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Mexiko: Abenteuer Universitäts-Alltag



Diesen Artikel drucken Geschrieben am Mittwoch, 17. Juli 2013 von ADRAlive-Team

Ein Bericht der ADRA “weltwärts”-Freiwilligen Constanze über ihre bisherigen Erfahrungen in Mexiko

Hineinspaziert ins abenteuerliche Universitätsleben, hier auf dem Campus von Montemorelos, Mexiko. Gerade zu den Semesterzeiten wimmelt es hier nur so von scheinbaren Spaziergängern. Doch bei genauerem Hinsehen stellt man eine Vielfalt an Fakultätskleidung fest – und jeder eilt zu seiner aula, zu seinem Hörsaal bzw. dem Klassenzimmer. Auch ich muss mich ranhalten und zum Unterricht. Ja, hier muss man manchmal einen Zahn zulegen, wenn man noch etwas Vorbereitungszeit in Anspruch nehmen möchte. Dabei schwingt auch gleich noch das exotische Essen im Magen mit. Im Handumdrehen habe ich das Sprachinstitut erreicht, jetzt schnell den schweren Laptop im Lehrerzimmer ablegen, aus der Tasche nehmen und an die Steckdose anschließen … puh, alles noch rechtzeitig erreicht.

Aber „wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“- auch ich muste diese Binsenweisheit schon in meinem Unterricht anwenden, denn mit der Pünktlichkeit will es bei dem einen oder anderen einfach nicht klappen. Morgens und am frühen Adend unterrichte ich Englisch für Fortgeschrittene – eine wirklich nette Herausforderung für mich. Es ist eine Arbeit, die nicht nur profitabel und lehrreich für den Studenten ist, sondern auch für denjenigen, der den Unterricht abhält. Durch die Vorbereitungszeit auf den Unterricht hatte auch ich schon viele Aha-Effekte. Manche noch unklare Sache aus der eigenen Schulzeit konnte korrigiert werden. Auch ist der Perspektivwechsel ein ausschlaggebener Punkt zum besseren Verständnis. Denn jetzt stehe ich selbst vor einer erwartungsvollen Klasse und hoffe auf gute Resonanz. Der mexikanischen Lebenseinstellung sei es gedankt, dass nicht alles so furchtbar ernst und genau genommen wird. So musste ich auch lernen, dass sich die Schüler oder Studenten im Unterricht prinzipiell nicht melden, sondern entweder still sind, oder eben hineinrufen. Das hatte auch schon zur Folge, dass ich dreizehn Schülern gleichzeitig zuhören durfte – aber meine Intuition sagte mir, dass da noch etwas zu machen ist. Und tatsächlich: meine Studenten haben es letztendlich auch geschafft, sich zu melden.

Nach Unterrichtsende ging es einmal pro Woche zum Servicio Comunitario, so etwas wie gemeinnützige Arbeit, in der wir ins Pueblo, ins Dorf, fuhren, um Bedürftigen zu helfen – auch für diejenigen, die der spanischen Sprache nicht so mächtig waren eine ideale Plattform zum Lernen, Üben und zum Begegnen der Menschen in ihrer Umgebung. In den Häusern und draußen hatte ich besonders bei einem älteren Herrn, gemeinsam mit meinem Team, die Aufgabe und das Privileg, Zeit für Gespräche, zum Reinigen und zum Lobpreis zu verbringen. Dabei musste ich erst einmal über den Schatten der Berührungsangst zu springen. Eine ausgesprochen segensreiche Zeit.

Um den Hunger zu stillen, bietet sich der Comedor, die Mensa, an – nicht nur zum leiblichen Wohl, sondern auch zum geistlichen und geistigen kann man seine „Mahlzeiten“ finden. Für mich bot sich zudem die Gelegenheit, selbst bei der Essensvorbereitung mitzuhelfen – dort kann man sich mit seinen Arbeitskollegen austauschen, die Fremdsprache üben und neue Freundschaften schließen.

Es bieten sich neben der festen Arbeit aber immer wieder andere Möglichkeiten an, sich einzusetzen, Neues zu erlernen – so beispielsweise auch eine Anfrage die ich erhielt, Telefonate mit Pastoren in den karibischen Ineln für ein Projekt zu führen. Da kommt wieder die Spontanität der Mexikaner ins Spiel – und auch eine gewisse Gelassenheit, dass das alles schon irgendwie klappen wird.

Das Leben als Freiwillige/r ist in allem sehr behütet, dazu tragen die Mauern, Zäune und das Sicherheitspersonal sicher ihren Teil bei. Das Essen ist köstlich, wenn zu Anfang auch gewöhnungsbedürftig, exotische Früchte und scharfe Gewürze verfeinern den Aufenthalt. Selbst für sportlich aktive misioneros gibt es die Möglichkeit, sich auf dem Sportplatz oder in der Halle auszutoben. Nicht nur spezifische Aufgabenbereiche und spannende Erlebnisse erwarten einen hier in Montemorels, auch der persönliche Wachstum und das Brückenbauen zu dem Gastland  spielen eine wichtige Rolle.

Meine bisherigen neun Monate habe ich sehr genossen und erwarte mit großer Spannung die letzten zwei Monate mit Gottes Führung und Wegweisung für diese Zeit.

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1 Jahr bei den Kindern in Moldavien



Diesen Artikel drucken Geschrieben am Mittwoch, 03. Juli 2013 von ADRAlive-Team

Ein Bericht des ADRA “weltwärts”-Freiwilligen Franz über seine bisherigen Erfahrungen in der Republik Moldau

Ich möchte gar nicht erst anfangen davon zu schreiben, wie schnell die Zeit hier in Moldova vergeht. Wie verschieden sind doch die Gefühle, zu sagen: „Wir sind schon 3 Monate hier“ oder „Jetzt sind es nur noch 3 Monate, bis wir wieder in Richtung Heimat aufbrechen“. Eigentlich müsste ich in Richtung erste Heimat schreiben, denn die zweite Heimat habe ich hier im Osten Europas gefunden.

Wenn ich morgens aufstehe und nach dem Frühstück aus dem Haus gehe, zeigt das Thermometer schon 20 Grad an. Im Mai explodierte der Frühling in allen seinen Farben – einfach wunderschön.

Als Auslandsfreiwilliger könnte man jeden Abend irgendeine Geschichte über die Arbeit erzählen und auch wenn es sich für manch anderen vielleicht nicht immer nach Abenteuer anhört macht doch der Alltag die meiste Zeit eines solchen Aufenthalts aus. Genau um diesen Alltag geht es. Genau diesen Alltag heisst es, im Kinderheim zu gestalten. Die eigenen Stärken und Interessen können einem in vielem behilflich sein. Vivian und ich haben beispielsweise angefangen, Mal- und Zeichenunterricht zu geben. Das ein oder andere Mal kommt man schon noch ein bisschen ins stutzen, wenn die Kinder mit ihren Bildern ankommen und eine Meinung von dir haben wollen, wie von einem Lehrer. Ich saß doch selber noch vor einem Jahr in der Schule. Genauso habe ich mich gefreut, als Nicko – einer unserer Heimschüler – seinen ersten Skatetrick geschafft hat. Wenn dann der schnelle Blick kommt, ob man es auch ja mitbekommen hat, ist man selbst ein bisschen stolz.

Mit Kindern zu arbeiten bedeutet für mich, den Moment zu leben. Kinder haben nur den Moment und nur in diesem kann man sie erreichen. Es ist auch manchmal das daneben sitzen und zuhören, ihnen zeigen, dass man Interesse an ihnen hat.

Ich bin unheimlich dankbar hier zu sein und diese Zeit erleben zu dürfen.

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Halbzeit in Costa Rica: Projekt Summer School – ein voller Erfolg



Diesen Artikel drucken Geschrieben am Dienstag, 16. April 2013 von ADRAlive-Team

Ein Bericht der ADRA “weltwärts”-Freiwilligen Rebecca über ihre bisherigen Erfahrungen in Costa Rica

Schon etwas über die Hälfte meiner Zeit hier an der Universität ‚UNADECA‘ in Costa Rica ist vergangen und ich kann es noch gar nicht fassen, dass es nicht mehr lange dauert bis ich wieder in meiner alten Umgebung wohnen werde. Die Zeit vergeht wie im Flug und man wird um viele Erfahrungen reicher. Eine Erfahrung, die ich nie vergessen werde, ist die Sommerschule für Kids.

Projekt Summer School

Ungefähr drei Wochen vor dem Start der Summer School haben wir drei Freiwillige uns zusammengesetzt und ein zweiwöchiges Programm für die Kinder zusammengestellt. Natürlich sollten die Kids mit viel Spaß und vielen Spielen an die englische Sprache herangeführt werden. Somit reichte das Programm von Wasserspielen über Basteln bis hin zu Backen und Singen.

Als das Programm feststand haben wir uns aufgemacht und sind einkaufen gegangen. Da die Geschäfte hier nicht alle so nah beieinander sind und wir kein Auto haben, war das mit etwas Stress, Laufen und einigen Taxifahrten verbunden. Aber schließlich haben wir alles gefunden und das Spektakel durfte beginnen.

Für mich persönlich war die Summer School eine wundervolle und nicht zu vergessende Erfahrung. Zuvor hatte ich immer nur Englisch unterrichtet oder Nachhilfe gegeben, doch in der Sommerschule sollte es anders werden.
Das Verhältnis von Lehrer und Schüler ist hier in Costa Rica völlig anders als in Deutschland. Die Kinder kommen zu dir und umarmen dich, während sie mit einem zuckersüßen Akzent „Hello Teacher“ sagen. Einfach ein schönes Gefühl, wenn die kleinen Kids dir zeigen, wie sehr sie dich mögen. Sie haben schon viel Spaß mit Kleinigkeiten, aber besonders die Wasserspiele und das Plätzchen/Pizza backen hat ihnen gefallen. Für die Wasserspiele haben wir Wasserbomben (Luftballons mit Wasser gefüllt) vorbereitet und Wasserpistolen besorgt. Das war der reinste Spaß und jeder ist nass geworden.

Die Kinder haben das Programm sehr genossen und mit sehr viel Freude gebastelt, gesungen, getanzt und nicht zu vergessen geschauspielert. Wir haben uns für den letzten Tag eine Präsentation für die Eltern ausgedacht. Die Kinder haben Lieder gesungen und die Bibelgeschichte „Daniel in der Löwengrube“ aufgeführt. Außerdem hat jeder kleine Teilnehmer eine Urkunde und ein selbst gebasteltes Fotoalbum mit Bildern von den erlebten zwei Wochen bekommen.

Ich bin froh, dass wir den Kindern so viel Freude bereiten konnten und es war eine große Bereicherung für mich.

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„Botschafter für eine bessere Zukunft“: Ein Freiwilliges soziales Jahr in Costa Rica



Diesen Artikel drucken Geschrieben am Mittwoch, 20. März 2013 von ADRAlive-Team

Ein Bericht des ADRA “weltwärts”-Freiwilligen Samuel über seine ersten Eindrücke aus Costa Rica

Es ist Sonntagmorgens, 8.00 Uhr, die Sonne scheint: 25 begeisterte Kinder und Jugendliche betreten den Fußballplatz. Es ist eine große Mischung aus Jungen und Mädchen im Alter zwischen 10 und 15 Jahren.

„Jóvenes Embajadores“ ist der Name des neuen Sport- und Bildungsprojektes für Kinder und Jugendliche von ADRA Costa Rica und bedeutet auf deutsch so viel wie „Jugendbotschafter“. Botschafter zu werden, ist das Ziel dieser Kinder, in einem Land, indem eine Vielzahl ihrer Freunde in ihrem Alter zu Drogen und Alkohol greifen und so die Kriminalitätsrate von Jahr zu Jahr steigt. Diesem Trend soll gezielt entgegengewirkt werden.

Nach einem willkommen heißen und einem gemeinsamen Gebet beginnt das Fußballtraining um 8.30Uhr. Teamfähigkeit, Akzeptanz zueinander und gegenüber dem anderen Geschlecht, Freude am Sport und das Ziel, gemeinsam etwas zu erreichen, sollen gefördert werden. Hinzu wird den neuen „Botschaftern“ ab März auch Englischunterricht angeboten. So soll schließlich den Kindern in Heredia, einer Provinz in Costa Rica, durch die Vermittlung von Werten und die Förderung ihrer Fähigkeiten, eine neue Lebensperspektive gegeben werden.

Ein Freiwilliges soziales Jahr im Ausland verläuft oft ganz anders, als man sich es vorstellt. So wurde uns vor unserem Aufenthalt hier mitgeteilt, dass wir in einem Ziegelsteinprojekt arbeiten werden, wo der Gewinn zur Unterstützung von sozialen Projekten von ADRA Costa Rica verwendet werden soll. Leider wurde nichts aus dem Projekt, da die aktuelle Maschine nicht für die gebrauchten Steintyp in Costa Rica geeignet ist. Hierzu ist die Anschaffung einer neuen Maschine notwendig, wozu leider die Gelder fehlen.

So konnten wir ziemlich schnell feststellen, dass sich die Kultur und Arbeitsweise stark von der unserer deutschen unterscheidet. Wir vermissen oft die deutsche Pünktlichkeit und Disziplin, auf der anderen Seite sprühen die Menschen hier nur so vor Lebensfreude, was wiederum schwer in Europa anzutreffen ist.

Diese Umstände brachten uns zu einem neuen Projekt. Dabei arbeiten wir nun in erster Linie an der Etablierung der „Aktion Kinder helfen Kindern!“, was euch aus Deutschland sicherlich bekannt ist. Hierbei besteht unsere Hauptaufgabe darin, einen Finanzplan zu erstellen, Geld- und Sachspenden bei der wohlhabenderen Bevölkerung zu sammeln, das Projekt in Schulen, Gemeinden und Kindergärten bekanntzumachen, Flyer zu verteilen und ein Bewusstsein für Armut in der Bevölkerung durch das Halten von Vorträgen zu schaffen.

Am 25. Februar werden wir bereits die erste Paketaktion durchführen und 500 Kinder aus ärmeren Familien zur Einschulung mit nötigen Schulsachen wie „Heften, Stiften, Radiergummis usw.“ versorgen. Gewinnüberschüsse aus dem Projekt „Aktion Kinder helfen Kindern!“ werden schließlich zur Unterstützung von „Jóvenes Embajadores“ verwendet.

Die Hälfte unseres Freiwilligeneinsatzes ist bereits verstrichen und wir haben noch große Ziele, für den Rest unseres Aufenthaltes. Auch den Start des Ziegelprojektes haben wir noch nicht abgehakt, wir benötigen lediglich 6000 $ für eine neue Maschine. Sollte sich also jemand angesprochen fühlen, diesen Betrag zu spenden, kann er sich gerne an uns wenden 😉

Neben der sozialen Tätigkeit bietet ein FSJ auch die wunderbare Möglichkeit, eine neue Kultur, eine neue Sprache und ein neues Land kennenzulernen. Auch wenn die Menschen hier fast den ganzen Tag nur Reis und Bohnen essen, bereitet es uns eine riesige Freude, auf der anderen Seite der Erde ein Jahr unseres Lebens zu verbringen und so hatten wir auch schon die Gelegenheit, die costa-ricanische Vielfalt an Stränden, Wasserfällen, Tieren, Bergen und der traumhaften Natur zu genießen.

Ich bin Gott dankbar, hier sein zu dürfen. Wir FSJler wollen versuchen, wie die begeisterten Kinder, „Botschafter“ zu sein, indem wir ein Stück Hoffnung vermitteln und einen Teil unseres Lebens spenden und an sie weitergeben.

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3 Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: Sterne, Blumen und Kinder



Diesen Artikel drucken Geschrieben am Freitag, 15. März 2013 von ADRAlive-Team

6 Monate sind vergangen, seit ich zum ersten Mal das Kinderheim „Regenbogen der Hoffnung“ betreten habe und jeden Tag warten neue Erlebnisse mit den Kindern auf mich, die mich immer wieder tief berühren.

Da ist zum Beispiel der fünfjährige Pavlic. Wenn ein lautes „Fiiiifeee!“  durch die Gänge des Kinderheims tönt, weiß ich schon, dass er es ist. Freudestrahlend streckt er mir seine kleinen Arme entgegen und lässt mit seinem Lächeln jedes mal die Sonne in meinem Herzen aufgehen.

Und dann Nicolea, der mich mit seinen großen Augen vorwurfsvoll ansieht, weil ich ihn zum zwanzigsten Mal frage, wieviel 5×4 ist und er eigentlich viel lieber mit seinen Zimmerkollegen kleine Spielzeug-Tauschgeschäfte aushandeln will.

Wenn sich von hinten zwei Hände auf meine Augen legen, kann es eigentlich nur Fănel sein. Meistens springt er herum wie ein kleines Äffchen und ist immer für einen Scherz zu haben. Hinter dem verschmitzten Lächeln steckt aber ein Junge mit tiefgründigen Gedanken und großer Kreativität.

Für mich sind diese Kinder kleine Helden. Sie begegnen dem neuen Tag mit einem Lächeln, freuen sich über die Steine am Fluss und die Nüsse unter unserem Walnussbaum. Sie rutschen, auf einer leeren Plastikflasche die eisige Rodelpiste hinunter und zeigen mir, wie man aus einem dünnen Papierstreifen einen Stern bastelt.

Es ist eine Ehre, ihre kleine Welt kennenzulernen, die mir bewusst macht, wie unwichtig es ist, über meine eigenen Probleme nachzudenken. Stattdessen bin ich für die Menschen da, die mir vertrauen und mir ihre vielfältigen Bedürfnisse jeden Tag zeigen, nämlich 18 wundervolle Kinder.

 

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Ein Jahr „Pura Vida“ – Wie aus etwas Kleinem etwas Großes werden kann!



Diesen Artikel drucken Geschrieben am Freitag, 08. März 2013 von ADRAlive-Team

Ein Bericht des ADRA “weltwärts”-Freiwilligen Marco über seine ersten Eindrücke aus Costa Rica

Seit sechs Monaten darf ich dieses wundervolle Land Costa Rica nun genießen. Ich will ganz ehrlich sein. Anfangs war es etwas schwierig für uns, denn das Projekt, in dem wir eigentlich mitwirken sollten, befand sich nach kurzer Zeit in einer Umstrukturierung, daher musste eine neue Aufgabe für uns gefunden werden. In diesen ersten Monaten des Hoffnung Hegens,  arbeiteten wir in mehreren Projekten mit, um die Zeit sinnvoll zu nutzen. Wir strichen Räume und Badezimmer, mähten den Rasen und halfen bei den Pfadfindervorbereitungen, indem wir Steine anordneten und bemalten. Ansonsten schlugen wir uns mit Macheten durch das hohe Gras oder bauten Tische aus Holz. Alles sind Arbeiten, die wichtig waren und über die die Menschen vor Ort sehr dankbar waren.

Unsere Aufgabe: Einen Fußballverein und die „Aktion Kinder helfen Kindern!“ in Costa Rica aufbauen

Eines unserer neuen Projekte heißt „Jóvenes Embajadores“. Es ist ein Sport – und Bildungsprojekt. Dort spielen wir mit Kindern von 12- 16 Jahren Fußball. Was nach purem Vergnügen klingt, hat durchaus einen tieferen Sinn. Ziel ist es, Werte wie Teamgeist, Gemeinschaft und Glaube spielerisch in das Team zu integrieren, als auch Wissen durch Englischunterricht zu vermitteln. Ein weiterer Aspekt besteht darin, den Kindern gewinnbringende und zukunftsentscheidene Charakterwerte beizubringen wie Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Aufrichtigkeit, Hilfsbereitschaft, Vertrauen als auch Fleiß für die Schule sowie fürs Studium. In der Zukunft werden wir unsere Mannschaft als richtigen Verein anmelden und uns mit den anderen Fußballvereinen messen. Wir werden Trikots herstellen, auf denen klar erkennbar ist, dass ADRA ein großer Teil des Projektes ist. Die Hoffnung und Begeisterung ist groß in den Herzen der Kinder und wird uns umso mehr motivieren, etwas Großes daraus zu machen.

Unser eigentliches Projekt  ist die „Aktion Kinder helfen Kindern!“ in Costa Rica. Die erste Paketaktion startete Ende Februar. Das Thema „Schulanfang“ stand im Vordergrund. Wir packten 300 Pakete mit Materialien wie Schulheften, Bund- und Bleistiften, Radiergummis und Anspitzern. Außerdem besuchen wir Schulen und halten Vorträge über Armut im Politik- oder Geografie-Unterricht, um die Aufmerksamkeit der Kinder und Lehrer zu bekommen. Wir versuchen, das Augenmerk der Problematik auch der Regierung und Hochschulen zu verdeutlichen. Wenn wir sie für unsere Aktion gewinnen, wird das vieles leichter machen.

Ich kann mich noch genau an unsere erste Aktion erinnern. Wir sind von Haus zu Haus gegangen: in einem Teil von Costa Rica, in dem etwas wohlhabendere Menschen wohnen. Wir waren nervös, da wir die Sprache noch nicht so gut beherrschen – wir lernen noch Spanisch – und auch die Motivation war gering. Doch als wir auf eine Anfrage den ersten Sack voller Klamotten in den Händen hielten, waren die Aussichten blendend und der Knoten war geplatzt.

Ein weiterer Teil unserer Aufgaben besteht jetzt darin jeden Samstag in Gemeinden zu fahren und dort unser neues Projekt vorzustellen. Wir wollen unsere Brüder und Schwestern begeistern, damit sie gerne Kleidung, Spielzeug und Spenden geben. Samuel und ich haben hier noch einige Hürden vor uns, die es zu meistern gilt. Aber ich bin dankbar hier als Freiwilliger ein Zeichen setzen zu können.

Ich bin so glücklich, für das Privileg, hier sein zu dürfen – danke ADRA Deutschland für diese Möglichkeit!!!

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Kulturaustausch in Lateinamerika



Diesen Artikel drucken Geschrieben am Sonntag, 03. März 2013 von ADRAlive-Team

Ein Bericht der ADRA “weltwärts”-Freiwilligen Julia über ihre Erfahrungen in Costa Rica

Die Zeit hier in Costa Rica vergeht wirklich total schnell, da es immer genug zu tun gibt. Hiermit möchte ich euch einen kleinen Einblick in mein spannendes Leben in Zentralamerika geben:

Ich wohne hier in Alajuela, in der Nähe von Costa Ricas Hauptstadt San José, auf dem Campus der adventistischen Universität UNADECA. Mit zwei anderen deutschen Freiwilligen lebe ich hier in einer kleinen Wohnung und arbeite unter der Woche in der Sprachschule der Universität. Dort unterrichte ich sämtliche Alters- und Niveaugruppen in Englisch und Französisch. Die Arbeit macht mir wirklich total viel Spaß, obwohl oder gerade weil man hier immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt wird: seien es kleinere, sprachliche Verständigungsschwierigkeiten, das Gewöhnen an die hiesige Kultur (vor allem bezüglich der Pünktlichkeit mancher Schüler 🙂 ) oder allgemein das Leben auf einem Campus (es gibt hier doch so einige Regeln, an die man sich erst einmal gewöhnen muss :))

„Deutschland“ präsentiert sich in Costa Rica

Einen besonderen Höhepunkt meines bisherigen Aufenthaltes hier möchte ich euch noch erzählen. Am 14. Oktober letztes Jahr fand hier auf dem Campus die „Presentación de Países“ statt. Dabei erhält jedes Land, das hier unter Schülern und Lehrern vertreten ist die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Natürlich haben auch wir Deutschen daran teilgenommen! Jedes Land sollte innerhalb von 10 Minuten ein Video und eine landestypische Tracht zeigen sowie ein Schauspiel oder etwas Ähnliches aufführen. Mit diesen Angaben begann eine lange, nervenaufreibende und intensive Vorbereitungszeit für uns! Erst einmal galt es, sich zu überlegen, was genau wir denn zeigen möchten. Es gibt kein passenderes Adjektiv für unser Video als „genial“: zuerst zeigten wir allgemeine Fakten über Deutschland, danach ging es mit Sehenswürdigkeiten und Vorurteilen weiter, die andere Nationen über unser Land habenden Abschluss bildete, was wir über so manch andere Nation denken (wobei wir natürlich die gelegentliche Unpünktlichkeit so manch lateinamerikanischer Mitmenschen nicht unbemerkt ließen 🙂 ). Da wir leider keine typische Tracht aus Deutschland mitgebracht hatten, bastelten wir uns einfach ein Dirndl und Lederhosen aus Pappe, die wir dann den anderen vorstellen konnten. Das absolute Highlight unseres Auftrittes war aber, als wir den etwa 200 Leuten in der Halle das „Fliegerlied“ samt dazugehörigen Bewegungen beigebracht haben! Ich hätte nicht gedacht, dass alle so begeistert mitmachen würden, aber die Stimmung war einfach nur super! Nachdem alle einen lieben Gruß an Deutschland gerichtet hatten, folgte zum Abschluss unsere Nationalhymne. Der Abend war wirklich ein voller Erfolg! Einige kamen danach noch zu uns, um uns zu unserem Auftritt zu beglückwünschen und um den Titel unseres Liedes zu erfragen, welches uns nun definitiv mehrere Aufrufe auf Youtube zu verdanken hat 🙂

 

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Ein ZUHAUSE für junge Massai Mädchen



Diesen Artikel drucken Geschrieben am Mittwoch, 12. Dezember 2012 von ADRAlive-Team

In der vergangenen Woche wurde mir deutlich gezeigt, wie wichtig das „Kajiado Adventist Education and Rehabilitaion Centre“ für junge Massaimädchen ist. Wir durften miterleben, wie an einem scheinbar ganz normalen Nachmittag ein neues Mädchen hier in die Schule kam. Sie ist ca. 10 Jahre alt und wurde gegen ihren Willen verheiratet. Ihre ältere Schwester lebt bereits hier in der Schule und so sahen sich die beiden Schwestern nach langer Zeit wieder. Sie fielen sich um den Hals und begannen zu weinen. Es berührte mich stark und ich hatte Mühe, die Tränen zurückzuhalten.  Das neue Mädchen wirkte sehr verängstigt, eingeschüchtert und in sich gekehrt.

Auf der einen Seite war es schön, mitzuerleben, wie dank dieser Schule ein weiteres Mädchen einen Zufluchtsort gefunden hatte und nun in Sicherheit ist, aber gleichzeitig wurde mir bewusst, welches Leid und welche seelischen Schmerzen manche jungen Mädchen hier in Kenia erleben. In gewisser Weise sind sie machtlos gegen das, was ihnen angetan wird. Noch immer sind viele Massai der Meinung, ein Mädchen wäre keine Frau und weniger wert, wenn es nicht beschnitte sei.

In der Schule hier wird den Mädchen alles andere als diese Meinung gelehrt. Im Gegenteil, sie lernen sie selbst zu sein, Gott an ihrer Seite zu wissen, auf sich aufzupassen und ihren Weg zu gehen. Trotz der schweren Schicksale, die manche Mädchen erleiden mussten, findet man hier selbstbewusste, lustige, strahlende und glückliche Mädchen. Ich wünsche dem neu angekommen Mädchen, dass auch sie sich zu einer selbstbewussten, glücklichen und strahlenden Frau entwickeln kann.

Johanna und mir wurde von einem älteren Mädchen die Frage gestellt, ob denn in Deutschland auch die Mädchen beschnitten werden würden? Diese Frage ging mir unter die Haut und es tat mir für sie sehr leid, diese Frage mit „nein“ zu beantworten. Ich denke, dass auch unter den Mädchen zum Teil Unverständnis besteht, über die Sitten und Traditionen, die in ihrer Kultur geschehen. Vor allem wenn man dann hört, dass es nicht überall auf der Welt so ist.

Am darauffolgenden Tag haben wieder zwei neue Mädchen im „Kajiado Adventist Education and Rehabilitation Centre“  ein neues zu Hause gefunden. Sie hatten das große Glück, vor der Beschneidung  bewahrt geblieben zu sein und wurden frühzeitig gerettet. Diese beiden Mädchen sind schon etwas älter und haben weniger Berührungsängste. Sie wirken aufgeschlossener und „glücklich“.

In der vergangenen Woche sind einige junge Frauen in die Mädchenschule zurückgekehrt, die in diesem Jahr ihren Highschoolabschluss gemacht haben und nun bis zu ihrem Studienbeginn ihre freie Zeit hier verbringen. Das „Kajiado Adventist Education and Rehabilitation Centre“ ist noch immer ihr zu Hause und bietet ihnen über all die Jahre Schutz und Sicherheit. Auch noch junge Frauen zwischen 18 und 19 Jahren können aufgrund der hohen Risiken und Gefahren nicht zu ihren Familien nach „Hause“ zurückkehren.

Mit den frischen Neuankömmlingen, für die Kajiado erst ein neues zu Hause geworden ist und den jungen Frauen, die auch nach Jahren immer wieder heimkommen, treffen „zwei  Altersgruppen“ aufeinander. Mir wurde durch diese Erfahrung bewusst, dass diese Schule mit dem dazugehörigen Heim, über Jahre hinweg ein ZUHAUSE für viele Massaimädchen ist, die durch Gefahren wie Beschneidung, Gewalt und Zwangsverheiratung nicht mehr bei ihren Familien leben können. Durch ADRA Deutschland sowie verschiedene Sponsoren und Unterstützer, ist es möglich, viele Massaimädchen zu schützen und ihren Weg zu ebnen.

Gott sei DANK dafür!

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Ein Jahr in der Mädchenschule in Kenia: Jeder Tag eine Überraschung



Diesen Artikel drucken Geschrieben am Mittwoch, 05. Dezember 2012 von ADRAlive-Team

Ein Bericht der ADRA “weltwärts”-Freiwilligen Johanna über ihre ersten Eindrücke in Kenia

Jetzt sind es erst drei Wochen, seit Larissa und ich in der Mädchenschule in Kenia, Kajiado, angekommen sind. Die Zeit vergeht hier wie im Flug und wir haben das Gefühl, schon viel länger hier zu sein. Jeden Tag erleben wir etwas Neues. Die erste „Überraschung“ kam schon, als wir vom Flughafen abgeholt wurden. Das Verkehrssystem ist hier etwas anders. Der Parkplatz war einfach von Autos zugestellt und wir haben uns wirklich gefragt, wie man da denn jetzt rauskommen soll. Aber die kenianischen Taxifahrer scheinen das gewohnt zu sein und manövrieren ihr Fahrzeug souverän durch irgendwelche Engstellen. Und falls man doch mal nicht weiterkommt, wird einfach so oft gehupt, bis sich etwas bewegt.

Ein Jahr in der Mädchenschule in Kenia

Die Mädchen hier sind fantastisch. Natürlich sind wir noch in der Kennenlernphase, aber sie sind schon jetzt sehr offen und stellen uns unglaublich viele Fragen. Momentan sind hier in der Mädchenschule in Kenia die langen Sommerferien, deshalb ist nur die achte Klasse da, die Anfang Dezember ihre große Prüfung schreibt und die Mädchen, die nicht nach Hause können. Die letzte Feier mit allen Mädchen war sehr bewegend. Die achte Klasse hat sich von allen verabschiedet und die meisten haben angefangen zu weinen. Es war schön zu sehen, dass die Mädchen hier in der Mädchenschule in Kenia wirklich wie eine große Familie sind. Die Großen kümmern sich um die Kleinen. Manche Mädchen haben vielleicht ihre richtige Familie nicht mehr, aber dafür haben sie hier einen tollen Ersatz gefunden. Keiner ist alleine.

Ein besonderes Erlebnis war für mich auch die Ferienansprache von Jacinta Leboo, einer Lehrerin und Mitbegründerin des Schulzentrums. In Deutschland wünschen einem die Lehrer  schöne und erholsame Ferien und man wird scherzhaft ermahnt,  nicht alles zu vergessen. Hier war das ganz anders: Die Mädchen wurden ermahnt, auf sich Acht zu geben, nicht schwanger zurückzukommen und sich sofort zu melden, wenn sie irgendwie in Gefahr sind. Es wurde ausdrücklich betont, dass sie aufpassen müssen, da bald die Hauptzeit für die weibliche Beschneidungen beginnt. Jacinta machte die Mädchen außerdem darauf aufmerksam, dass sie ihr helfen müssten, damit sie sie beschützen könne. Uns wurde dabei noch einmal mehr bewusst, dass die Mädchen hier in viel größerer Gefahr leben, als in Deutschland – und die Ferien bedeuten sogar eine noch größere Gefahr für sie. Ich habe natürlich Ferien immer mit etwas Positivem verbunden. Aber hier sind sie einfach nur ein großes Risiko. Anscheinend gab es auch schon Mädchen, die nach den Ferien einfach nicht wiedergekommen sind. Es ist erschreckend, dass diese Ansprache wirklich notwendig ist. Ich hoffe einfach, dass alle Mädchen gesund und unversehrt wiederkommen. Hier herrscht einfach ein total anderes Leben und dass muss man sich immer wieder bewusst machen.

In Deutschland geht es uns wirklich sehr gut und zwar in vielerlei Hinsicht. Wir haben eine riesige Auswahl in den Supermärkten, selten Stromausfall, fließendes und trinkbares Leitungswasser und vor allem leben wir so viel sicherer. Wir sind den Überfluss gewöhnt und das wird einem hier besonders bewusst. Ein besonderer Moment war auch der Besuch von Evelyn Brenda in der Mädchenschule in Kenia. Sie ist selbst Kenianerin und kommt als Ehrenamtlich von ADRA Deutschland immer wieder nach Kenia, um zu sehen, wie es „ihren Mädchen“ geht. Bei ihrem Besuch gab Larissa und mir Luftballons, damit wir sie verteilen können. Die Kinder kamen angerannt und haben sich um einen gedrängelt. Alle Kinder wollten unbedingt einen Luftballon haben. In Deutschland haben Luftballons gar nicht so einen hohen Wert, zumindest nicht so hoch, dass dreißig Kinder ihre Hände hinstrecken und einen schier erdrücken.

Hier in Kenia ist Spontanität viel wichtiger, als in Deutschland. An einem Freitagabend sind Larissa und ich zu einer Gemeindeveranstaltung gegangen. Kaum hatten wir uns hingesetzt, wurden wir kurz nach vorne gewunken. Dort wurde uns dann mitgeteilt, dass wir als Nächstes dran seien mit vorsingen. Das war eine Überraschung für uns und so mussten wir unsere Hemmungen überwinden und uns schnell ein Lied überlegen. Das mussten wir natürlich ohne Begleitung vortragen und ich weiß nicht, wie viele Töne wir nun wirklich getroffen haben.

Allein in der kurzen Zeit, in der ich erst hier bin, habe ich schon sehr viel gelernt und auch viel über die Verhältnisse zu Hause nachgedacht. Ich lerne langsam die Mädchen kennen und realisiere, – auch nur langsam – was sie zum Teil schon durchgemacht haben und wie unglaublich stark sie sind. Ich freue mich schon sehr auf das Jahr in Kenia und auf alle Erlebnisse und Erfahrungen, die ich hier noch machen werde.

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Ein Jahr als Lehrer in Mexiko



Diesen Artikel drucken Geschrieben am Freitag, 16. November 2012 von ADRAlive-Team

Ein Bericht des ADRA “weltwärts”-Freiwilligen Filip über sein Jahr als Lehrer in Mexiko

Es ist kurz vor 14 Uhr, wunderbar warm, die Sonne steht weit oben am blauen Himmel und ein Großteil der Menschen scheint der Siesta zu frönen, denn die Straßen sind größtenteils menschenleer. In meiner Hosentasche „schläft“ der Schlüssel für das „Instituto de Idiomas“, mein Arbeitsplatz, an dem man seinen linguistischen Horizont erweitern kann.

Seit einigen Wochen unterhalte und quäle ich meine Schüler jetzt schon mit deutscher und englischer Grammatik. Nachmittags bin ich meistens der erste im universitätseigenen Sprachtempel, um die erste Stunde Deutschunterricht zu geben; die zweite folgt am späten Nachmittag.

Am Anfang hatte ich Bedenken, ob das Unterrichten funktionieren würde und ob alles gut läuft – schließlich mache ich das hier zum ersten Mal. Nachhilfe habe ich zwar vorher schon mal gegeben, allerdings war das immer nur ein Schüler und der war zusätzlich auch noch sprachlich gleichgesinnt. Das ist hier nicht der Fall, aber es funktioniert trotzdem. Schon nach den ersten Stunden gewöhnt man sich an die neue Situation und auch daran, hin und wieder „Maestro“, „Profe“ oder „Teacher“ genannt zu werden.

Mittlerweile kann ich sagen, dass mir die Arbeit wirklich Spaß macht und jeder Tag wieder neue Dinge bereit hält. Aber das gilt natürlich nicht nur für meine Arbeit. México ist ein fantastisches Land, das man mit Deutschland im Prinzip überhaupt nicht vergleichen kann. Die Menschen sind äußerst freundlich und gesellig, man lernt schnell neue Freunde kennen und wird überall herzlich aufgenommen. Hier ist es einfach nur anders. Anders, aber wunderbar anders.

Ich lasse die Palmen hinter mir und betrete das Institut. Mal sehen, was ich heute Schlaues an die nach Deutsch lechzenden Mexikaner weitergeben kann.

 

Mehr Neuigkeiten von Filip aus seinem Jahr als Lehrer in Mexiko findet ihr auf seinem Blog

 

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