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Die Umstände in Mexiko sind hart



Geschrieben am Mittwoch, 02. Juli 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

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Ich hoffe bei euch im old Germany ist alles unter Dach und Fach?! Ich will euch jetzt mal ueber die neusten Entwicklungen hier informieren, ich werd mich bemühen möglichst nahtlos an die letzte Mail anzuschliessen.

Wir sind jetzt undgefähr schon eine Woche in dem Haus und alles hat sich ein bisschen geregelt. Wir waren auch noch ein paar mal im alten Heim und haben Sachen geholt. Daher sind meine Sachen jetzt alle hier, das ist total toll. Einmal bin ich auch mit gefahren ins das alte Heim, das ist echt ganz schön krass, der Schlam stand einen Meter hoch und wir hatten dann die Ehrenvolle Aufgabe, Tische zu putzen und von dem Schlam zu befreien, der ja zu einem bestimmten Prozentsatz aus Schei…. besteht, aber es war gar nicht so ekelig, weil man nicht immer daran denkt 😉

Das Leben hier in dem Haus ist zielmich anstrengend. Wir haben ja kein eigenes Zimmer und es ist total schwer seine Sachen irgendwie zusammenzuhalten, weil die Kinder an alles drangehen, alles nehmen und vor allem alles kaputt machen. Außerdem ist es echt stressig 24 Stunden am Tag mit den Kindern zu leben. Es ist ein bisschen so wie ein Zeltlager nur ohne Zelte. Es ist auch etwas blöd, dass wir jetzt keine klar geregelten Aufgaben haben, weil die Kinder ja hier auf die öffentlichen Schulen gehen, ich werde daher auch nicht als Lehrerin arbeiten, weil wir, wenn alles klappt dann umziehen werden, ins neue Heim, wo die Kinder dann auch auf die Schule von dem College gehen, aber das kann noch dauern und die Leute hier suchen immer noch Häuser wo wir länger und unter besseren Bedingungen wohnen können. Weil wir einfach zu viele sind für dieses Haus. Außerdem ist es eher eine Ausnahme mal fließend Wasser zu haben, jedenfalls in den Badezimmern. Hinten im Hof ist häufiger Wasser, daher duschen wir meistens indem wir dort Wasser schöpfen oder Wasser in den Duschen ansammeln und dann immer schöpfen.

Am Anfang war das alles ziemlich hart für mich, aber ich habe festgestellt, dass man sich echt an alles gewöhnen kann! Vor allem habe ich jetzt zu einer neuen Einstellung gefunden. Am Anfang hab ich immer auf das geschaut, was schlecht war und was mir gefehlt hat, oder was ich unzumutbar fand und hatte den Anspruch, dass es besser sein sollte, aber als wir dann in das Haus gezogen sind und immer im Wohnzimmer schlafen mussten, hab ich anfangs beschlossen mich darüber einfach nicht zu beschweren und da ist mir aufgefallen, dass es ja auch viele Dinge gibt für die ich dankbar sein kann und Gott auch danken kann. Und dann hab ich eine viel positivere Einstellung zu allem bekommen und konnte für kleine Dinge dankbar sein, dass meine Gitarre aus dem Heim mitgebracht wurde, dass mein Gepäck jetzt alles wieder da ist, dass wir inzwischen wieder auf Stuehlen sitzten wenn wir essen, dass wir irgendwie doch immer Duschen koennen und auf Toilette gehen können, all diese Dinge lernt man richtig zu schätzen, wenn man mal darauf verzichten musste und ich danke Gott dass ich alles jetzt viel lockerer und positiver sehen kann!

Ich bin jetzt auch richtig gerne hier und kann das auch total geniessen, zum Beispiel hinten auf dem Truck zu fahren und die Landschaft anzuschauen ist eine super Sache. Ich komme auch mit den Kindern immer mehr in Kontakt, wie mein Spanisch das halt zulässt, im Moment hören sie halt noch nicht so gut auf mich, aber ich denke das kommt. Man braucht auf jeden Fall viel Geduld und Kraft, weil es echt so viele Kinder sind die wirklich ununterbrochen in deinem Haus sind, daher ist immer viel Trubel und so. Besonders cool war, dass glaub ich am Donnerstag Leute von ADRA-Mexico bei uns aufgetaucht sind und uns Essen und so gebracht haben, dass war richtig cool und auch der Arzt aus Obregon, der irgendwie auch ein Vorsitzender ist hat schon Schuhe und so für die Kinder gebracht. Vor dem hab ich mich leider ein bisschen blamiert, weil er mit mir Englisch reden wollte, als er merkte, dass ich nicht so gut Spanisch kann. Und er kann auch wirklich gut Englisch, aber ich hab dann alles vermixt und mir vielen die Englischen Worte nicht mehr ein, auch jetzt wenn ich mal versuche irgendwas auf Englisch zu sagen, fällt mir nur irgendwas Spanisches ein obwohl ich doch gar kein Spanisch kann, das kann ja noch heiter werden.

Naja, ich glaube jetzt seid ihr erstmal wieder etwas informiert, dann wuensch ich euch nur das Beste,

liebe Grüsse
Hanna

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