseren Tour-Guide.
Tag 1
Unsere Safari startete im Nationalpark “Lake Manjara” – ein wunderschönes Gebiet mit vielen grünen Bäumen, dschungelartigen Pflanzen und einem großen See. Dort konnten wir Giraffen, Elefanten und Baboons bestaunen, eine faszinierende und sehr verspielte Affenart. Als dann auch noch ein riesengroßer Regenbogen über den dunklen Wolken am See zum Vorschein kam, war der Augenblick perfekt. Am Abend kamen wir müde, aber unglaublich zufrieden in unserem kleinen Camp an.
Tag 2
Am zweiten Tag ging es schon früh morgens los in Richtung Serengeti. Die Serengeti ist wunderschön und aufregend zugleich. Ihre Weite strahlt eine unglaubliche Freiheit aus und die Grashalme und Bäume, die vom Wind leise rauschen, passen wundervoll dazu. An diesem Tag haben wir unglaublich viele Tiere gesehen: Nilpferde, Büffel, Gazellen, Strauße und Geparden sind nur ein paar Beispiele.
Löwen zu Besuch
Am Abend des zweiten Tages schlugen wir unser kleines Camp auf. Außer uns und einem anderen kleinen Zeltchen war keine Menschenseele weit und breit zu sehen. Als wir dann zu Abend aßen, hörten wir aus nicht allzu weiter Entfernung ein lautes Fauchen und Knurren. Wir dachten uns nichts dabei, aber unser Guide wirkte auf einmal sehr nervös und ernst. Das Fauchen und Knurren kam immer näher und unser Guide schickte uns sofort in die Zelte. Er erklärte uns, dass es wichtig sei, dass wir uns im Zelt nicht rühren würden, wenn ein Löwe zu nahe käme. Am besten verhalte man sich wie ein Stein, da die Löwen das Zelt an sich nur als Gegenstand registrieren und nicht als Lebewesen – jedenfalls solange sich nichts darin bewegt. Das beruhigte uns nicht unbedingt.
Als wir dann in den Zelten waren, kam das Knurren so nah, dass wir es wirklich mit der Angst zu tun bekamen. Drei Löwen hatten uns umzingelt – sie waren so nah, dass wir sogar ihre Atemzüge hörten. Als wir dann auch noch unsere Guides mit dem Auto wegfahren hörten, wurde die Situation immer ernster. Es viel mir wirklich schwer ruhig zu bleiben – ich hätte am liebsten aufgehört zu atmen.
Meine Gedanken lenkten sich auf einmal auf die Geschichte in der Bibel, als Daniel in der Löwengrube war. Katrena (eine von uns Freiwilligen) und ich fingen an zu beten. Das Knurren hörte aber einfach nicht auf. Die Löwen waren immernoch direkt hinter unserem Zelt und hörten sich alles andere als friedlich an.
Ein paar Minuten später hörten wir unsere Guides zurückkommen, was mich ungemein beruhigte. Sie konnten die Löwen mit Lichtern etwas vertreiben und das Knurren und Fauchen wurde leiser. Nachdem sich die Situation nach einigen Minuten etwas gelockert hatte, hörte ich jemanden zu unserem Zelt kommen. Unser Guide steckte seinen Kopf hinein und fragte, ob alles in Ordnung sei. Wir, kreidebleich und Katrena am Schluchzen, wussten nicht so recht, was wir darauf antworten sollten. Alles in allem war das eine sehr aufregende Nacht – vielleicht sogar die aufregendste meines Lebens.
Die zwei letzten Safaritage waren auch sehr aufregend. Wir erlebten noch einen wild gewordenen Elefanten, der mit wedelnden Ohren auf unser Auto zurannte und einen Leoparden, der seine frisch erbeutete Jagd auf einen Baum platzierte. Insgesamt waren die Safaritage ein riesen Abenteuer für mich! Aber ich muss sagen, bei der Heimreise war ich schon etwas erleichtert, dass wir alles so gut überstanden hatten!
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Geschrieben am Mittwoch, 21. April 2010 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Ein Bericht der ADRA-Freiwilligen Cassandra.
Ein großer Keksberg und ich mittendrin - das hört sich doch gut an, oder? Und das ist es auch, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn die besagten Kekse sind für einen guten Zweck. Aber fangen wir von vorne an.
Die Idee
Begonnen hat alles mit einer Idee unseres Gemeindeleiters hier in Bariloche, Argentinien. Er ist ADRA Beauftragter und kurz nach dem Erdbeben in Chile hatte er die Idee, ein Projekt zur Unterstützung der Erdbebenopfer zu starten. Schließlich sind wir direkte Nachbarn von Chile. Ursprünglich war das Projekt nur von und in Bariloche geplant, aber es hat sich zu einem nationalen Projekt entwickelt, dass mittlerweile den schönen Namen “Gemeinsam ist es besser!” trägt.
Die Umsetzung
Besonders wichtig für die Erdbebenopfer sind neben den Nahrungsmitteln auch Hygiene- und Babyartikel sowie Kleidung und Plastikplanen. Um diese zu besorgen, bitten seit einer Woche Gemeindemitglieder unserer Region an den Supermärkten um Spenden. Außerdem haben die drei Gemeinden hier im Umkreis jeden Tag an bestimmten Uhrzeiten geöffnet, damit die Menschen auch direkt etwas spenden können. Auch die Gemeindemitglieder selbst haben einiges gespendet.
Aber das ist noch nicht alles. Besonders gefreut hat uns eine große Spende von GRANIX, einer adventistischen Keksfirma aus Buenos Aires. Vor gut einer Woche kam der LKW mit etwa 10.000 Kilogramm Keksen und Kräckern abends um 21 Uhr an. Mit einem Gabelstapler wurden die ganzen Paletten in den Keller einer unserer Gemeinden transportiert.


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Harte Arbeit
Nicht nur unter der Woche, auch abends und am Wochenende habe ich geholfen, die Kekse und Kräcker in Kartons zu packen. Da einige der Verpackungen kaputt waren, mussten viele der Kekse neu sortiert und verpackt werden. Nach tagelangem Schuften ist jetzt aber endlich alles fertig für den Transport nach Chile. Der ADRA Direktor von Chile freut sich schon riesig über die Keks-Lieferung, denn die Chilenen haben in einigen Gebieten so einen Hunger, dass sie sich über jeden Krümel freuen.
Es war viel Arbeit und ich bin ziemlich müde, aber was ist das schon, im Vergleich zur Freude von hungernden und frierenden Menschen! Trotz der Anstrengung ist es total schön, alles direkt und hautnah mitzuerleben und zu sehen, wie sich die Berge von Kekstüten verkleinert haben

Und da GRANIX anscheinend Freude daran gefunden hat, Kekse, die nicht mehr zum Verkaufen geeignet sind, zu spenden, erwartet ADRA Bariloche bald eine weitere große Keks-Spende! Bald werden wir also wieder Kekse sortieren, eintüten und verpacken. Diesmal wird die Keks-Spende an die Bedürftigen von San Carlos de Bariloche gehen.
Überall wird Hilfe benötigt und ich bin wirklich froh und dankbar darüber, als ADRA Freiwillige aus Deutschland dabei zu sein und helfen zu können!
Liebe Grüße und bis bald,
eure Cassandra
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Geschrieben am Freitag, 09. April 2010 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Auch in diesem Jahr konnte ADRA Deutschland wieder viele junge Menschen im Rahmen von “weltwärts” für ein Jahr ins Ausland senden. Dort arbeiten sie mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren, um diese gesundheitlich zu unterstützen und ihnen mehr Bildung zu vermitteln. Die Bildung hilft den Menschen dabei, später ein besseres Leben mit einem geregelten Einkommen zu führen.
Kirgisien
Um sich ein Bild von den diesjährigen Einsätzen zu machen, fuhr die Koordinatorin der Freiwilligendienste bei ADRA Deutschland, Iris M. Brandl-Grau, selbst in die Einsatzgebiete und sprach mit den Freiwilligen. Ihr erster Stop war Kirgisien. Dorthin werden schon seit 1998 Freiwillige entsendet. Sie unterstützen ein Selbsthilfe- und Bildungsprojekt für Senioren – das so genannte “Pensioneers Social Nees Project”. Das Projekt hilft Senioren dabei, ihr Einkommen zu sichern.
Zur Zeit gibt es 31 Gruppen zu je 10 Senioren, die sich regelmäßig treffen, gemeinsam kochen und Handarbeiten herstellen, die später in den so genannten “Babuschka Incorporated” Läden wieder verkauft werden. Der Erlös kommt den Senioren zugute. Außerdem steht den Senioren ein großes Grundstück zur Verfügung, wo sie Pflanzen für sich selbst oder zum Verkauf anbauen können. In diesem Jahr unterstützt der “weltwärts” Freiwillige Arthur die Senioren. Ihm macht die Arbeit Spaß und er fühlt sich sehr wohl in Kirgisien.

Mexiko
Im Februar besuchte Iris M. Brandl-Grau alle Projekte in Mexiko, in denen “weltwärts”-Freiwillige arbeiten. Zuerst ging es nach Navojoa, in den Nordwesten Mexikos, wo die Freiwilligen in einem Sprachinstitut und einem Waisenhaim mithelfen. Dann folgte eine Stippvisite an der Universität Montemorelos, im Nordosten des Landes.
Dort gibt es ein ganz besonderes Outreach Programm: Einmal in der Woche helfen Studenten und Professoren in Dörfern und Armenvierteln der Umgebung sozial benachteiligten Menschen. Es werden Schulen unterstützt, Kinder in Waisenheimen betreut und Ernährungskurse angeboten. Außerdem kümmern sich Physiotherapeuten um bedürftige Menschen und es gibt eine mobile Zahnarztklinik. Die ADRA “weltwärts”-Freiwillige Olga arbeitet Vormittags in der physiotherapeutischen Abteilung des Universitätskrankenhauses mit und betreut Nachmittags Menschen in den Armenvierteln der Umgebung, die nicht in die Klinik kommen können. Auch ihr macht die Arbeit großen Spaß.
Geschrieben am Freitag, 09. April 2010 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Es ist schon wieder Halbzeit für die meisten Freiwilligen, die sich im letzten Jahr bereit erklärten, im Rahmen von “weltwärts”, ein Jahr für ADRA Deutschland im Ausland zu verbringen. Grund genug, sich mit den Jugendlichen noch einmal zusammenzusetzen, um Erfahrungen aufzuarbeiten, mögliche Probleme während der Einsatzzeit zu besprechen und natürlich, um Ziele für die restlichen Monate im Ausland festzulegen. Außerdem sollte gemeinsam darüber nachgedacht werden, wie die Freiwilligen ihre Auslandserfahrung auch im Heimatland sinnvoll einbringen könnten. Zu diesem Zweck organisierte ADRA Deutschland ein fünftägiges Zwischenseminar für die diesjährigen Teilnehmer von ADRA “weltwärts”.
Eine Gruppe traf sich vom 25. bis 30. November 2009 auf dem Gelände der East-Central-Africa Division in Nariobi, Kenia, die andere vom 18. bis 23. Februar 2010 an der Universität von Navojoa in Mexiko. Alle freuten sich über das Wiedersehen mit den Landsleuten und die Möglichkeit, die vielen Erfahrungen der vergangenen Monate miteinander zu teilen.
Auf dem Gelände der East-Central-Africa Division in Nariobi fand außerdem am 30. November ein Mentorenseminar für die Betreuer der Freiwilligen in den Einsatzorten statt, indem die einzelnen Aufgabenbereiche besprochen wurden.
Organisiert wurden die Seminare von Iris M. Brandl-Grau, der Koordinatorin für Freiwilligendienste bei ADRA Deutschland und Birgit Philipsen, Direktorin der ADRA East-Central Africa Division.


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Geschrieben am Freitag, 05. März 2010 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Sie haben ihren einjährigen Einsatz im Ausland hinter sich und sind noch immer dabei, Eindrücke und Bilder zu verarbeiten. Wie passen diese unterschiedlichen Welten zusammen? Kann man in beiden Welten gleichzeitig leben oder muss man die jeweils entfernte in den Hintergrund des Bewusstseins verschieben und sich wieder voll auf die nahe, präsente Welt einlassen? Wie bewerte ich meine Welt jetzt, wo ich andere – auch positiv – erlebt habe? Wie ist unsere Welt zudem geworden, wie sie sich heute darstellt?
Diese Fragen bewegen unsere Rückkehrer. In einem Wochenend-Seminar haben wir auf einem religionsgeschichtlichen Hintergrund betrachtet, welche Rolle Religionen als die ältesten „Global Players“ im Bereich der Politik, der Gesellschaft, der Macht, der Finanzen und der Bildung gespielt haben. Welche Beiträge lieferte die katholische Kirche, was veränderten die Reformatoren, welchen Einfluss hatte die über Jahrtausende hinweg die jüdische Religion? Und schließlich erforschten wir Hintergründe der aktuellen Finanzsituation. Ein Teil des Seminars führte uns nach Worms, wo wir auf Spuren der Kirchengeschichte und der jüdischen Geschichte stießen. Beeindruckend bleibt dabei immer wieder die Erkenntnis, wie stark wir vom Verlauf der Geschichte bis heute geprägt sind.
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Geschrieben am Donnerstag, 04. März 2010 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Nach einer kurzen Sommerpause läuft die Bäckerei wieder auf Hochtouren und Karin, ich und der Bäcker produzieren Brot und Brötchen, viel Süβ- und Salzgebäck und natürlich die typisch argentinischen “Facturas” und “Torta Fritas”.
So stehe kurz vor 7 Uhr in der warmen Bäckerei und fange an die Facturas mit Pudding und Obst bzw. Trockenfrüchten zu belegen und zu backen. Kurz nach Ladenöffnung (9 Uhr) lachen dann neben vielen anderen leckeren Dinge etwa 300 frischgebackene Facturas die Kunden an.
Auf mich warten dann Plätzchen, die meine ganze Kreativität erfragen; Süβgebäck, wie eine Art kleiner Linzertorten oder Schweinsohren die zum Verkaufen glasiert und mit Kokosraspeln bestreut werden und an manchen Tagen darf ich dann noch Pizzateig in die Luft werfen…

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Nach den 4h in der Bäckerei fahre ich dann zum “Centro Esperanza”, in dem ich wohne und mittags arbeite. Ich koche mir dann etwas und habe Zeit mich auszuruhen, denn erst um 15 Uhr beginnt die Ferienkolonie, die jedes Jahr in den Sommerferien angeboten wird, mit einer Andacht mit allen Mitarbeitern. Um 15:30 Uhr wuseln dann etwa 60 Kinder zwischen 6 und 12 Jahren auf dem ganzen Gelände herum und wir Gruppenleiter (Karin, ich und eine argentinische Jugendliche) trommeln “unsere” Kinder in den Versammlungsraum und beginnen mit der Andacht.. Neben vielen christlichen Liedern – die Kinder sind echt gut im Auswendiglernen der Lieder – lauschen wir einer biblischen Geschichte.
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Geschrieben am Donnerstag, 04. März 2010 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Hallo,
ich möchte euch einen kleinen Einblick in meine Arbeit geben. Ich wohne und arbeite in San Carlos de Bariloche, Argentinien. Während ich vormittags in der Bäckerei arbeite und danach im Hort, wohne ich ganz oben unter dem Dach unseres Kindergartens.
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In der Bäckerei mache ich genau dass woran ihr jetzt alle denkt; Brot und Brötchen, Pizzen, Kekse, Frittiertes und viele Arten von salzigem und süßem Gebäck. Das macht mir wirklich viel Spaß; nicht nur dass ich dem Bäcker helfen kann, ich lerne auch noch sehr viel dabei!
In der Bäckerei arbeite ich von Montag bis Freitag von 7.00 bis 11.00 Uhr. Da wir gerade Ferien haben und ich schon um 11.30 im Hort arbeite gehe ich jeden Tag pünktlich aus der Bäckerei raus. An den normalen Arbeitstagen bleibe ich schon mal länger in der Bäckerei um zu helfen, weil wir immer viel zu tun haben.
Die Ferien dauern noch bis Anfang März und wenn dann der Hort wieder losgeht sieht das folgendermaßen aus: Wir treffen alle ab 16.00 Uhr im Hort ein und starten mit einer gemeinsamen Andacht, lesen eine Meditation aus einem adventistischen Andachtsbuch das extra von Frauen für Frauen geschrieben wurde und beten gemeinsam. Danach bereiten wir unsere Räume vor, wir haben insgesamt drei Räume zur Verfügung. Zwei sind direkt im Hort (Saal 1 und Saal 2) und der dritte ist seit kurzem im Kindergarten, vorher war er in der Peluqueria (Friseurladen) aber da wohnt gerade jemand drin.
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Geschrieben am Donnerstag, 25. Februar 2010 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Wir mussten mehrere Monate warten, da der Regen whrend der Regenzeit die Wege, welche nur aus Sand und Erde bestehen, weggespült hat und man sich mit einem Auto dort sonst nur festfährt. Leider hat der Regen nicht nur die Straßen weggespült, sondern auch ein paar Lehmhütten und Maisplantagen, sodass die Menschen leider immernoch stark an Hunger leiden. Jetzt sind die Wege wieder einigermaßen trocken und wir wollten nun endlich den hungernden Menschen mehr Essen bringen.
Um zu sehen, dass das gespendete Geld auch wirklich richtig eingesetzt wird, wollten Renate (eine zweite Adrafreiwillige) und ich auch mit zur Maisbeschaffung mitgehen. Wir mussten zu mehreren Märkten fahren, um den besten Preis aushandeln zu können. Es sollte so viel Mais wie möglich von dem Geld gekauft werden, um die Not in dem Dorf ein bisschen zu reduzieren.
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Geschrieben am Dienstag, 03. November 2009 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Hier sein Bericht:
Es ist allgemein bekannt, dass Mexikaner gerne ausgiebig feiern. Die Zeit spielt dabei kaum eine Rolle. Als deutscher Freiwilliger muss man die Mexikaner einfach nehmen wie sie sind – “unpünktlich”!
Entsprechend dem Motto des Abends stellten sich junge Menschen aus vielen Ländern vor, natürlich begleitet von den jeweiligen Nationalhymnen und in den typischen Ländertrachten.

Das war alles sehr beeindruckend. Oftmals macht man sich als “Europäer” gar keine Vorstellung, wie reich an Traditionen die Kulturen anderer Kontinente tatsächlich sind. Auch wird man von dem Temperament und der Freude irgendwann mitgerissen. Auch das sind ganz neue Erfahrungen. Sehr deutlich konnte ich das spüren, als ein plötzlicher Regenguss losbrach: Hier wurde die Veranstaltung einfach fortgeführt. Neu sind natürlich auch die vielen Leckereien. Sie vermitteln ungewohnte Geschmackserlebnisse – aber man kann sich schnell daran gewöhnen. Gewundert habe ich mich auch über die Preise.”Ich war echt erstaunt, dass ich mir einen Taco, eine Fajita, eine Teigtasche mit vegetarischem Gyros, einen Muffin und eine Banane mit Schokoguß und Streuseln holen konnte – alles für etwa nur einen Euro!”
Ein Abend, den ich bestimmt lange in Erinnerung behalten werde.
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Geschrieben am Freitag, 21. August 2009 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Vom 09.-21. August führte ADRA zum zweiten Mal ein 13-tägiges Ausreiseseminar für Freiwillige nach den Vorgaben des BMZ für den Freiwilligendienst „weltwärts“ durch. In dieser Zeit wurden 22 junge Männer und Frauen auf ihre Einsätze in Argentinien, Mexiko, in der Republik Moldau, Costa Rica, Kenia, Tansania und Kirgisistan intensiv vorbereitet.

Entwicklungspolitik
Sicherheitstraining
Tropenmedizin
Kulturunterschiede
Einführung in die Projekte durch die zurückgekehrten Freiwilligen
pädagogische Hilfestellungen zur Arbeit mit Kindern
und ein zweitägiges Praktikum bei ADRA.
Am 14. August kam eine 13-köpfige Gruppe von Heimkehrern mit den ausreisewilligen Jugendlichen zusammen. Dieser Erfahrungsaustausch ist sehr wesentlich, weil die Informationen aus erster Hand und genau von der Stelle kommen, an der man selber in Kürze arbeiten wird.
Für die Rückkehrer bietet das Seminar auch Zeit der Reflektion, um ihre Erlebnisse im Ausland aufzuarbeiten und Ausblicke für die Rückkehrarbeit in Deutschland zu gewinnen.
Insgesamt findet die Freiwilligen-Arbeit ein stark wachsendes Interesse bei den Jugendlichen.
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Geschrieben am Dienstag, 11. August 2009 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Mit dem Sammlungsergebnis von 3.309,- Euro ist das ursprüngliche Ziel der Hilfsorganisation ADRA deutlich übertroffen worden.
„Wir sind von dem Erfolg und der Spendenwilligkeit der jungen Kongressbesucher total überrascht“
staunt Fritz Neuberg, der für den ADRA-Info-Stand im Münchener Congress-Center verantwortlich zeichnet. „Ursprünglich wollten wir das Geld für fünf Häuser zusammen bringen, doch nun werden bald sieben heimkehrende Flüchtlingsfamilien in stabil gebauten Häusern ihr neues Zuhause finden.“

Der paneuropäische Jugendkongress hatte unter dem Motto „It’s your turn!“ die Jugendlichen zu Mut und Eigenverantwortung aufgerufen. Eine sieben Meter hohe Kletterwand stellte eine praktische Herausforderung und einen Anziehungspunkt dar. Aber auch der Aufruf, für burundische Flüchtlingsfamilien zu spenden, fand Gehör. Ein Nachbau der Häuser in Originalgröße samt Inneneinrichtung machte es leichter, sich das Leben der Heimkehrer vorzustellen. Björn Kroll, der zuständige ADRA-Projektleiter, kalkulierte – „Wenn jeder Besucher einen Euro spendet, können wir unser Sammlungsziel erreichen!“
Mit dem Ergebnis von 3 309,- Euro ist nun der Bau von sieben Häusern garantiert und etwa 30 Menschen werden nach Jahren der Flucht wieder ein eigenes Zuhause haben. ADRA wird über den Fortschritt des Bauprojektes weiter berichten.


Geschrieben am Mittwoch, 05. August 2009 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Dem Kongress-Motto „It’s your turn!” folgend hat ADRA Deutschland für die jugendlichen Besucher ein Informations-Forum aufgebaut, das zum Mitmachen motiviert. Eine fünf Meter hohe Kletterwand dominiert nicht nur die Ausstellung, sondern das gesamte Foyer. Hier wird das Motto zur Herausforderung: So, jetzt bist Du dran! Meistere Hindernisse mit Mut und Einsatz!
“Für viele junge Menschen hat das durchaus symbolischen Charakter”, meint Fritz Neuberg, der für die Präsentation verantwortlich ist, “denn sie spüren direkt den harten Kampf um Studienplätze, Praktika und Arbeitsstellen.” Allerdings reiche es natürlich nicht aus, den jungen Gästen einfach zu sagen: “Deine Sache!” – “Wir müssen ihnen auch Wege und Lösungen aufzeigen, die ihnen persönliches Engagement ermöglichen.”
Daher bietet ADRA neben der Kletterwand Freiwilligen-Dienste im In- und Ausland an. Von “Andere Dienste im Ausland” über freiwillige soziale Arbeitseinsätze und “weltwärts”-Entsendung bis zum Zivildienst bei ADRA in Weiterstadt reicht die Palette der Angebote, die intensiv genutzt wird.
Engagieren können sich die Jugendlichen auch für ein Bauprojekt in Burundi. Hier baut ADRA den heimkehrenden Bürgerkriegs-Flüchtlingen ein neues Zuhause. Björn Kroll, der zuständige ADRA-Projektleiter, berichtet, dass bisher zwar 5000 Familien ihr neues Haus beziehen konnten, dennoch warten Tausende Familien, die unter erbärmlichen Verhältnissen leben, dringend darauf, sich am Bau ihres eigenen Hauses beteiligen zu dürfen. Die Mitarbeit am Hausbau – entsprechend der Fertigkeiten der späteren Bewohner – gehört zum Konzept dieses ADRA-Projektes.
Ein Haus für eine Flüchtlingsfamilie kostet 500,- Euro. Fritz Neuberg und Bjørn Krøll sind zuversichtlich, das Sammlungs-Ziel zu erreichen: Fünf Häuser für Burundi!
Weiterstadt, 03. August / hhw. Following congress motto „It’s your turn!” ADRA Deutschland built up an information forum for young visitors that encourages to participate. A climbing wall of 5 meter height not only dominates the exhibition but also the whole foyer. There the motto becomes a challenge: Now it’s your turn! Overcome the obstacles with courage and to stand up for it.
Fritz Neuberg, representative of ADRA Deutschland says: “for many young people this absolutely has symbolic character. They feel the battle for a place at university, internships and jobs.” However, it is not enough just saying: “Your turn!” – ” We need to point out ways and solutions that enables them to personally get involved.”
Therefore, ADRA, beside the climbing wall, offers volunteer services at home and abroad. The intensively used selection of articles ranges from “other services abroad” over voluntary social assignments and “weltwärts”-sendings to civil service at ADRA in Weiterstadt.
Youth also can get involved with a construction project in Burundi. Here ADRA builds a new home for returning home civil war refugees. Bjørn Krøll, responsible Projekt Manager, reports that over 5000 families could move in their new home so far. Nevertheless, thousands of families are helding out under miserable conditions and waiting to participate in building up their new house. Cooperation on house building, according to skills and abilities of new owners, belongs to the ADRA project concept.
One house for a refugee family costs about 500,- Euro. Fritz Neuberg and Bjørn Krøll are optimistic about to achieve the fundraising target: Five houses for Burundi!
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Geschrieben am Sonntag, 02. August 2009 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Together we build 5 new houses in Africa – You could be in for just 1 Euro at the International Youth Congress of the Seventh-Day-Adventist Church in Europe!
Young people like to donate for a certain purpose. At the Pan-European Youth Congress in Munich (5th to 9th of August 2009) they collect money for building five houses in Burundi. One house for a family costs 500,- Euro. The international aid organisation ADRA has already built more than 5000 houses, most of them in cooperation with the refugees in Burundi.
Junge Menschen spenden gerne direkt. Sie wollen wissen, was mit ihrem Geld konkret gemacht wird. Auf dem Pan-Europa- Jugendkongress, der vom 5. bis zum 9. August im International Congress Center München (ICM) stattfindet, haben die Jugendlichen dazu eine Initiative ergriffen: Sie sammeln Geld für den Bau von 5 Wohnhäusern in Burundi. Ein Haus für eine Flüchtlingsfamilie, die dadurch nach jahrelangem Bürgerkrieg wieder in die Heimat zurückkehren kann, kostet 500,- Euro.
Errichtet werden die Häuser von der internationalen Hilfsorganisation ADRA, die bisher für über 5000 Familien in Burundi ein neues Zuhause geschaffen hat. Hans Mayland, der zuständige Direktor von ADRA Business berichtet, dass noch immer tausende Familien unter erbärmlichen Verhältnissen leben müssen und dringend darauf warten, sich am Hausbau beteiligen zu dürfen. Die Mitarbeit der Familien ist im Projekt entsprechend der Fertigkeiten der neuen Bewohner – vorgesehen.
Gebaut wird mit traditionellen Materialien. Aus sonnengetrockneten Lehmziegeln entstehen stabile Häuser mit einem Wellblechdach, Türen, Fenstern, Lamellenfensterläden und drei Zimmern samt Wohnküche. ADRA achtet darauf, dass die Siedlungen nahe an Feldern, Grünland und Wald angelegt werden, um den Heimkehrern, die nicht nur alle Habe sondern auch oftmals ihre engsten Verwandte verloren haben, eine neue Existenzgrundlage zu geben. Daher erhalten die Familien auch eine Grundausstattung für die Arbeit in Haus und Hof. Dazu gehört auch als Starthilfe das erste Saatgut.
Update: Die Ergebnisse der Spendensammlung vom Jugendkongress 2009 in München:
Jugendliche finanzieren sieben Familien in Burundi ein neues Haus
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Geschrieben am Montag, 27. Juli 2009 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Nach einem Bericht von Marcelo:

Seit einigen Wochen ist eines unserer größten Bastelthemen Dinosaurier, in den letzten Wochen haben wir alles Erdenkliche in Form von Dinos mit den Kindern gebastelt. Wir werden mit den Kindern eine kleine Ausstellung für die Eltern in unserem Kindergarten machen. Bei der Gelegenheit können die Eltern bestaunen was ihre Kinder alles können.
Geschrieben am Dienstag, 05. Mai 2009 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Die letzten zwei Monate waren ziemlich turbulent und ich habe viel erlebt. Zu viel um das einfach mal in einer Mail zusammenzufassen, aber ich fange mal an, ein bisschen von meinen vergangenen Erlebnissen hier in Tansania zu erzählen.
Seit meiner letzten Mail musste ich mich, von einigen liebgewonnenen Menschen verabschieden. Lydia hat ihr Jahr beendet und ist seit einem Monat zurück in Deutschland. Kurz darauf ist Dr. Diana abgereist und auch Laila ist seit einer Woche zurück in Dänemark und genießt ihr altes Leben. Den amerikanischen Studenten, welche uns regelmäßig zu ausgelassenen Kinoabenden besucht haben, ist es mittlerweile auch zu eintönig geworden und sie haben sich auf und davon gemacht.
Tja, es herrschen gerade einsame Zeiten für Wazungu (Weiße) in Heri, aber ich bin zum Glück nicht allein, denn als ich in Dar es Saalam war, habe ich von dort gleich mal Viola, eine neue, deutsche Freiwillige mitgebracht.
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Geschrieben am Montag, 04. Mai 2009 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Geschrieben am Montag, 20. April 2009 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Vom ersten Abend bis zum Abschlusstag waren wir mit einem ADRA Deutschland Stand in der Ausstellungshalle vertreten. Zusammen mit drei ehemaligen Freiwilligen (Rebecca, Hanna und Jasmin) haben Iris Brandl-Grau und Olga (sie macht derzeit ein FSJ in unserem Büro) den Stand betreut. Der Stand wurde rege besucht und wir konnten vielen interessierten Jugendlichen Fragen beantworten und Infomaterial mitgeben.
Am ersten Abend des Kongresses stellte Iris Brandl-Grau zusammen mit 5 Freiwilligen die ADRA Freiwilligendienste dem Kongresspublikum (1.800 Teilnehmer) vor. Nach einer kurzen Einführung ging die Frage ans Publikum, wer schon einen ADRA Freiwilligendienst gemacht hat oder wer einen Freiwilligen kennt, der mit ADRA im Ausland gewesen ist. Viele Hände gingen nach oben. Darüber haben wir uns natürlich sehr gefreut. Anschließend bekam jede/r Freiwillige eine Frage gestellt und antwortete mit einem kurzen Statement zu seinen persönlichen Erfahrungen als ADRA-Freiwilliger.

Zusammen mit den Freiwilligen, die auch den Stand betreuten, hielt Frau Brandl-Grau zwei Workshops von je 2,5 Stunden. Hier erhielten insgesamt 14 Jugendliche einen umfangreichen Einblick in die Freiwilligendienste von ADRA. Den teilweise erst 15- bis 16-jährigen Teilnehmern wurde eine interessante Möglichkeit aufgezeigt, sich nach der Schule oder Ausbildung ein Jahr für andere einzusetzen und dabei etwas über sich selbst und das Leben zu lernen.
Wir freuen uns über das große Interesse und darauf, vielleicht auch einmal dich bei einer Veranstaltung kennen zu lerne.
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Geschrieben am Dienstag, 07. April 2009 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Um kurz auf meinen Urlaub auf Utila, eine Karibische Insel Honduras zu kommen: Es war wunderbar auf der kleinen Insel. Leider hatte der Virus den ich auf meinem PC hatte die wenigen Bilder die ich hatte vernichtet. Jedoch lasst es euch sagen, dass ich es dort sehr genossen habe. Aufgrund eines Tauchlehrgangs konnte ich Gottes wunderschöne Unterwasser Schöpfung neu entdecken und das in 18 m Tiefe für insgesamt 1,5 Stunden.

Als ich am 1. Februar wieder im Hogar war, erfuhr ich von einem neuen Freiwilligen namens Ryan Smith. Er kommt aus Maryland und ist ein Bär von einem Kerl. Von ihm erfuhr ich, dass er für den Garten zuständig sein würde. Er hatte extra ein Jahr vorher eine Schule für Agrarkultur besucht und sich auf die Tropische Zone spezialisiert. Mr. Gus, mein Vorgesetzter, teilte mir mit, dass ich von heute an (2. Febr.) mit Ryan den Garten zum Leben bringen sollte. Das war mir nur Recht, da ich Ryan vom ersten Moment an mochte.
Also was wir zuerst machten war, den Garten ansehen und was wir vorfanden war ein Horror für jeden Hobbygärtner. Wir bewaffneten uns mit Hacken, Schaufeln, Picken und Schubkarren und begannen den steinharten Lehmboden zu bearbeiten und zu säubern. Wir säuberten nur ein Drittel des Gartens, um mit einem überschaubaren Bereich zu beginnen. Die zweite Woche jedoch verbrachten wir damit unser Abflusssystem der Toiletten zu reparieren.
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Geschrieben am Dienstag, 31. März 2009 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Noch nie haben sich so viele junge Menschen für einen Freiwilligen – Einsatz gemeldet wie in diesem Jahr.
An den beiden Wochenenden informierten wir die Anwärter über ADRA als die entsendende Organisation. Zurück gekehrte Freiwillige stellten die Arbeit an den Einsatzorten vor, an denen sie selber tätig waren. Das ist immer sehr beeindruckend für die „Neuen“. In Einzelgesprächen, bei der Teamarbeit und mit gruppendynamischen Spielen, die alle unter fachlicher Leitung stattfinden, versuchen wir uns und den Bewerbern ein klares Bild zu verschaffen, ob sie für den geplanten Einsatz auch wirklich geeignet sind.

Mit Begeisterung und Interesse waren die jungen Menschen dabei. Letztlich haben wir 20 junge Männer und Frauen ausgewählt. Sie werden ganz unterschiedliche Dienste aufnehmen: Einige werden ihren Zivildienst im Ausland ableisten, das Programm heißt „Andere Dienste im Ausland“. Andere freuen sich auf ein freiwilliges soziales Jahr im medizinischen Dienst, dieses Programm läuft unter dem Titel „Freiwilliger adventistischer Hilfsdienst“ (FAH). Alle Programme werden unter dem Dach des entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes „weltwärts“ abgewickelt.
Unsere aktuellen Zielländer sind: Argentinien, Costa Rica, Kenia, Kirgisistan, Mexiko, Moldau und Tansania. Hier werden die Freiwilligen in Waisenheimen, Kindergärten, Kindertagesstätten, und Schulen ihren Dienst aufnehmen. Außerdem warten Senioren und die Patienten eines Krankenhaus auf die Helfer aus Deutschland.
Wir wünschen den jungen Leuten alles Gute für ihren Einsatz und hoffen, dass dieses Jahr für sie ein positiv prägendes Erlebnis wird!
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Geschrieben am Freitag, 27. März 2009 von "weltwärts"-Freiwilliger/em


Unsere Gruppe besteht aus 17 Jungs und 6 Mädels. Letztes Jahr war es genau anderes herum. Und so ist es schwer, überhaupt Ruhe in unsere Gruppe zu bekommen. Sieben von den Jungs sind echte Quatschmacher und wenn man mit einem gesprochen hat und er leise ist, macht der Junge hinter einem Krach. So ist es echt super schwer Ruhe in die Gruppe zu bekommen. Desweiteren werden die restlichen Kinder immer durch die Ruhestörer animiert, ebenfalls Krach zu machen oder sich schlecht zu benehmen.
Geschrieben am Freitag, 27. März 2009 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Von ADRA Moldawien, mit der Unterstützung einer privaten Spenderin aus Schweden, wurden für 300 Frauen schöne Geschenke vorbereitet. Die, die nicht zu dem Konzert kommen konnten, z. b. Mütter mit Kindern oder die, die aus medizinischen Gründen nicht durften, wurden von uns in den Zellen besucht und ihnen wurde persönlich gratuliert.
Einen der schönsten Momente war der Besuch der zwei jüngsten Kinder einer Mutter, die für 20 Jahren verurteilt wurde. Vier ihrer sechs Kinder wohnen bei uns im Kinderzentrum. Freudentränen konnte man bei der Muter, so wie auch bei den Kindern sehen. Das beste Geburtstagsgeschenk einer der Töchter war die Möglichkeit, ihre Mutter wieder zu sehen und sie zu umarmen.
An dem Tag konnten sich die Frauen geliebt und nicht vergessen fühlen. Unser Besuch endete mit dem feierlichen Mittagessen mit traditional vorbereiteten Gerichten, die unsere Freiwillige gekocht hatten.
Eva (Moldawien)
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Geschrieben am Montag, 16. März 2009 von ADRAlive-Team
Geschrieben am Mittwoch, 11. März 2009 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Außerdem haben wir Probleme mit unseren zwei Geschäften (Babuschka incorporated), denn es gibt dort keinen Strom. Wir versuchen natürlich alles Mögliche, um das Problem zu lösen. Dazu kommt noch, dass eines von den Geschäften ca. 100 m umtransportiert wurde, weil ein Staatsminister neben unserem Geschäft sein Fitnessstudio gebaut hat und unser Laden im Weg war. Zum Glück ist unser neuer Platz noch auf ein und derselben Straße geblieben. Ich habe natürlich beim Transport mitgeholfen. Wir mussten den Boden vom Geschäft mit Erde und Betonsteinen vollstopfen, da er fast in der Luft hing und gewackelt hat.
Am 5. März 2009 wurde wieder ein ADRA-Konzert veranstaltet, wo ich natürlich auch mitgeholfen habe alles zu transportieren und aufzustellen. Der Anlass zu diesem Konzert war der Frauentag am 8. März. Meine Aufgabe dort war es, für ADRA Fotos zu machen.

Letzte Woche hat schon der nächste Computerkurs angefangen. Es haben sich 16 Teilnehmer eingeschrieben. Natürlich viel zu viele, da wir nur acht Computer haben. Deswegen haben wir den Kurs in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe fängt um 10:00 Uhr an und die andere um 13:00 Uhr (zu je 1 1/2 Stunden). Und das immer Dienstag und Freitag. Ich finde aber, dass es so leichter ist zu unterrichten, da man mit weniger Leuten besser und schneller arbeiten kann. Und deswegen macht es mir viel mehr Spaß zu unterrichten.
Es gibt also doch etwas zu tun hier.
Liebe Grüße und Gottes Segen
Robert (Kirgisien)
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Geschrieben am Dienstag, 10. März 2009 von ADRAlive-Team

Seit 5. August 2008 ist ADRA Deutschland e.V. anerkannter Träger des entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes „weltwärts“, einer neuen Initiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).
Damit können wir junge Menschen im Alter von 18-28 Jahren für 12-24 Monate in soziale Projekte im Ausland entsenden. Finanziert wird dieser Freiwilligendienst zu 75% vom BMZ und zu 25% von der Entsendeorganisation.
Immer mehr junge Menschen in Deutschland wollen nach Schule oder Ausbildung einen Freiwilligendienst in Afrika, Lateinamerika, Asien oder Osteuropa absolvieren. In einer Welt, in der globale Verantwortung und interkulturelle Zusammenarbeit immer wichtiger werden, hat der Dienst in einem Entwicklungsland unschätzbaren Wert: Von und mit anderen zu lernen, benachteiligten Menschen zu helfen und Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung zu übernehmen.
ADRA Deutschland e.V. hat seit 1997 auch die Anerkennung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für den „Anderen Dienst im Ausland“, der vom Bundesamt für den Zivildienst anerkannt wird.
Seit 1997 sind bereits 100 Freiwillige von ADRA auf ihren Dienst an Menschen in Entwicklungsländern vorbereitet und entsandt worden. Einsatzländer waren: Argentinien, Bolivien, Brasilien, Honduras, Indien, Jemen, Kambodscha, Kirgisien, Mexiko, Moldawien, Nepal, Nicaragua, Rumänien und Tansania.
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Geschrieben am Mittwoch, 04. März 2009 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
„Mit dem Fahrstuhl fahren wir hoch zu dem Junge der schon 19 ist und Kinderquerschnittslähmung hat. Ich weiß nicht was uns erwartet und ich fühle mich unruhig, da mein Stiefbruder dieselbe Krankheit hat. Pavels Mutter macht die Tür auf und sagt, dass sie sich sehr freut uns zu sehen. Sie bringt Pavel mit dem Rollstuhl ins Zimmer und ich setze mich dazu, um ihm sein Geschenk zu zeigen. Der Junge kann sich kaum bewegen und ich helfe ihm, sein Geschenk aufzumachen. Seine Mutter sorgt dafür, dass Pavel gerade auf dem Bett sitzen kann. Ich beobachte sein Gesicht. Pavel kann nichts sagen, aber man sieht in seinen Augen sein Interesse. Ich kann mir nur denken, was in seinem Kopf abläuft und was er erwartet. Meine Hände machen das Päckchen auf und ich zeige ihm, was da alles in dem Geschenk drin ist. Ein ganz großer Bildkalender mit süßen Hunden und ich sehe, wie seine Augen das Bild betrachten und auf seinem Gesicht sehe ich ein sehr schönes Lächeln. Schokolade. „Magst du Schokolade?“ frage ich Pavel und seine Mutter sagt: „Ja, Schokolade mag er gern“ und Pavel macht auf seinen Art und Weise Geräusche, mit denen er die Freude ausspricht. Ein selbstgestrickter rosa Schal ist auch dabei und Pavel kann ihn anziehen, wenn er mit seiner Muter rausgeht.“


Ja, Pavel ist 19 und kann sich kaum bewegen, aber er ist ein Mensch, der sich auf seine Weise über sein Geschenk freut, mit seinem Lächeln, strahlenden Augen und lauten Geräuschen. Ja er kann keine Bilder malen wie viele Kinder es können, aber mit den Stiften, die er geschenkt bekommen hat, kann er mit der Hilfe seiner Mutter schöne Bilder malen.
Ich schicke viele Grüße von ihm und seiner Mutter und sein Lächeln zeigt dir, welche Freude Pavel geschenkt bekommen hat.
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Geschrieben am Dienstag, 03. März 2009 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Das Menü aus drei Gängen (Suppe, Hauptgericht (z.B. Kartoffelbrei) und Salat), wird in einer Mensa in Chisinau zubereitet, mit dem Auto transportiert, in einer Kirchengemeinde in Buteni in die Essdosen verteilt und weiter an die Menschen gegeben. Die Arbeit ist sehr gut organisiert und geht schnell, damit die Menschen das Essen noch warm bekommen können, da nicht alle die Möglichkeit haben das Essen wieder aufzuwärmen.



Geschrieben am Samstag, 28. Februar 2009 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Ich bin nun schon seit drei Wochen mitten drin in meiner Ausbildung als Bäckermeister. Die erste Woche arbeitete ich morgens in der Bäckerei, einfach aus dem Grund, da ich etwas frühstücken wollte. So kämpfte ich mich morgens um 7 Uhr aus dem Bett und in den Bus, um eine halbe Stunde später die ersten, frischen, warmen, knusprigen und leckeren Brötchen und „Facturas” genießen. Ich tat das natürlich in erster Linie nicht, um meinen Hunger zu stillen, sondern viel mehr zur Produkttestung. Man muss sich ja sicher sein, dass die Ware auch genießbar ist, denn sonst werden die Kunden verschreckt.
Die Morgenschicht ging für mich von 7:30 – 13:30 Uhr. Um 13:30 Uhr schlossen wir, wie alle Geschäfte hier, für die Siesta. Für mich hieß das allerdings keine Siesta. Ich stieg in den Bus und fuhr zum Kindergarten. Dort half ich dabei, unseren Kindergartensaal wieder themenbezogen zu schmücke. Wir sind nun nicht mehr die Gruppe der „Caballitos“ (Pferdchen), sondern der „Leonsitos“ (Verniedlichungsform von Löwe, die mir gerade im Moment nicht einfällt). Manchmal arbeite ich hier auch schon als Übersetzer. Einige Berichte müssen vom Spanischen ins Deutsche übersetzt werden, damit der Vorstand von REACH (die Organisation, die das ganze hier mehr oder weniger sponsort) auch etwas versteht.
Um 19 Uhr war ich dann wie gewohnt zu Hause, aber tot müde im Vergleich zu früher.
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Geschrieben am Donnerstag, 12. Februar 2009 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Was neu ist: Mitte Dezember haben wir drei – Veronika, Sarah und ich – uns eines Hundes angenommen, der hier herrenlos herumlief. Wir wissen nicht, warum er uns seine Zuneigung schenkte, vielleicht hatten wir so eine tierliebende Ausstrahlung, vielleicht war es nur das Futter… Ich nehme an es war Zweiteres, aber ich möchte Veronika und Sarah ihrer Illusionen nicht berauben.
Wie dem auch sei, ab dem Moment war es also unser Hund und mit der Zeit kristallisierte sich auch ein Name für die Hundedame heraus: Mücke.
Vor ca. 4 Wochen entdeckten wir dann, dass Mücke ein bisschen zugenommen hatte und als wir die geschwollene Säugeleiste sahen, wussten wir, dass es nicht nur an unserem guten Futter lag.
Ich machte mich also mit Gama (ältester “Sohn” von Kim und Janek) an die Arbeit und baute der Kleinen eine Hütte. (mehr …)
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Geschrieben am Montag, 09. Februar 2009 von ADRAlive-Team

Auf jeden Fall wird ADRA mit einem eigenen Stand vertreten sein und man darf gespannt sein, wie ADRA das Kongress-Motto „It’s your turn!“ umsetzen wird. Ganz sicher wird die Abteilung Personalentsendung und Freiwilligendienste vertreten sein.
First-Hand-Information gibt es über die jeweilige Vereinigung der Freikirche oder im Internet unter www.aycongress.org (teilweise noch im Aufbau begriffen).
Wir sehen uns in München!
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Geschrieben am Mittwoch, 04. Februar 2009 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Eigentlich scheint alles wir immer ganz normal chaotisch. Doch dann kommen plötzlich Angehörige einer Patientin der Nachbarstation ganz aufgeregt zu dir, weil etwas nicht in Ordnung ist und die zuständige Schwester, aus welchem Grund auch immer, ist mal wieder nicht anwesend. Dein Gefühl sagt dir schon vorher, dass es wirklich ernst ist. Endlich am Patientenbett angekommen, findest du dann ein Neugeborenes in den Armen seiner Mutter vor, was nur noch ab und zu mal nach Luft jappst. Und wie in diesen schlechten Alpträumen sind natürlich alle Räume abgeschlossen, du hast keine Chance an etwas zu kommen um das kleine Wesen von den Sekreten in seinen Atemwegen zu befreien und natürlich ist niemand da, der dir mal helfen könnte. Das Einzige was ich hatte, war mein Handy um, Lydia anzurufen und in der Zwischenzeit das zu machen, was mir irgendwie möglich war. Nach einer halben Ewigkeit erscheint dann auch mal wieder die Nurse, die überhaupt nicht checkt was vor sich geht und schließt die Arbeitsräume auf. Inzwischen atmet das Baby nicht mehr und der Puls ist auch nicht zu fühlen. Du fängst an zu reanimieren, die Zeit scheint still zu stehen und du betest: „Lieber Gott, mach dass es wieder Luft holt!“ Um dich herum ist plötzlich alles in Aufregung…Sauerstoffgerät… Adrenalininjektion… Doch am Ende wickelst du wieder nur einen leblosen Körper in ein Laken ein und wenn das dann schon das zweite tote Kind in deinen Händen an nur einem Tag ist, dann kann man schon mal verzweifeln.
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Geschrieben am Mittwoch, 21. Januar 2009 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Ja ich weiß diese Überschrift klingt sehr dramatisch! Rita musste für drei Wochen nach Deutschland fliegen und mich hat sie zurück gelassen! Ganz allein mit einem Haufen Arbeit und Kindern. In diesen drei Wochen ist einiges passiert, was ich euch teilweise nur gekürzt darstellen werde, weil ich nicht will, dass der Bericht ewig lang wird und ihr vor dem Bildschirm einschlaft.
Die erste Woche war furchtbar, weil ich nicht wusste wohin mit dem ganzen was ich so erlebt habe. Da Rita nicht da war, habe ich mich besser mit den Amerikanerinnen und auch mit einer Jugendlichen hier aus dem Heim angefreundet, weil ich ja nicht alleine rum sitzen wollte. Auch musste ich Silvester ohne Rita verbringen.
In der zweiten Woche kam eine amerikanische Gruppe, die die Augen der Kinder und der Leute hier in der Gegend untersucht haben und kostenlose Brillen ausgegeben haben. Meistens waren sie im Krankenhaus von St. Barbara und haben auch die älteren Kinder aus dem Heim miteingebunden. Sie mussten von morgens bis zum Abend mit ihnen im Krankenhaus arbeiten. Von Übersetzen bis zum Leute aufrufen war alles dabei. Einen Tag waren sie auch hier im Heim und haben alle Augen untersucht die hier rumgelaufen sind!
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Geschrieben am Mittwoch, 07. Januar 2009 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Am Weihnachtsmorgen ging es mir relativ schlecht. Ich dachte daran, dass meine Familie jetzt schön feierte und dass es für mich wahrscheinlich ein ziemlich normaler Tag werden würde. Doch nachdem ich mit ihnen geskypt hatte, hatten sie mich überzeugt, doch etwas Schönes aus dem Tag zu machen. So beschlossen Sarah, Vroni und ich erst einmal in die Stadt zu fahren.
Wir gingen ein Eis essen, einfach weil wir dass wahrscheinlich nie wieder so gut an Weihnachten können und haben anschließend eine Pizza gegessen, einfach weil das gut schmeckt.
Als wir wieder zurück kamen, ging die Feier im Waisenheim los. Nach einer kurzen Andacht gingen wir vors Gebäude, um dort ein paar Pinatas zu zerstören. Pinatas sind Pappmaschefiguren mit Süßigkeiten gefüllt. Sie werden aufgehängt und dann zeremoniell von allen zerhauen, bis die Bonbons herausfallen. Auch ich versuchte mich. (Den Älteren werden die Augen verbunden, was die ganze Sache schwerer und peinlicher macht.) Am Ende sehen die Pappmaschekörper immer ein bisschen bemitleidenswert aus.
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Geschrieben am Freitag, 02. Januar 2009 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Nachdem nun der Kindergarten in seine wohlverdienten Ferien getreten ist, hat sich mein Arbeitsablauf ein wenig verändert. Nun arbeite ich von 8/9 bis ungefähr 16/17 Uhr auf dem Grundstück des Kindergartens, denn es gibt immer noch reichlich zu tun. In den letzten Tagen habe ich zwei neue Zäune angelegt oder zumindest schon mal die Holzpfeiler im Boden versenkt, das Eingangstor neu gestrichen und die Einfahrt zum Eingangstor grundlegend erneuert, als auch mit Adrian zusammen in einem 6 Stunden Wettrennen gegen die Sonne zementiert. Wir haben echt zusammen Gas gegeben, aber waren dennoch nicht immer schnell genug, um vor dem Aushärten der ersten Schicht, die zweite zu platzieren. Einen Vorteil hatte das ganze zum Glück auch, so konnte ich zum Glattstreichen des Zementes von beiden Seiten aus agieren, ohne zu befürchten, dass ich Schuhabdrucke auf dem Beton hinterlasse.

Unser Meisterwerk „Neue Einfahrt“ wurde allerdings von einem Straßenhund verschandelt. Die letzte Schubkarre Zement war an ihrem Platz, alles war glatt gestrichen und auch unser Werkzeug war bereits säuberlich geputzt. Für uns beide hieß das erstmal eine Pause nach 6 Stunden harter Arbeit in der knallenden Mittagshitze und die verbrachten wir mit Essen. Als ich dann fertig war und unser Meisterwerk noch ein letztes mal betrachten wollte, wusste ich nicht so recht ob ich lachen oder weinen sollte. Über die komplette Breite der Einfahrt waren nämlich seit meinem letzten Anblick alle paar Zentimeter Hundeabdrucke zu erkennen. Der Hund wollte sich wohl für alle Zeit ein Denkmal setzten und das hat er auch geschafft. Nun sind alle nicht nur die beiden Namen „Adrian & Marcelo“ im Zement verewigt, sondern auch an die 10 Hundeabdrucke. (mehr …)
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Geschrieben am Montag, 22. Dezember 2008 von ADRAlive-Team

Gletscherwelt Argentiniens
Euer ADRA Freiwilligendienste Team!
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Geschrieben am Sonntag, 21. Dezember 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Hi Leute,
Schritt für Schritt nähert sich auch hier auf der anderen Seite der Erde, ein neues Jahr. Hier heißt das für alle erstmal lange Sommerferien, denen sich auch der Kindergarten nicht entziehen konnte. So verbrachte ich die letzten zwei Wochen gemeinsam mit Rubi damit, alles Mögliche für die Abschlussfeier im Kindergarten vorzubereiten.
Sie erzählte mir schon seit dem ich hier bin, dass sie langsam anfangen sollte zu basteln und jede Woche hielt sie mich dann auf dem Laufenden was sie bereits alles fertig gestellt hat. Ich war zunächst verwundert, wie lange man doch für 23 Mappen brauchte, letzte Woche merkte ich dann erst, wie viel Arbeit sie sich doch für die Kinder gemacht hatte. Neben den Mappen, in der alle gebastelten Sachen eingeheftet werden, gab es noch für die Kinder eine Dose voll mit Süßigkeiten, ein Gruppen- und ein Einzelbild mit selbstgebasteltem Rahmen, ein CD mit den Bildern des Jahres und eine Figur, um dort die Zahnbürste abzustellen. Das alles musste dann noch verpackt werden. Jede Menge Arbeit, den Rubi bastelte das für alle 23 Kinder alleine. Ich half ihr legendlich dabei, die Arbeit der Kinder in die Mappen einzuheften und alles einzupacken und damit waren wir schon zwei Wochen lang beschäftigt.
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Geschrieben am Freitag, 19. Dezember 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Inzwischen bin ich immer im ADRA Büro tätig, wo wir Arbeiten erledigen wie: Materialbesorgungen, Lebensmittelprodukte und warme Winterkleidung ausfahren. Ansonsten ist es im Winter recht ruhig mit der Arbeit. Ist glaube ich immer so hier.
Der Winter steht vor der Tür und alle bereiten sich dafür vor. Aber für alte Menschen ist es oft nicht so leicht. So durfte ich das Hausdach einer Oma reparieren. Es ist für mich hier eine tolle Erfahrung etwas Neues auszuprobieren und zu lernen, denn Dächer repariert habe ich noch nie. Aber wenn man hier überleben will, dann muss man ein Alleskönner sein. Somit ist dieses Land für mich eine Herausfoderung.


Liebe Grüsse
euer Robert
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Geschrieben am Donnerstag, 18. Dezember 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Ich glaube, dass mir die Erfahrungen mit Niederlagen umzugehen auf jeden Fall sehr in meinem Leben nach Mexiko weiterhelfen werden, da ich mit Sicherheit noch viele Pleiten erleben werde. Ich habe gelernt mir zu sagen „Was soll’s, versuchst du es morgen eben wieder, vielleicht wird es ja besser.“
Die Schüler, die ich hier habe sind echt der Hauptgrund, warum ich diese Arbeit hier machen kann. Sie sind diejenigen, die mir zeigen, dass sie froh sind mich hier zu haben. Zumindest, wenn sie nicht gerade eine Klausur schreiben müssen. Ich habe wirklich tolle Schüler hier. Mit vielen schließt man schnell Freundschaft.
Jeden Morgen, wenn ich die Grundschulklasse betrete, werde ich mit stürmischen Umarmungen begrüßt. Ich habe die Schüler auch wirklich gut kennen gelernt. Ich weiß, wer besonders viel Aufmerksamkeit braucht, wer gerne ausmalt, wer zufrieden ist einfach in Ruhe gelassen zu werden… So sind mir die Kinder mit der Zeit echt ans Herz gewachsen und es wird mir sehr schwer fallen mich von ihnen zu verabschieden.
Die Arbeit bedeutet für mich eine echte Herausforderung, an der ich hoffentlich wachsen werde. Ich erlebe viele Niederlagen, aber ebenso viel Erfreuliches. Die Arbeit ist nicht einfach, aber ich sehe es als Chance und bin gespannt, was ich am Ende des Jahres über diese Zeit hier denken werde. Bis jetzt kann ich nur sagen „Was soll`s, versuch ich es nächstes Semester eben wieder, wird bestimmt besser werden“
Evelina (Mexiko)
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Geschrieben am Montag, 15. Dezember 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Morgen (Fr. den 12.12.08) wird eine neue Gruppe “Gringos” -so nennen sie die Amis- erwartet und es herrscht allgemeine Vorfreude auf Weihnachten. Außer bei uns Deutschen. Uns fehlt jede Spur von Weihnachtsstimmung! Auch wenn wir uns wirklich anstrengen und bemühen…

Es ist nunmal nicht einfach von einer sonst kühlen Weihnachtszeit mit kahlen Bäumen, Kälte, was dicke Pullis bedeutet, und früh einbrechende Dunkelheit zu Shorts, T-Shirts, Palmen und Sonnenschein mit 20°aufwärts zu wechseln. Da lässt die Weihnachtsstimmung etwas zu wünschen übrig. Aber wir haben schon anfragen lassen, ob unsere Lieben Zuhause uns nicht ein bisschen Schnee schicken können…=) genauso wie Weihnachtsplätzchen und Lebkuchen! Ich denke dieses Weihnachten wird eine einmalige Erfahrung sein und wir werden schon irgendwie die richtige Stimmung hinbekommen.
So wünschen wir euch eine gesegnete Weihnachtszeit und ein fröhliches Fest!!!
Junita (Honduras)
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Geschrieben am Freitag, 12. Dezember 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Geschrieben am Dienstag, 02. Dezember 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Am Ende wird immer die schönste Tür zum Sieger gekürt, was meint ihr, welche es dieses Jahr war?




Auflösung: Es war die Tür auf Foto 4.
Insgesamt ist es hier sehr schwierig in Weihnachtsstimmung zu kommen, denn hier stehen Palmen und der Weihnachtsbaum nebeneinander. Außerdem tragen die Tagestemperaturen von ca. 28º auch nicht gerade dazu bei.
Evelina (Mexiko)
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Geschrieben am Montag, 01. Dezember 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Am Anfang. Ja am Anfang da war die Ahnungslosigkeit. Ich lebte in meinem Zimmer und alles war gut so. Jedoch hielt diese Idylle nicht sehr lange. Das Schuljahr neigt sich hier zu Ende und so auch unser Kindergartenjahr. Es wurde also Zeit die Ältesten mit einem gebührenden Fest zu verabschieden. So kam es, dass die Kindergartengruppen Abejitas (Bienchen/5-6Jährigen) und Caballitos (Pferdchen/4-5 Jährigen) zu einem Zeltlager aufbrachen. Nicht fernab von ihrer und meiner Heimat, sondern in und um meinem Haus. Mich schockierte diese Nachricht einer schlaflosen Nacht nicht so sehr wie meinen Mitbewohner. Ich war ja schließlich nicht in der Opferrolle wie mein Mitbewohner, sondern der Gastgeber.
Eine einwöchigen Vorbereitung hieß, Grasschneiden, jeden morgen von 9 manchmal auch 10 Uhr bis 12 Uhr und mit dem “Pato“ das Gelände zu bearbeiten. Das einzige was einen wirklich zermürbt bei dieser Arbeit, ist die kleine Tatsache, dass ich nach einer Woche und ungefähr zehn Stunden Einsatz, noch nicht einmal die Hälfte geschafft hatte! Allerdings hatte ich die wichtigsten Stellen bearbeitet. Ebenfalls konnte ich noch einen Eilauftrag von Ines erledigen. Sie hatte mich einige Stunden, bevor das Lager begann gefragt, ob ich nicht ein kleines Feuer machen könnte. Klar sagte ich ja, denn ein Lager ohne Feuer ist kein Lager. Allerdings hieß das für mich, die Asche und den Müll meines riesigen Feuers bei Seite zu schaffen (geschätzte 40-50 Eimer Asche und Dreck), damit man an meiner improvisierten Feuerstelle ein Feuerchen machen könnte.
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Geschrieben am Sonntag, 30. November 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Von meiner Arbeit im Kindergarten kann ich berichten, dass wir mit den Kindern am 11. November den „Dia del Tradicion“ feierten. Denke mal ich brauche den Begriff nicht zu übersetzen. Im Kindergarten heißt dies: Die Eltern sind herzlich dazu eingeladen, um mit den Kinder ab 16 Uhr in unserem großen Saal zusammen zu speisen. Es werden traditionelle argentinische Speisen aufgetischt. Wozu zu meinem großen Erstaunen auch Pizza gehört und Impenadas, die aussehen wie Croissants und meistens mit Fleisch gefüllt sind. Sie schmecken wirklich lecker.
Natürlich darf bei jeglicher Art von Gemeinsamkeit oder gemeinsamen Essen bei den Argentiniern eine Sache nicht fehlen. Ein guter Mate. Man trinkt hier in Argentinien keinen Kaffee, sondern eben einen Mate. Mate ist wie Tee, nur das er wohl Koffein enthält. Getrunken wird er aus einer Tasse, mit Hilfe eines strohhalmähnlichen Filters. Mate trinken ist hier ein Akt der Gemeinschaft. Man trinkt ihn gemeinsam aus einer Tasse. Dabei wird die Tasse gefüllten mit Kräutern, immer wieder bis zum Rand mit heißen Wasser gefüllt. Man trinkt dann diesen Becher mit Hilfe des Halmes aus. Die Tasse wird erneut mit Wasser gefüllt und so dreht der Mate sein Runden. Am Anfang war der Geschmack für mich schon ein wenig streng, doch so langsam habe ich mich daran gewöhnt und komme allmählich auf den Geschmack. Auch gefällt mir die Gemeinschaft, die einen steht’s beim Matte trinken umgibt sehr gut. (mehr …)
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Geschrieben am Dienstag, 25. November 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Ein warmer schwüler Windhauch stieß mir entgegen, als ich den ersten Schritt aus dem Flugzeug machte, welches mich nach Arusha brachte, an diesen neuen, fremden Ort, der so weit entfernt ist von allem was mir bisher vertraut war. Es roch als hätte jemand dutzende von Räucherstäbchen angezündet, und eben dieser Duft vermischte sich mit dem typischen Motorengeruch, welcher vom Flugzeug stammte. Eine eigenartige Mischung und ich konnte in diesem Moment nicht sagen, ob ich ihn mochte oder nicht. Lange Zeit, um darüber nachzudenken, hatte ich nicht, denn jetzt hieß es erstmal das Gepäck vom Band holen und Dr. Marshall zu finden, der mich abholen sollte…
…dies waren so die ersten Gedanken, die mir durch den Kopf gingen, als ich nach meinem langen Flug endlich in Tansania ankam. In Arusha blieb ich für zwei Tage, um dort ADRA Tansania etwas genauer kennenzulernen. Die Unterbringung war schön und die Menschen sehr freundlich zu mir. Zu meinem Glück kommt Dr. Marshall (der Betreuer der Freiwilligen in Tansania) auch aus Deutschland und so brauchte ich, geschafft und müde nach der Reise, nicht gleich auf meine Englischkenntnisse zurückgreifen, die durchaus besser sein könnten.
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Geschrieben am Dienstag, 25. November 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Ich freue mich, dass mein Suaheli so langsam richtig gut wird und ich auch die Leute hier verstehen kann. Wenn man auf Station arbeitet, dann ist das noch wichtiger als im OP. Weil man im OP doch viel Englisch spricht. Aber die wenigsten Patienten auf den Stationen sprechen Englisch. Ich arbeite nämlich jetzt auch für kurze Zeit wieder auf der Frauen- und Kinderstation, weil zurzeit Personalknappheit besteht, da viele jetzt noch ihren Urlaub bis Ende des Jahres nehmen müssen.

So hat mich die Pflegedienstleiterin gebeten, doch wieder auf der Station zu arbeiten. Anfangs war ich nicht so erfreut über diese Nachricht, das bedeutet auch wieder 12h Nachtschicht machen, aber mittlerweile habe ich mich wieder gut eingelebt und der Patientenkontakt ist auch intensiver als im OP. Außerdem haben wir eine neue Schwester im OP, die in die Arbeit dort eingeführt werden soll, weil Jesca Ende des Jahres geht und ich auch nicht mehr so lange bleiben werde. Dann brauchen sie wieder Personal. (mehr …)
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Geschrieben am Donnerstag, 20. November 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Es ist Ferienzeit im Heim, seit einer Woche springen die Kinder den ganzen lieben langen Tag im Heim herum.
Unser Tagesablauf hat sich auch geändert. Morgens können wir eine Stunde länger schlafen, ca. um 7.00 Uhr ist Aufstehzeit, wobei die meisten schon vorher herum hüpfen. Nach dem Frühstück und Mittagessen müssen wir die Kinder dann zum Aufräumen zwingen (sowas wie Fegen, Geschirr waschen, den Müll entsorgen) und am Vormittag sind wir von den Kindern „befreit“ und die Amis übernehmen die Aufsicht. Während dieser Zeit müssen wir uns um die Schmutzwäsche kümmern. Nach dem Mittagessen so gegen 14.00 Uhr haben wir dann eine Stunde stille Zeit mit den Kindern. In dieser Stunde müssen sie Hausaufgaben machen und wir sitzen mit ihnen an den Tischen und versuchen unser Bestes, sie dazu zu bringen ihre Aufgaben zu machen. Nach dieser Stunde haben die Kinder entweder Chor oder eine Englischstunde mit Sesamstraße-Videos. Das ganze wird dann wieder von den Amis gestaltet. Um 16.00 Uhr haben wir verschiedene Aktivitäten mit den Kindern, wie z.B. zum Fluss schwimmen gehen, Fußball spielen, Pool, in die Berge gehen oder andere lustige Sachen. Das ganze gestalten wir mit den anderen Freiwilligen zusammen. Letzte Woche zum Beispiel waren wir am Fluss. Es ist ca. 15-20 Minuten Laufzeit und die Stelle an der wir „schwimmen“ waren ist eine kleine Abzweigung vom Fluss, an der ein kleiner Wasserfall ist. Die Kinder haben ihren Spaß dabei, obwohl man da nicht sehr viel schwimmen kann, sondern eher nur springen. Auch Margarita und ich sind schon gesprungen und natürlich haben wir erst im Nachhinein erfahren, dass es von Läusen da nur so wimmelt. Aber zum Glück haben wir ein gutes Läuseshampoo, also keine Angst wir sind von unseren kleinen Haustieren befreit! Die Zeit nach dem Abendessen ist für die Kinder zum Spielen da und für uns zum Relaxen oder auch, um Zeit mit den Kindern und Jugendlichen dort zu verbringen. Natürlich haben wir noch Andacht und müssen die Kinder zum Duschen schicken und um 21.00 Uhr ist dann Schlafenszeit.
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Geschrieben am Donnerstag, 13. November 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Meine Gruppe enthielt unseren 10 jährigen Josè, Thomàs (auch ein Horfanatorio-Kind) und Roberto (aus der Primaria). Josè lies alle Zweifler verstummen und sammelte gekonnt mit deutlichen Worten und einstudierten Sätzen kräftig und erfolgreich. Mit Sammelbüchsen, Infoblättern und dem Aufhänger “wer mehr als 20 Pesos (1,33 Euro) spendet bekommt diesen Sticker” ging es durch die Strassen und Häuser, sowie Schulgelände, Büros und Busse. Besonders erfreute und stolze Mienen gab’s von den Kindern zu sehen, als zwei befragte Leute freudig einen 20-iger durch die Öffnung bugsierten!

Dass man mit dem Ergebnis durchaus zufrieden war, konnte ich in dem Bild festhalten, welches Josès Lehrerin zeigt, die stolz eine schwere Tüte hochhält mit vielen der gefüllten Büchsen.
Mit gut gelaunten Kindern (da ja auch an diesem Tag keine richtige Schule war
) ging es auf den Rückweg. Und Gesprächsthema Nr. 1 war natürlich: “Wie viel hast du ersammelt?”. Und mit knapp über 110 ersammelten Pesos war auch Josè sehr zufrieden. Es war wirklich ein sehr erfüllter und segensreicher Tag.
Wir danken allen Spendern, die die Hilfsaktionen des Colpacs unterstützen!
Bis zum nächsten Bericht…
….euer Kim in Mexico
Geschrieben am Freitag, 07. November 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Unter der Woche fragte mich mein Mitbewohner, ob ich nicht mit ihm und seinem Freund Gabriel (Gabi) am Sonntag mit zu einer kleineren Bergtour kommen wollte. So eine Einladung konnte ich natürlich nicht ablehnen. So hieß es dann am Sonntag um 8 Uhr aufstehen und sich schon mal mental als auch nahrungstechnisch auf die Wanderung vorzubereiten. Eigentlich sollte es um 9 Uhr los gehen. Ich hatte allerdings bei meiner Vorbereitung vergessen, dass ich mich in Südamerika befinde.
Los marschiert sind wir also um 10 Uhr. Bis dahin wusste ich noch nicht so genau, wo es eigentlich hin gehen sollte. Ich hatte nur eine leise Ahnung, die ausnahmsweise nichts Schlimmes verhieß, denn der einzige Berg, den man ziemlich einfach zu Fuß von meinem Haus aus erreichen kann, ist nicht gerade der Höchste. Während unserer Wanderung erfuhr ich dann, dass dieser Berg auf dem Weg unserer Route lag und wir von ihm aus einen weitern Berg besteigen werden, den man je nach Standort sehen kann oder nicht. Mir machte das nur wenig aus. Als Pfadfinder habe ich in meinem Leben schon weit aus höhere Berge erklommen und das nicht nur mit einem Rucksack der gefüllt ist mit Essen & Wasser, sondern mit einem 30 Kilo Rucksack auf den Schultern.
Unser schmaler Weg führte uns zunächst entlang des Flusses, bis wir dann eine Straße kreuzten und der Weg nun schnell an Steigung zunahm. Wie gewohnt sind die ersten Kilometer als auch Höhenmeter kein Problem. Zumindest für mich. Einer meiner zwei Gefährten konnte bereits bei der zweiten längeren Steigung das Tempo was Gabi und ich vorgaben nicht mehr mitgehen. Mein Mitbewohner Daniel ist nicht gerade der Schnellste, denn er trägt unnötigen Ballast mit sich herum. So wurde mir dann recht schnell klar, dass dies eigentlich ein recht gemütlicher Ausflug werden würde. Wie konnte ich auch zu diesem Zeitpunkt wissen, was alles so passieren würde.
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Geschrieben am Mittwoch, 05. November 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Am Freitag den 5. September ca. um 4:00 Uhr morgens bin ich in Bischkek angekommen. Ich bin das erstemal in mein Leben geflogen, und muss sagen dass, ich ein bisschen Angst hatte im Flugzeug, da ca. zwei Wochen vor meiner Abreise ein Flugzeug in Bischkek abgestürzt ist. Aber es ist zum Glück nichts passiert und der Flug war OK. Ich wurde von meiner Gastfamilie sehr nett aufgenommen und sie haben sich darüber gefreut dass, ich russisch spreche. Gleich am Freitagnachmittag haben wir alle einen Ausflug ins Stadtzentrum gemacht, wo ich mir die Stadt ein bisschen anschauen durfte.
Am Montag ging es ins ADRA Büro, wo ich ebenfalls sehr nett aufgenommen wurde. Zu diesen Anlass gab es an meinen ersten Tag eine “Herzlich Willkommen Torte”. Ich hab Glück, dass meine Gastmutter auch bei ADRA arbeitet, so fahren wir ca. 10 bis 15 Minuten immer gemeinsam ins Büro. Zur Arbeit komme ich mit der sogenannten “Marschrutka” hin, das sind kleine Busse die in der früh ziemlich voll sind, da sich nicht jeder ein Auto leisten kann und sie sehr billig sind. Immer Montags treffen wir uns im Büro zur Planung, wo wir über die nächsten Pläne und Projekte sprechen. Dort werden auch Probleme gelöst und Fragen beantwortet. Je nach Absprache fahre ich manchmal sofort in den ADRA Garten (ca. 40 Minuten mit den kleinen Bus) und nicht ins Büro.
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Geschrieben am Samstag, 01. November 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Hi Leute,
wir schreiben den 25. Oktober dieses Jahres als ich mich auf eine kühne Reise in die Vergangenheit aufmachte, von der ich allerdings selber noch nichts wusste. Lasst mich am besten am folgenden Ereignis meine Erzählung beginnen.
Am Anfang war eine Einladung, eine Einladung zu einer Taufe, zu der Taufe von Ines (eine Erzieherin im Kindergarten). Die erste Herausforderung bestand erstmal zu einer mir bis dahin fremden Kirchengemeinde zu gelangen, die man mit einem Bus nicht direkt erreichen kann. Habe mir schon vorgestellt, wie ich da sitzen würde, mit einem Blatt Papier und zusehe, wie Ines wild darauf herum kritzelt. Schlimm bei dieser Vorstellung würde sein, dass ich genau wusste, dass ich so wohl nie zu dieser Gemeinde gelangen würde. Daher war ich heil froh, als ich am Freitagmorgen erfuhr (die Taufe war am Samstag), dass meine Nachbarn ebenfalls mitkommen. So schloss ich mich ihnen, zusammen mit Daniel (meinem Mitbewohner), einfach an. So machten wir vier Ahnungslosen uns auf den Weg auf eine Reise in eine unbekannte Welt…
Als wir die Gemeinde erreicht hatten, sah ich voller erstaunen, dass dies erst der Anfang war. Vor mir befanden sich zwei weitere kleine Reisebusse, die uns von hier aus weiter transportieren würden. Nachdem ich es mir in meinem Sitz gemütlich gemacht hatte, war ich schon gespannt, wo es denn jetzt hingehen würde, denn ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt noch nie Bariloche verlassen.
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Geschrieben am Donnerstag, 30. Oktober 2008 von ADRAlive-Team
In diesem Sinne wollte ich auch mal Herzlichen Glückwunsch zum 10-jährigen Jubiläum sagen! Das ist ja schon ein stolzer Zeitraum und mit der neu erworbenen Anerkennung sind euch wahrscheinlich auch einige Sorgen genommen?! Mich macht es auf jeden Fall stolz, dass ich meinen Dienst bei euch leisten durfte und ich bin sehr glücklich darüber, dass es jedes Jahr auf’s Neue die Möglichkeit für junge Menschen gibt, die gleichen Erfahrungen zu machen. Weiter so!
euer Sascha
(Brasilien 1999-2000)
Geschrieben am Dienstag, 28. Oktober 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Mein Arbeitstag beginnt mit Englischunterricht an der Grundschule. Ich unterricht dort die 2. Klasse. Die Klasse setzt sich aus 15 Schülern im Alter von 7-8 Jahren zusammen. Es ist das reinste Haifischbecken. Man darf in Mexiko echt nicht von deutschen Verhältnissen ausgehen. Die meisten Schüler laufen während des Unterrichts einfach nur schreiend durch die Klasse. Ich bin wirklich schon froh, wenn 5-6 Schüler vernünftig arbeiten. Aber trotzdem liebe ich die Klasse. Ich habe jeden Einzelnen und jede Einzelne dieser kleinen Chaoten ins Herz geschlossen.
Normalerweise folgt dann um 10 Uhr Primi. Er ist 21 Jahre alt und spricht ganz gut Englisch, da er für ein Jahr in den Staaten gelebt hat. Aber er möchte sein Englisch gerne trainieren. Deshalb unterhalten wir uns eine Stunde lang, was immer sehr amüsant ist. Um 12 Uhr beginnt dann meine Uni-Klasse. Ich unterrichte die am weitest fortgeschrittene Klasse. Das liegt mir auch sehr, da ich mit ihnen viel Grammatik machen, Filme schauen und Kurzgeschichten lese kann.
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Geschrieben am Samstag, 25. Oktober 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Die vorletzte Woche fing eigentlich ganz viel versprechend an. Am Montag den 12.10. hatte ich frei, denn die Argentinier feiern hier den Columbustag. Fragt mich nun bitte nicht, warum sie diesen feiern. Ich verstehe es selber nicht, allerdings finde ich es gut, denn so hatte ich ein verlängertes Wochenende.

Am Dienstag haben wir dann mit dem Kindergarten den Flughafen besucht. Für mich, der den Frankfurter Flughafen mehrmals im Jahr besucht, keine sehr aufregenden Sache, denn der Flughafen in Bariloche hat vielleicht, wenn es gut kommt 10 Starts und Landungen am Tag. Aber für die Kinder war es super spannend. Wir haben den Tower besucht, das Flugfeld, die Feuerwehr und ein Flugzeug starten und landen gesehen. Es war für uns Betreuer allerdings auch eine besondere Herausforderung mit ca. 50 Kindern (die Gruppen von 3-5 Jahren waren dabei) über den Flughafen zu laufen, ohne das dabei ein grosses Chaos ensteht. Es ist uns zwar nicht immer ganz gelungen, aber letzten Endes lässt sich sagen, dass es doch allen sehr gefallen hat. Mich freute es besonders, dass der Ausflug um 13 Uhr fertig war und ich somit ab ca. 15 Uhr in der Stadt anzutreffen war. Seitdem befindet sich in meiner Wohnung ein Duschvorhang. Daniel (mein Mitbewohner) und ich haben diesen Dienstag sogar einen neuen Rekord im Warmwasser aufheizen aufgestellt. Normal dauert es ca. 1 Stunde bis das Wasser warm genug ist, um damit vernünftig duschen zu können. Wir haben es an diesem besagten Dienstag (21.10.) in 20 Minuten geschafft.
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Geschrieben am Freitag, 24. Oktober 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Ich bin schon fast zwei Monaten in Moldawien. Alles was ich hier sehe, höre, esse, die Menschen und Situationen in diesem Land erinnern mich an meine Kindheit in Kasachstan, deshalb bin ich hier wie zu „Hause“.
Vor kurzem haben wir einiges für die Stadtfeier vorbereitet. Zusammen mit den Kindern haben wir in der Stadt kleine Ausstellungen mit selbst gebastelten, schönen und lustigen Sachen gemacht und unser Zentrum präsentiert.
Hausaufgaben und Pflichten, die die Kinder haben, nehmen viel Zeit in Anspruch, da die meisten Kinder lange keine Schule mehr besucht haben und manche nicht Lesen können oder sehr schwach in der Schule sind. Ich versuche mit manchen Kindern, wieder Lesen und Multiplizieren zu lernen. Wir haben auch schon kleine Erfolge!!!
Die Kinder haben in wenigen Tagen Herbstferien und wir können endlich richtig zusammen Spaß haben und die letzten warmen Tage genießen. Ich bin hier wie zu Hause und freue mich auf weitere Monate im Dienst Gottes. Eva
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Geschrieben am Montag, 06. Oktober 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em


Die Woche haben wir mit den Kindern im Pool herum getollt und unglaublich viel Spaß gehabt. Der Pool wird nur ab und zu gefüllt, weil die Chemikalien zu teuer sind. Die letzten Tage haben die Kinder keine Schule gehabt, wegen dem Unabhängigkeitstag am 15.September. Am Tag vorher (14. Sep.) waren wir alle zusammen in Santa Barbara bei einer Parade, die von den Schulen vor Ort gestaltet wurde. Auch viele unserer Kinder sind da mitgelaufen. Ihr merkt bestimmt, dass ich schon „unsere“ Kinder sage und das ist auch wirklich so, denn sie wachsen einem ans Herz. Die Parade ging durch die ganze Innenstadt. Es wurde getrommelt, marschiert und natürlich gab es auch einen Festwagen und viele hübsch gekleidete kleine Mädchen. Alles war auf die Mayakultur ausgerichtet und einiges wurde auch mit Bibelsprüchen gestaltet. Von der Organisation (Reach International) mit der wir hier zusammen arbeiten, waren ca. 2-3 Schulen bei der Parade beteiligt.. Es gibt natürlich noch viel mehr zu berichten, aber es ist unheimlich schwer all die vielen Eindrücke, Gefühlen und Gedanken in einen Text zu fassen. Deshalb ein anderes Mal mehr…
Junita
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Geschrieben am Montag, 06. Oktober 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Bisher habe ich pro Tag 8-10 Stunden gearbeitet und abends bin ich um 20.40 zu mir gefahren. Ich habe gemerkt, dass ich mehr arbeiten muss. Sie brauchen mich ab ca. 13:30 bis spät abends. Deshalb komme ich jetzt um 12-13 Uhr und fahre um 21:40 zu mir nach Chisenau (ca. 30 km) zurück. Ich habe am Freitag frei und Samstag und Sonntag arbeite ich und übernachte im Heim, weil abends immer was los ist. Manchmal es ist ein Kampf ein bestimmtes Mädchen ins Bett zu bringen. Sie hat Schreiattacken und ich habe sie übernommen und bringe sie abends ins Bett. Dazu noch die ganz kleinen Kinder.

Es ist sehr grosser Mangel an Erziehern. Abends ist nur eine Erzieherin da und die Kinder nutzen das oft aus. Deshalb übernachte ich öfter dort.
Später berichte ich euch mehr und ausführlicher.
Eure Eva
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Geschrieben am Samstag, 04. Oktober 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

1. Renovierung des Spielplatzes
2. Arbeiten im Kindergarten
3. Arbeit auf meinem Grundstück vor Ort
Meine Arbeit am Spielplatz kann man in zwei Worten wunderbar beschreiben lichar e pintar (schmirgeln & streichen). Veto schneidet morgens immer die Zaunlatten zurecht und ich darf sie dann schmirgeln und am nächsten Tag dann streichen. Nachdem ich am ersten Tag 58 Zaunlatten geschmirgelt hatte, habe ich gedacht: OK, das war es jetzt erstmal mit Schmirgel.

Weit gefehlt, am Donnerstag hatte ich dann insgesamt 148 Zaunlatten geschmirgelt und in rot, gelb, grün und blau gestrichen. Wer sich nun denkt, dass dürfte für den Zaun reichen liegt ebenfalls daneben. Denn am Freitag habe ich mit Veto die ersten vier Zaunlattensätze fertig gestellt und nun werde ich wohl die nächste Woche wieder dran arbeiten gelbe, grüne und rote Zaunlatten zu schmirgeln und zu streichen. Denn den Vorrat an diesen Farben haben wir schon verbraucht.
Mittlerweile bin ich bei dieser Arbeit echt schnell geworden. So komme ich dann immer schneller zu Veto, um ihm zu sagen „listo“ (auf deutsch fertig). Er drückt mir dann entweder neue Zaunlatten in die Hand oder einen Pinsel mit Farbe.
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Geschrieben am Dienstag, 30. September 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Das Wetter hier in Bariloche ist seit meiner Ankunft, nur am Donnerstag war es nicht ganz so gut, hervorragend. Ein wolkenfreier Tag nach dem anderem. Aber morgens ist es immer noch recht kalt, so ca. 3-6°, aber schon bereits zwei bis drei Stunden später hat es sich auf ca. 18-22° aufgeheizt. Sobald dann die Sonne untergegangen ist (ca. 20 Uhr) wird es wieder extrem schnell kalt. Denn es weht hier immer eine steife Briese, die einem gerade den Aufenthalt an der Bushaltestelle zu einem recht unangenehmen Ereignis werden lässt. Dazu kommt noch die Ungewissheit, dass man nie weiß, ob man nicht den Bus um 2-3 Minuten verpasst hat. Als wäre der Wind nicht schon genug, ist leider auch die Straße an der ich immer warte nicht asphaltiert, so weht einem der Staub der Straße ins Gesicht. Ich bin echt dankbar, dass mir Saskia & Lorna (zwei Freiwillige die vor mir in Bariloche waren) geraten haben, alle möglichen Arten von Cremes mitzunehmen, sonst wäre ich wohl schon ausgetrocknet.
Nach dieser kleinen Einführung in das 1×1 des Frühlingswetters in Bariloche will ich nun dort weitererzählen wo ich beim letzten mal hängen geblieben bin.
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Geschrieben am Freitag, 26. September 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Hallo zusammen,
Vom Flug nach Miami kann ich nicht viel erzählen, da ich die meiste Zeit geschlafen habe. Jedoch wenn man beim Landeanflug über die Stadt sieht, sieht man nichts anderes als Gebäude soweit das Auge reicht. Als wir auf dem Flughafen waren erfuhr ich erst, dass wir von dort einen anderen Flug nach Honduras nehmen mussten. Der Flug ging um 19:15 Uhr Ortszeit.
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Geschrieben am Freitag, 26. September 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Hi Leute,
heute hatten wir einen unserer anstrengensten Tage bisher. Ab morgens um 5 Uhr gingen wir unserer alltäglichen Arbeit nach (Küche, Kinder wecken und Andacht, Comodor und Küche reinigen usw.).
Mit Adrian und Viktor haben Janek und ich dann den Vormittag über die Grundpfeiler einzementiert und die letzten Vorbereitungen getroffen, um Morgen bzw. kommende Woche die Plattform, die als Mülldeponie genutzt werden wird, anbringen zu können. Dabei haben wir auch wiedermal ein Stückchen mehr Bräune abbekommen. Am Nachmittag dann wurden wir von ADRA Mexico eingespannt beim LKW / Truck entladen!
Gottes Segen euch allen bei eurer Arbeit.
Und liebe Grüsse,
Kim
Geschrieben am Dienstag, 23. September 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Zu Beginn meiner Reise hatte ich einen 4 Stunden Flug von Sao Paulo nach Bariloche vor mir. Der Abschied von meinen Verwandten hier aus Brasilien ist mir ziemlich schwer gefallen, weil ab diesem Zeitpunkt es keinen Weg mehr zurück gibt und ich mich nun in mein Abenteuer Andere Dienste im Ausland hineinstürze.
Der Anfang war leider alles andere als gut, mein Flug nach Bariloche hatte 2 Stunden Verspätung und so musste der arme Sergio, der Stellvertreter meiner Chefin Victoria (die bis Dezember in Europa verbleibt) bis fast 4 Uhr morgens am Flughafen auf mich warten. Ich habe während dessen sehr gemütlich auf drei Sitzen im Flugzeug geschlafen, welches nicht ganz so voll war. Angekommen am Flughafen war es komisch nicht zu wissen wer einen dort erwartet und vor allem ob er dort noch wartet.
Gefunden haben wir uns mit Hilfe eines Schildes auf dem mein Name stand. Nach einer freundlichen Begrüßung ging es ca. 14 km durch die argentinische Nacht bei 8° bis nach Bariloche. Der Flughafen ist ein gutes Stück von der Stadt entfernt. Habe mich während der Landung schon gewundert, wo denn der Pilot mit uns hin will, denn die Lichter der Stadt waren schon lange hinter uns. (mehr …)
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Geschrieben am Freitag, 05. September 2008 von ADRAlive-Team
Eva ist die Erste, die sich bei uns gemeldet hat. Sie ist gut in Moldawiens Hauptstadt Cisniau gelandet. Sie wird ein Jahr in einem Waisenheim von ADRA Moldawien arbeiten. Die ersten Tage hat sie im ADRA Büro ausgeholfen, da wegen einer Flutkatastrophe im Lande alle Hände gebraucht wurden. Eva schrieb uns „2 Tage lang packten wir Säcke und fuhren die Pakete mit Lebensmitteln und Hygieneartikel ins Katastrophengebiet, um sie an die Menschen zu verteilen. Das macht mir richtig Spaß. Habe das Gefühl, dass ich endlich mal lebe und nicht für mich sondern für die Anderen!“


Wenn auch du dich für Andere einsetzen willst, dann bewirb dich jetzt!
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Geschrieben am Mittwoch, 27. August 2008 von ADRAlive-Team

Aber nicht nur mit Bildern und Erzählungen bekamen unsere neuen Freiwilligen einen kleinen Vorgeschmack auf das Land, in dem sie die nächsten Monate leben werden. Auch kulinarisch wurden sie darauf eingestimmt. Gemeinsam wurden landestypische Köstlichkeiten gekocht und natürlich auch verspeist!
Heute Abend findet im Rahmen eines kleinen Festaktes die Überreichung der Urkunden und die Verabschiedung der Rückkehrer statt.
Wir wünschen allen Freiwilligen, die während der letzten 12 Monate ihren Freiwilligendienst im Ausland geleistet haben, alles erdenklich Gute für die Zukunft, Gottes Segen und bedanken uns für ihren Einsatz und ihre Bereitschaft, ein Jahr Menschen eines anderen Kulturkreises zu dienen und für sie da zu sein.
Euer ADRA-Team!
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Geschrieben am Mittwoch, 20. August 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Ich hoffe es geht euch allen gut und ihr genießt die Urlaubszeit. Habe gehört, dass ihr dieses Jahr einen sehr schönen Sommer habt. Bei mir ist es wechselhaft, mal wolkig und sehr windig und dann wieder schöner Sonnenschein, Temperaturen so um die 20-25 Grad Celsius. Für einige hier aber sehr kalt. Deshalb haben jetzt auch viele eine Erkältung und es geht ein komischer Husten rum. Leider bin ich auch nicht davon verschont geblieben und habe schon seit einigen Wochen gehustet. Dazu kam dann noch Schnupfen. Ich habe so ziemlich alle Hausmittel ausprobiert, die ich kenne und bin echt froh, dass es mir jetzt besser geht.
Ich weiß auch nicht genau, ob es nur das Wetter ist, was die Leute so kränkeln lässt, aber es ist auch sehr trocken, da immer noch Trockenzeit ist und zudem staubig.
(mehr …)
Geschrieben am Montag, 18. August 2008 von ADRAlive-Team
Die nächsten beiden Wochen werden alle Freiwilligen, die ab Sept. 2008 in verschiedenen Ländern ihren Freiwilligendienst beginnen, ein Praktikum und Ausreiseseminar in Darmstadt bzw. Weiterstadt absolvieren.

Wir freuen uns sehr, nun alle Freiwilligen persönlich kennen zu lernen. In den kommenden 14 Tagen werden sie viel über ADRA erfahren, ein Sicherheitstraining absolvieren, spezielle Infos zu “ihren” Ländern erhalten usw. usw.. Es wird eine wichtige und interessante Zeit zur Vorbereitung auf das Jahr im Ausland werden. Natürlich bleibt auch genug Zeit, um miteinander zu quatschen, Spaß zu haben und nicht zu Letzt von den später dazukommenden Rückkehrern tolle Erfahrungen zu hören. Wir heißen alle recht herzlich willkommen und freuen uns auf die gemeinsame Zeit!
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Geschrieben am Freitag, 08. August 2008 von ADRAlive-Team

Als ausgebildete Krankenschwester wird sie das Heri Hospital in Tansania für 12 Monate unterstützen.
Seit 1997 entsenden wir Freiwillige in soziale Projekte nach Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa. Wenn du uns, genauso wie Viola, mit deiner soziale Ader unterstützen möchtest, dann lass uns gemeinsam die “200″ erreichen!
Dein ADRA-Team
Hier geht’s weiter zur Bewerbung!
Geschrieben am Donnerstag, 07. August 2008 von ADRAlive-Team
Dieses Heim ist eine Zufluchtsstätte für Mädchen, die im Kindesalter zwangsverheiratet oder beschnitten werden sollten. In der angegliederten Schule erhalten sie eine Ausbildung, um ihr Leben später selbständig führen zu können.
Die Zusammenarbeit zwischen ADRA Deutschland und dem Heri Krankenhaus im Südwesten Tansanias besteht seit 2004. Sieben deutsche Krankenschwestern unterstützen seitdem das Krankenhaus für jeweils 12 Monate oder länger. Zwei davon sind aktuell vor Ort. Beide Seiten freuen sich über die tolle Zusammenarbeit und über noch mehr Freiwillige, die sich in Zukunft für dieses Projekt einsetzen wollen.


Hast Du Interesse an diesen Projekten? Dann geht’s hier zur Bewerbung!
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Geschrieben am Mittwoch, 30. Juli 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

An dieser Stelle möchte ich mich noch mal ganz herzlich für all die lieben E-Mails bedanken, die ich immer wieder erhalten habe, ein besonderer Dank geht an Frau Neise und Susi und an alle Freunde und Familienangehörige ( die mich auch finanziell unterstützt haben).
Einen ganz besonderen Dank schicke ich aber nun himmelwärts, denn dass ich dort in Mexiko sein durfte, nicht einmal richtig krank war, und einen Haufen neue wunderbare Freunde gewonnen habe… die zur weltweiten großen Adventistenfamilie gehören… und im Grunde von der ersten bis zur letzten Minute beschützt und behütet wurde und hier wieder gesund gelandet bin, verdanke ich einzig und allein dem lieben Gott… der mich mit “seinen Augen leitet” (Psalm 32,8) so wie jeden von uns… ER ist einfach nur gut… egal was passiert… bei ihm ist nichts unmöglich…
Vielleicht zum Schluß noch eine von meinen direkten Erfahrungen mit ihm… die zeigen soll, dass wir Gott wirklich im Gebet um alles bitten können…
Geschrieben am Donnerstag, 10. Juli 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Mein Geburtstag war ein Sabbat und außerdem Abschluss einer Evangelisation in Matiaso, das ist eine halbe Stunde von hier entfernt. Der Chor sollte singen. Die ganzen Leute mussten aber auch erstmal transportiert werden. Es ist leider nicht so einfach wie in Deutschland, dass sich jeder in sein Auto setzt und Entfernungen kein Problem sind. Also wurde ein Dala Dala organisiert (das sind die öffentlichen Kleinbusse hier) und dann haben sie noch den Lorry geschickt. In dem dürfen eigentlich nur drei Leute im Führerhaus mitfahren und hinten ist Ladefläche, aber diesmal war es eine Ausnahme und alle Pfadfinder wurden aufgeladen. Das war natürlich ein Abenteuer. Ich bin weder im Lorry noch im Dala Dala mitgefahren, sondern in Dr. Roceros komfortablem Landrover. Ja, ja, ich weiß: „Die weißen haben wieder Sonderstatus, wie in allem hier“, aber für die anderen ist es normal. Ich wär auch im Dala Dala mitgefahren, aber Rocero hat uns das Angebot gemacht.
Es war ein ganz normaler Gottesdienst, der draußen stattgefunden hat. Noch vor dem Mittagessen war eine Taufe von 25 Leuten!. Die war schon spezial.
Geschrieben am Freitag, 04. Juli 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Die Zeit vergeht hier echt schnell und ich kam leider bis jetzt noch nicht dazu euch die nächste Rundmail zu schreiben. Dazu kommt auch noch, dass wir letzte Woche keinen Strom hatten, weil es einen Kurzschluss gab und die Elektrik durchgebrannt ist. Wir hatten dann für 3 Tage keinen Strom. Weil es abends dann schon um sieben dunkel wird, bin ich auch ziemlich zeitig zu Bett. Und zur Zeit arbeite ich auch ziemlich viel auf Station und war letzte Woche die meiste Zeit alleine auf Schicht. Da hatte ich schon manchmal ganz schön Stress und war ziemlich geschafft, wenn ich von der Arbeit kam. Dazu kam noch, dass jemand krank geworden ist und ich die Schicht übernehmen musste. So habe ich am Samstag von Früh bis Abends gearbeitet. Ich weiß, dass ihr auch viel Stress habt, deshalb höre ich auch jetzt auf zu lametieren.
Ich hoffe es geht euch allen gut. So langsam zieht auch hier Alltag in mein Leben ein und ich gewöhne mich an vieles. Deshalb muss ich auch erst mal überlegen, was ich euch alles berichten kann.
Geschrieben am Freitag, 04. Juli 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Es ist nun schon wieder eine Weile vergangen, seid ihr das letzte Mal von mir gehört habt und deshalb höchste Zeit euch zu schreiben. Muss erstmal kurz überlegen, was in der Zwischenzeit alles so passiert ist. Ich bin nun schon über 2 Monate hier. Kaum zu glauben. Dafür ist mein Swahili noch ziemlich dürftig, aber ich lerne (wenn ich Zeit habe). Im Englisch sprechen bin ich jetzt schon geübt. Es war für mich sogar anfangs schwer wieder deutsch zu sprechen, als Maleika wiederkam. Kaum zu glauben. Aber es ist schon schön sich mit jemandem in seiner Muttersprache unterhalten zu können.
Ja mit Maleika, meiner Mitbewohnerin, verstehe ich mich echt gut und darüber bin ich froh. Wir kochen immer zusammen. Das ist echt lustig und ich muss sagen, dass es echt Spass macht. Und es ist echt schön, das Haus mit jemandem zu teilen. Ihr Ehemann wird wahrscheinlich auch versetzt und bald nach Heri kommen. Er ist Pastor und hat bis jetzt in Mwanza gearbeitet. Das ist eine Tagereise oder mehr mit dem Bus von hier entfernt. Für sie beide ist die Trennung natürlich nicht schön, vor allem weil sie frisch verheiratet sind und die Zeit gern gemeinsam verbringen wollen. Das wird hoffentlich auch bald werden. Ich weiß zwar nicht, wie lang sie dann noch mit mir in einem Haus wohnen werden, aber ich denke vielleicht schon noch ein Stück bis ein Haus oder Wohnung renoviert wird.
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Geschrieben am Freitag, 04. Juli 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Ein herzliches Hallo an mein fleißiges Lesepublikum,
Als ich heut früh aufgestanden bin und die Sonne auf meinem Gesicht gespürt habe, hab ich gleich gute Laune bekommen. Und so kann ich meinen freien Tag doppelt genießen und habe das Frühstück im Freien so richtig genossen. Ich habe die Nachtschichten gut überstanden. Es waren drei am Stück. Wir hatten in der Zeit sehr wenig Patienten und so war nicht viel zu tun. Der Pfleger von der Männerstation hat mich alle drei Tage zum Abendessen nach Hause zu seiner Frau eingeladen. Ich finde es so toll, wie gastfreundlich hier alle sind und man ist immer herzlich willkommen.
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Geschrieben am Donnerstag, 03. Juli 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Ich kann es kaum glauben, dass ich schon fünf Wochen in Tansania bin. Die Zeit vergeht echt schnell, aber ich genieße sie. Meinen letzten Rundbrief habe ich vor 2 Wochen geschickt. Ok, ich kann euch nicht versprechen, ob ich diesen 2 Wochen Rhythmus einhalten kann, aber ich denke einmal im Monat werdet ihr schon was von mir hören.
Ich hoffe euch geht es allen soweit ganz gut. Ist bei euch jetzt endlich der Frühling eingekehrt? Die letzten Tage hier hat es sehr viel geregnet, aber ansonsten kann ich mich nicht über das Wetter beklagen. Anfang Mai wird die Regenzeit dann hier auch aufhören. Dann werde ich mich wahrscheinlich wieder nach Regen sehnen.
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Geschrieben am Donnerstag, 03. Juli 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Ich mag die Menschen hier. Es ist vor allem faszinierend, dass sie den ganzen Tag erzählen können, ich weiß zwar nicht über was, weil ich es leider (noch) nicht versteh, aber toll. Wenn irgendeine Entscheidung gefällt werden muss, dann dauert das meistens sehr lange, weil jeder seine Meinung loswerden muss. Manchmal wundere ich mich, was es da zu diskutieren gibt, weil es für mich klar ist. Deshalb dauern die Sitzungen auch meistens sehr lange, beginnen aber meist nie pünktlich, weil die Tansanier es nicht so mit der Uhrzeit haben. Ja, da kann man sich schon schnell dran gewöhnen, aber bisher war ich eigentlich meistens ziemlich pünktlich. Die Leute hier sind auch ein sehr gemütliches Volk und machen sich keine Hektik. Ich denke jetzt grad an die lieben Kollegen im Krankenhaus und den Stress, den sie meistens haben. Ich finde es schon schön, wenn es etwas ruhiger zugeht, aber auch nicht zu ruhig.
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Geschrieben am Donnerstag, 03. Juli 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Danke für die vielen E-mail, die ihr geschrieben habt und dass ihr so an mich denkt. Das ist echt total lieb und tut mir gut. Ja, die Eingewöhnungsphase ist meist nicht einfach und ich brauch da auch ein Stück länger, aber ich hoffe, dass ich mich hier bald wohlfühlen werde.
Bevor ich eure Fragen vergesse, beantworte ich sie lieber gleich:-) Ihr müsst 2 Stunden vorrechnen, wenn ihr an mich denkt
Die Zeitverschiebung ist OK. Deshalb hatte ich auch keinen Jetlag.
Das Wetter ist wechselhaft, dass heißt es regnet und dann scheint mal wieder die Sonne. Es vergeht aber eigentlich kein Tag ohne das es mal regnet. Manchmal auch ganz schon heftig. Deshalb mussten wir auch unseren Marktgang am Donnerstag verschieben. Die Temperaturen liegen so um die 22 Grad, manchmal auch etwas kühler. Zeitweise friert es mich auch in T-shirt und ich bin froh, dass ich mir einen Pullover mitgenommen hab. In Dar ist es im Gegensatz dazu sehr heiß. Das liegt aber auch an dem Höhenunterschied. So ist für mich die Umstellung auch nicht so schwer.
Das Krankenhaus liegt in einem kleinen Dorf. Zum nächsten Dorf musst du ca. 15min laufen. Dort ist auch der Markt.
Geschrieben am Donnerstag, 03. Juli 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Am Dienstag Abend bin ich endlich gut im Heri Hospital angekommen. Soviel Neues auf einmal hatte ich schon lange net mehr und man kann gar net alles aufnehmen.
Der Flug allein war schon echt spannend. Sonntag abends auf dem Frankfurter Flughafen wollte ich grad einchecken, da sperren sie den ganzen Bereich der Airline und schließen die Schalter. Wahrscheinlich hatte irgendein koffer undefinierbare Dinge geladen. Als wir dann wieder einchecken konnten, standen wir natürlich wieder ziemlich weit hinten. Dann war mein Handgepäck zu schwer und so musste ich noch Sachen in den Koffer packen. Schließlich saß ich dann irgendwann glücklich im Flugzeug. Neben mir saß ein junger Mann, 28 Jahre, der schon am Check in hinter mir stand. Ich fand es ganz lustig mit ihm, weil er auch erst das erste Mal mit so einer großen Maschine fliegt. Da waren wir wenigstens beide Anfänger. Leider konnte ich ziemlich schlecht schlafen, weil die Sitze doch irgendwie unbequem waren und es außerdem echt eng war. Aber anderen ging es ähnlich wie meinem Nachbar.
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Geschrieben am Donnerstag, 03. Juli 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Wir Freiwilligen Mädels wohnen zusammen in einem Apartment je zu zweit zusammen und haben jeweils unser eigenes Badezimmer mit teilweise warmem Wasser, das kommt dann immer auf die Uhrzeit drauf an, man sollte möglichst Mittags oder am frühen Abend duschen, aber da es jetzt tagsüber schon richtig heiß ist, tut so eine kalte dusche eigentlich wirklich mal gut! Für alle die das noch nicht wissen, seit Januar oder Februar, gebe ich Englischunterricht in der Grundschule erste und zweite Klasse. Das macht mir wirklich Spaß und inzwischen bin ich auch schon etwas gelassener, wenn alle rumrennen und schreien. Kommt natürlich nicht immer vor. Die Kids sind auch wirklich süß und es gibt auch einige die lernen tatsächlich was!
Geschrieben am Donnerstag, 03. Juli 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Das war alles eine spannende Zeit, weil irgendwie so viele zeitgleich plötzlich weg wollten. Daher haben Natalie und ich dann die großen Mädels plötzlich alleine gehabt und das birgt viele Probleme und Gefahren! Die großen Mädels sind die größten Problemkinder des ganzen Heimes und die wollen uns natürlich nicht respektieren und so, kann ich auch verstehen, wir sind ja auch eher so was, wie große Schwestern für die.
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Geschrieben am Mittwoch, 02. Juli 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

nur unser Hotelzimmer hat ein wenig gestunken. vor Allem das Bad, aber die Stadt war bombig, wir waren echt viel shoppen. Ansonsten waren wir hier noch am Strand und haben uns Filme angeschaut auf Englisch, weil die hier irgendwie auch amerikanische Sender empfangen. Wir haben auch deutsches Fussball geschaut irgendwie Schalke gegen Hamburg und haben dabei gemerkt, dass es bei euch ganz schön kalt sein muss, weil die armen Menschen doch glatt Winterjacken an hatten. Hier ist immer noch kein Herbst in Sicht, hier ist es am späten Nachmittag ungefähr so kalt, wie bei uns am heißesten Sommertag mittags.
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Geschrieben am Mittwoch, 02. Juli 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Letzte Woche war ich die ganze Woche in der Küche das war schon viel, und wir wollen uns jetzt immer Halbtags abwechseln, damit man nicht so fertig und überanstrengt ist. Ich war letzte Woche auch krank und hatte solche dollen Halsschmerzen, dass ging echt gar nicht. Daraufhin hab ich dann Knoblauch gelutscht, so ein Geheimrezept meiner Mutter und die Köchin hat mir auch noch ihren Geheimtipp verraten frischer Limonensaft mit Knoblauchstückchen, am nächsten Tag war das dann besser aber leider war es am übernächsten wieder schlechter und am Freitag bin ich dann mit einer richtigen Kehlkopfentzündung aufgewacht, so dass ich dachte jetzt hilft alles nicht mehr, und ich geh besser gleich zum Arzt. Praktischer Weise gibt es hier auf dem Campus einen der auch nichts kostet, der hat mir dann Antibiotika und so einen Saft mitgegeben und dem Pastor eine Rechnung geschrieben. Das Zeug hat echt Wunder gewirkt, so schnell war ich noch nie wieder gesund und jetzt fühle ich mich wieder richtig fit. Zwischenzeitlich dachte ich ja ich wäre zu einem elendigen Tod im fernen Mexiko verurteilt oder müsste Not eingeflogen werden (die Alternative fand ich gar nicht so schlecht;-)), aber nein, ich bin ganz einfach und langweilig nur wieder gesund geworden.
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Geschrieben am Mittwoch, 02. Juli 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Hallo VIPs,
ich wollt mich mal wieder melden,
es hat sich schon wieder so viel
hier verändert…
und darüber muss ich euch
doch mal informieren.
Seit fast einer Woche sind wir mit Sack und Pack ins Collegio nach Navochoa gezogen… letzte Woche Donnerstag, das heißt eigentlich nicht ganz alle, sondern die kleinen Jungs, sozusagen meine Jungs haben eine Zeit lang im Hotel gewohnt, weil die noch zu klein sind und die wohnen jetzt in 5 de Junio… das ist ein Dorf hier in der Nähe und da hat der Pastor so ein Haus aufgegabelt…. Das Haus ist leider ein bisschen unwohnlich, am Sonntag haben wir da alle mächtig geputzt und aufgeräumt, aber es gibt immer noch keine Toiletten und Duschen und das ist mit Kindern echt doof, ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht wie die das da machen… ich wohne nämlich direkt im Collegio in dem Internat mit unseren älteren Mädels… zusammen mit Nereida, einer voll netten 21 jährigen mit Baby. Ihr Mann wohnt bei den Jungs und deswegen spiele ich auch manchmal das Kindermädchen;-))
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Geschrieben am Mittwoch, 02. Juli 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Wir sind aber trotzdem sehr froh, dass wir jetzt da sind. Es ist auch recht nah an dem Stadtzentrum, ich kann also öfters mal ins Internet. Wir werden dort wahrscheinlich so einen Monat bleiben. Hoffentlich nicht länger, die Kinder werden auf die Schulen in der Stadt gehen und anders als erwartet werden wir das Heim nicht mehr aufbauen und wahrscheinlich doch direkt nach Navochoa in das halbfertige Heim ziehen. Aber das kann halt noch dauern. Die Toiletten funktionieren in dem Haus nicht so gut, aber wir werde versuchen alles zu reparieren, immer hin haben wir fließend Wasser und duschen. Ich hab heute schon Wäsche gewaschen, natürlich mit der Hand, das ist ganz schön viel Arbeit und ich bin das auf jeden Fall nicht gewohnt, aber das kommt. Ansonsten hab ich jetzt gehört, dass wahrscheinlich oder vielleicht eine Cholera und Dengue Epidemie kommen wird. Ich weiß’ nicht wie sicher, aber das kommt von den Überschwemmungen. Schon allein deswegen können wir auf gar keinen Fall zurück in unser Heim!!! Bitte betet, dass niemand von uns krank wird.
Ansonsten, weiß ich auch noch nicht mehr, wir müssen noch warten, bis sich alles etwas gesetzt hat, was jetzt auf uns zukommt, wahrscheinlich einfach überall helfen, wo es geht.
Danke, dass ihr mir immer so viel schreibt, dass ist immer so richtig schön heimatlich am PC zu sitzen und erstmal eine halbe Stunde zu brauchen um alle Mails lesen zu können, hinterher bin ich immer richtig froh und ermutigt!
Seid ganz lieb gegrüßt ich denk an euch,
eure Hanna
Geschrieben am Mittwoch, 02. Juli 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em


Wir sind jetzt undgefähr schon eine Woche in dem Haus und alles hat sich ein bisschen geregelt. Wir waren auch noch ein paar mal im alten Heim und haben Sachen geholt. Daher sind meine Sachen jetzt alle hier, das ist total toll. Einmal bin ich auch mit gefahren ins das alte Heim, das ist echt ganz schön krass, der Schlam stand einen Meter hoch und wir hatten dann die Ehrenvolle Aufgabe, Tische zu putzen und von dem Schlam zu befreien, der ja zu einem bestimmten Prozentsatz aus Schei…. besteht, aber es war gar nicht so ekelig, weil man nicht immer daran denkt
Geschrieben am Mittwoch, 02. Juli 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Mit beinahe meine ich, dass mir meine ans Herz gewachsenen Freunde, Arbeitskollegen und Gasteltern dabei geholfen haben. Freunde hatte und habe ich in Kirgisien ganz viele. Um es Genauer zu sagen: Die ganzen Jugendlichen aus den Gemeinden. Sie waren alle immer Nett zu mir. So eine Gastfreundschaft habe ich noch nie in meinem Leben zuvor erlebt!
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Geschrieben am Mittwoch, 02. Juli 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Ein ganz liebes Hallo an alle…
Nach dem Abendessen bin ich am Sonntag noch ins Haus 2 gegangen, um mich von den Kindern zu verabschieden (falls ich sie am nächsten Morgen nicht mehr sehen sollte). Natürlich bin ich sofort bei meinem kleinen Liebling Tomás hängen geblieben. Als ich meinte, dass ich am nächsten Tag schon gehen muss, sagte er, dass ich nicht weggehen soll und kuschelte sich an mich. Irgendwann fing er zu weinen an und dann konnte ich auch nicht mehr. Panchito kam auch noch dazu und dann nahm die Tränenflut kein Ende mehr. Immerhin wurden so wenigstens die Pflanzen vom Kinderheim gewässert.
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Geschrieben am Montag, 30. Juni 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Ich brauche noch ein bisschen Zeit mich hier wieder ein bisschen einzuleben. Ich wollte euch erzählen noch von meinen letzten Erfahrungen die ich mit dem Hurrican machen durfte, da einige noch gar nicht wissen, wie das ausgegangen ist. Nachdem wir ja das Boot, das uns zu den Inseln bringen sollte verpasst haben, sind wir in eine Unterkunft gekommen, und dort als wir uns endlich eingerichtet hatten und uns dann einen Platz zum Bibelstudieren suchten, da sah ich im Vorbeigehen einen jungen Mann sitzen, der vor sich die Bibel aufgeschlagen hatte… wow! Ich war begeistert, habe dann sofort umgedreht und ihn gefragt was er denn da studiert: „Ich lese gerade Johannes!“ Wow, ich war feuer und flamme, da gibt es doch wirklich jemanden, der seine freie Zeit sinnvoll nutzt und die Bibel liest. Also habe ich ihn gefragt ob er denn nicht lust hätte mit uns zusammen ein bisschen die Bibel zu studieren, er willigte sofort ein, und somit hatten wir eine wunderbare Unterhaltung über einige sehr spannende Themen.
Auch ein älterer Mann der dort angestellt war kam dazu, er war überwältigt, er meinte das er schon seit 7 Jahren hier arbeitet, aber das noch nicht einmal erlebt hat, das Menschen kommen und die Bibel studieren, er war hin und weg. Auch der junge Mann fing an zu erzählen, das er das noch nie erlebt hat, sonst wird er immer nur gefragt nach Disco oder Party oder sonst was, auch er war sichtlich Überrascht, und am Ende unseres Gespräches haben wir ihm einige Gigabyte an Predigten da lassen dürfen, dank sei dem Herrn!! Somit hatten wir eine sehr gesegnete Zeit, und Jodi und ich wussten schon dort warum wir das Boot verpasst hatten und jetzt hier an diesem Ort sind, aber das sollte noch nicht alles sein.
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Geschrieben am Montag, 30. Juni 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Mein Jahr geht langsam zu Ende und ich werde bald wieder nach Hause kommen. Ich arbeite bis zum 13. Juni und danach habe ich Ferien. Ich werde also meine Zeit selber bestimmen und unabhängig von Personen sein, die sonst größtenteils über meine Zeit bestimmt haben. Ich habe euch ja in der letzten Mail geschrieben, wie so meine Arbeit aussieht. Mittlerweile habe ich einen ganz anderen Zeitplan. Es ist schon komisch, mein Arbeitsplan hat sich ziemlich oft verändert, manchmal sogar am frühen Morgen des jeweiligen Tages. Ich bin dann um etwa 8 Uhr angerufen worden und mir wurde mitgeteilt, wo ich was zu arbeiten habe. Jetzt ist meine Arbeit ziemlich anders als vorher. Ich arbeite jeden Morgen in der Bäckerei und zaubere leckere Dinge und mein Frühstück, grins, mit dem Bäcker zusammen auf den Tisch. Es ist wirklich eine schöne Zeit, aber ich vermisse den Kontakt mit meinen Schulkindern. Ich meine, diese Gruppe habe nur ich unterrichtet und ich habe eine sehr enge Beziehung zu diesen Kindern gehabt. Aber mehr mache ich mir Sorgen, wie sie das verkraften, schließlich müssen sie jetzt ohne Davíd auskommen. Aber das liegt nicht in meinem Entscheidungsbereich und wenn Gott es so will, dann wird er den Leuten helfen, dies so zu tun. Ohne seine Genehmigung geschieht auf der Welt überhaupt nichts. Ja, es ist schon toll ihn bei sich zu haben.
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Geschrieben am Montag, 30. Juni 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
So, da ich nun langsam wieder fit bin, gehe ich wieder zu den Kindern. Es macht echt Spaß mit ihnen zusammen zu sein. Ich kann es echt gut mit ihnen aushalten. Ich wusste ja in Deutschland nicht ganz, ob ich mit den Kindern so gut klar kommen werde. Klar, auch in Deutschland habe ich Kinder beschäftigen können, aber das sind auch ein wenig andere Umstände. Normalerweise kenne ich ja die Familie oder auch die Kinder selbst schon eine längere Zeit. Da weiß man, mit was man rechnen darf. Aber das hier geht sehr gut und ich habe viel Spaß mit den Kindern zusammen.
Eine kleine Sache möchte ich doch noch erwähnen. Da ich ja krank war, bin ich am Montag und am Dienstag nicht bei den Kindern gewesen. Saskia schon und sie hat mir erzählt, dass eins der Kinder nach mir gefragt hat. Er ist ein netter, wilder Bursche und wir haben schon einige Sachen zusammen gemacht. Als ich dann am Mittwoch wieder kam, meinte er zu Saskia, dass er für mein Gesunden gebetet hat. Ich fand das echt rührend, dass selbst diese Kinder, die so gut wie alle keine Adventisten sind beziehungsweise aus einer Adventistenfamilie kommen, so an Gott glauben.
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Geschrieben am Montag, 30. Juni 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Hier meldet sich wieder der Streuner. Ich habe mich so langsam eingelebt. Nur das mit dem Schlafen bekomme ich noch nicht ganz so hin. Ich wache immer so gegen 3 Uhr auf, nach deutscher Zeit wäre das dann 8 Uhr. Dabei gehe ich doch erst um 22 Uhr Ortszeit ins Bett. Ich weiß auch nicht, was da so los ist mit mir. Aber ich habe trotzdem genug Energie um den ganzen Tag durchpowern zu können. Ihr kennt mich ja, ein bisschen Schlafmangel kann mir doch nichts ausmachen.
Das mit 3 Uhr stimmt nicht mehr ganz, es ist jetzt noch ein wenig früher. Um diese Zeit bin ich in Deutschland ab und zu gerade erst ins Bett gegangen und hier wach ich schon zu dieser Zeit auf. Tja, Sachen gibt’s. Da sollte ich diese Zeit doch sinnvoll verwenden und versuche, da nun meine Andacht zu machen. Ich denke, dass das klappen wird.
Bei uns hat es nun wieder angefangen zu schneien und dadurch ist das Wetter noch kälter geworden. Ich bin davon zum Glück nicht so betroffen, denn ich bin im Centro im Haus. Aber Matze und Joao sind auf der Baustelle und denen ist dann schon richtig kalt.
Da die Leute hier ziemlich schnell eingeschneit sind, wenn sie aus dem höher gelegenen Teil Bariloches kommen, haben wir am Montag nicht Volleyball spielen können. Aber ich habe dafür die Halle besichtigt. Eine ganz neu gebaute mit allem möglichen Komfort. Wir haben das Spiel dann einfach um zwei Tage verschoben und ich habe gestern abend, für euch gestern früh, mit Matze, Alejandro und Adrian zusammen gespielt. Es hat voll Spaß gemacht, aber ich habe gespürt, dass mir ein wenig Schlaf fehlt. Die Halle war echt gut zu bespielen, aber der Boden ist aus Holz. Es ist zwar gefedert, aber trotzdem hart. Ich habe mir in meiner Herumfliegerei natürlich den Arm angeschlagen und leicht aufgeschürft. Aber Spaß muss sein.
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Geschrieben am Montag, 30. Juni 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Das ist die Frage, die man sich häufig stellt nach dem man die Schulpflicht abgeleistet hat! Rückblickend war für mich die Schulzeit mit ihren Höhen und Tiefen eine sehr schöne und diente mir als Anlauf für den Sprung in die ominöse Freiheit. Die Wahrheit ist, dass man nun die Freiheit hat, sich für eine andere Verpflichtung zu entscheiden! Was an sich ja nichts Schlechtes ist, denn Pflichten demütig zu befolgen ist der Schlüssel zu einem edlen Charakter. Wiederum durch den Charakter zeichnet sich schließlich eine Person aus.
Also, mein Ratschlag an alle Schulabgänger ist, dass man keine Furcht vor der Qual der Wahl haben muss.
Nachdem man nun in den Schulen eine solide Bildungsgrundlage gelegt bekommen hat, wächst natürlich das Interesse der Welt mit diesem Potential zu dienen. Dies kann durch alle Art missionarischer Tätigkeit bewirkt werden. An dieser Stelle sollte Mission genauer definiert werden. In meiner Vorstellung haben Missionare immer folgendes Bild ausgelöst: Es sind starke und mutige Helden, die vor nichts zurückschrecken. Sie brauchen einfach den Nervenkitzel, um ihr Leben aufregender zu gestallten.
Doch mein Bild wurde Schritt für Schritt zu Recht gerückt. Zwar sah ich mich als Christin dazu verpflichtet den Menschen zu helfen und zu dienen, wobei ich gleichzeitig Angst hatte, ein zu großes Opfer bringen zu müssen oder ein Burnout zu erleiden. Doch dann erlebte ich, wie David Gates, als er in meiner Schule, Bogenhofen zu Besuch war, von seinen Erfahrungen mit Gott im Missionseinsatz in Venezuela berichtete. Da habe ich zum ersten Mal verstanden, was der Bibeltext in Matthäus 28.16-20 eigentlich besagt. Es geht um die Tatsache, dass jeder aufgerufen wird Mission zu betreiben in vielfältiger Art und Weise und die Quelle der Kraft ist Gott selbst. „Und Jesus trat zu ihnen und redete mit ihnen und sprach: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden. Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern…“ (V.18). Nicht außer Acht gelassen, dass Jesus diesen Auftrag mehrere Male wiederholte, sondern darüber hinaus sind es die letzten Worte, die er an die Menschheit richtete!
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Geschrieben am Donnerstag, 28. Februar 2008 von ADRAlive-Team

An diesem Wochenende konnten die Teilnehmer Genaueres über ADRA und den Freiwilligendienst erfahren und zudem ihre Fragen loswerden. Diese Zeit sollte auch dazu da sein, die Entscheidung für ein Freiwilligen-Jahr im Ausland zu festigen und sich gegenseitig kennen zu lernen.
Besonders gefreut haben wir uns darüber, dass zwei ehemalige Freiwillige dabei waren und ihren zukünftigen “Kollegen” einiges von ihren Erfahrungen und ihrem Wissen über ihr Jahr im Ausland weitergeben konnten.
Möchtest auch du dich ein Jahr im Ausland einsetzen? Dann bewirb dich jetzt!
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Geschrieben am Mittwoch, 12. September 2007 von "weltwärts"-Freiwilliger/em


bis es an der Tür klopfte und einige Mädels aus dem Wohnheim gefragt haben ob wir mit Fußball spielen wollen und da kamen alte Leidenschaften wieder hoch. Also habe ich mich schnell angezogen und wir haben zuerst im Flur gespielt und da ging es schon ganz schön ab… Irgendwann kam dann aber jemand auf die Idee nach draußen zu gehen und ein bischen im Regen und Sturm zu spielen und das war wirklich ein Knaller. Ich konnte mit meiner deutschen Spielleistung überzeugen und darf jetzt jeden Donnerstagabend und Samstagabend beim Frauenfussball mitspielen. Juhu!!!
Die Mexicaner sind unglaublich sportlich, wenn sie nicht gerade übergewichtig sind.
An einem Abend haben wir Volleyball gespielt. Ich dachte ach das ist bestimmt entspannt. Aber nix war. Ich habe nur noch Bälle fliegen sehen… da konnte ich nich überzeugen. Aber ich übe jetzt und dann gehts los…
Eure Anne
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Geschrieben am Dienstag, 11. September 2007 von ADRAlive-Team

Sarah:
„Ich möchte mich bei ADRA bedanken für diese Möglichkeit ein FSJ zu machen. Ich finde es wirklich toll, dass es solch eine Gelegenheit für junge Menschen gibt. Es hat mir sehr gut gefallen und ich bin sehr froh, dass ich dieses Jahr erleben durfte und so viele Erfahrungen sammeln konnte“.
Anita:
„Ich danke ADRA und allen Mitarbeitern für die Möglichkeit dieses Jahres in Mexiko. Ich bete für euch und eure weitere Arbeit mit den nächsten Freiwilligen. “
Anja:
„Danke ADRA für die Chance einen so interessanten, gesegneten Lebensabschnitt erleben zu dürfen. Te quier“
Willst auch du ein FSJ im Ausland machen und dabei tolle Erfahrungen sammeln, dann bewirb dich jetzt!
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