ADRA Live! Weltwärts Quifd-Siegel

Ein ZUHAUSE für junge Massai Mädchen



Diesen Artikel drucken Geschrieben am Mittwoch, 12. Dezember 2012 von ADRAlive-Team

In der vergangenen Woche wurde mir deutlich gezeigt, wie wichtig das „Kajiado Adventist Education and Rehabilitaion Centre“ für junge Massaimädchen ist. Wir durften miterleben, wie an einem scheinbar ganz normalen Nachmittag ein neues Mädchen hier in die Schule kam. Sie ist ca. 10 Jahre alt und wurde gegen ihren Willen verheiratet. Ihre ältere Schwester lebt bereits hier in der Schule und so sahen sich die beiden Schwestern nach langer Zeit wieder. Sie fielen sich um den Hals und begannen zu weinen. Es berührte mich stark und ich hatte Mühe, die Tränen zurückzuhalten.  Das neue Mädchen wirkte sehr verängstigt, eingeschüchtert und in sich gekehrt.

Auf der einen Seite war es schön, mitzuerleben, wie dank dieser Schule ein weiteres Mädchen einen Zufluchtsort gefunden hatte und nun in Sicherheit ist, aber gleichzeitig wurde mir bewusst, welches Leid und welche seelischen Schmerzen manche jungen Mädchen hier in Kenia erleben. In gewisser Weise sind sie machtlos gegen das, was ihnen angetan wird. Noch immer sind viele Massai der Meinung, ein Mädchen wäre keine Frau und weniger wert, wenn es nicht beschnitte sei.

In der Schule hier wird den Mädchen alles andere als diese Meinung gelehrt. Im Gegenteil, sie lernen sie selbst zu sein, Gott an ihrer Seite zu wissen, auf sich aufzupassen und ihren Weg zu gehen. Trotz der schweren Schicksale, die manche Mädchen erleiden mussten, findet man hier selbstbewusste, lustige, strahlende und glückliche Mädchen. Ich wünsche dem neu angekommen Mädchen, dass auch sie sich zu einer selbstbewussten, glücklichen und strahlenden Frau entwickeln kann.

Johanna und mir wurde von einem älteren Mädchen die Frage gestellt, ob denn in Deutschland auch die Mädchen beschnitten werden würden? Diese Frage ging mir unter die Haut und es tat mir für sie sehr leid, diese Frage mit „nein“ zu beantworten. Ich denke, dass auch unter den Mädchen zum Teil Unverständnis besteht, über die Sitten und Traditionen, die in ihrer Kultur geschehen. Vor allem wenn man dann hört, dass es nicht überall auf der Welt so ist.

Am darauffolgenden Tag haben wieder zwei neue Mädchen im „Kajiado Adventist Education and Rehabilitation Centre“  ein neues zu Hause gefunden. Sie hatten das große Glück, vor der Beschneidung  bewahrt geblieben zu sein und wurden frühzeitig gerettet. Diese beiden Mädchen sind schon etwas älter und haben weniger Berührungsängste. Sie wirken aufgeschlossener und „glücklich“.

In der vergangenen Woche sind einige junge Frauen in die Mädchenschule zurückgekehrt, die in diesem Jahr ihren Highschoolabschluss gemacht haben und nun bis zu ihrem Studienbeginn ihre freie Zeit hier verbringen. Das „Kajiado Adventist Education and Rehabilitation Centre“ ist noch immer ihr zu Hause und bietet ihnen über all die Jahre Schutz und Sicherheit. Auch noch junge Frauen zwischen 18 und 19 Jahren können aufgrund der hohen Risiken und Gefahren nicht zu ihren Familien nach „Hause“ zurückkehren.

Mit den frischen Neuankömmlingen, für die Kajiado erst ein neues zu Hause geworden ist und den jungen Frauen, die auch nach Jahren immer wieder heimkommen, treffen „zwei  Altersgruppen“ aufeinander. Mir wurde durch diese Erfahrung bewusst, dass diese Schule mit dem dazugehörigen Heim, über Jahre hinweg ein ZUHAUSE für viele Massaimädchen ist, die durch Gefahren wie Beschneidung, Gewalt und Zwangsverheiratung nicht mehr bei ihren Familien leben können. Durch ADRA Deutschland sowie verschiedene Sponsoren und Unterstützer, ist es möglich, viele Massaimädchen zu schützen und ihren Weg zu ebnen.

Gott sei DANK dafür!

Kommentare deaktiviert für Ein ZUHAUSE für junge Massai Mädchen

Ein Jahr in der Mädchenschule in Kenia: Jeder Tag eine Überraschung



Diesen Artikel drucken Geschrieben am Mittwoch, 05. Dezember 2012 von ADRAlive-Team

Ein Bericht der ADRA “weltwärts”-Freiwilligen Johanna über ihre ersten Eindrücke in Kenia

Jetzt sind es erst drei Wochen, seit Larissa und ich in der Mädchenschule in Kenia, Kajiado, angekommen sind. Die Zeit vergeht hier wie im Flug und wir haben das Gefühl, schon viel länger hier zu sein. Jeden Tag erleben wir etwas Neues. Die erste „Überraschung“ kam schon, als wir vom Flughafen abgeholt wurden. Das Verkehrssystem ist hier etwas anders. Der Parkplatz war einfach von Autos zugestellt und wir haben uns wirklich gefragt, wie man da denn jetzt rauskommen soll. Aber die kenianischen Taxifahrer scheinen das gewohnt zu sein und manövrieren ihr Fahrzeug souverän durch irgendwelche Engstellen. Und falls man doch mal nicht weiterkommt, wird einfach so oft gehupt, bis sich etwas bewegt.

Ein Jahr in der Mädchenschule in Kenia

Die Mädchen hier sind fantastisch. Natürlich sind wir noch in der Kennenlernphase, aber sie sind schon jetzt sehr offen und stellen uns unglaublich viele Fragen. Momentan sind hier in der Mädchenschule in Kenia die langen Sommerferien, deshalb ist nur die achte Klasse da, die Anfang Dezember ihre große Prüfung schreibt und die Mädchen, die nicht nach Hause können. Die letzte Feier mit allen Mädchen war sehr bewegend. Die achte Klasse hat sich von allen verabschiedet und die meisten haben angefangen zu weinen. Es war schön zu sehen, dass die Mädchen hier in der Mädchenschule in Kenia wirklich wie eine große Familie sind. Die Großen kümmern sich um die Kleinen. Manche Mädchen haben vielleicht ihre richtige Familie nicht mehr, aber dafür haben sie hier einen tollen Ersatz gefunden. Keiner ist alleine.

Ein besonderes Erlebnis war für mich auch die Ferienansprache von Jacinta Leboo, einer Lehrerin und Mitbegründerin des Schulzentrums. In Deutschland wünschen einem die Lehrer  schöne und erholsame Ferien und man wird scherzhaft ermahnt,  nicht alles zu vergessen. Hier war das ganz anders: Die Mädchen wurden ermahnt, auf sich Acht zu geben, nicht schwanger zurückzukommen und sich sofort zu melden, wenn sie irgendwie in Gefahr sind. Es wurde ausdrücklich betont, dass sie aufpassen müssen, da bald die Hauptzeit für die weibliche Beschneidungen beginnt. Jacinta machte die Mädchen außerdem darauf aufmerksam, dass sie ihr helfen müssten, damit sie sie beschützen könne. Uns wurde dabei noch einmal mehr bewusst, dass die Mädchen hier in viel größerer Gefahr leben, als in Deutschland – und die Ferien bedeuten sogar eine noch größere Gefahr für sie. Ich habe natürlich Ferien immer mit etwas Positivem verbunden. Aber hier sind sie einfach nur ein großes Risiko. Anscheinend gab es auch schon Mädchen, die nach den Ferien einfach nicht wiedergekommen sind. Es ist erschreckend, dass diese Ansprache wirklich notwendig ist. Ich hoffe einfach, dass alle Mädchen gesund und unversehrt wiederkommen. Hier herrscht einfach ein total anderes Leben und dass muss man sich immer wieder bewusst machen.

In Deutschland geht es uns wirklich sehr gut und zwar in vielerlei Hinsicht. Wir haben eine riesige Auswahl in den Supermärkten, selten Stromausfall, fließendes und trinkbares Leitungswasser und vor allem leben wir so viel sicherer. Wir sind den Überfluss gewöhnt und das wird einem hier besonders bewusst. Ein besonderer Moment war auch der Besuch von Evelyn Brenda in der Mädchenschule in Kenia. Sie ist selbst Kenianerin und kommt als Ehrenamtlich von ADRA Deutschland immer wieder nach Kenia, um zu sehen, wie es „ihren Mädchen“ geht. Bei ihrem Besuch gab Larissa und mir Luftballons, damit wir sie verteilen können. Die Kinder kamen angerannt und haben sich um einen gedrängelt. Alle Kinder wollten unbedingt einen Luftballon haben. In Deutschland haben Luftballons gar nicht so einen hohen Wert, zumindest nicht so hoch, dass dreißig Kinder ihre Hände hinstrecken und einen schier erdrücken.

Hier in Kenia ist Spontanität viel wichtiger, als in Deutschland. An einem Freitagabend sind Larissa und ich zu einer Gemeindeveranstaltung gegangen. Kaum hatten wir uns hingesetzt, wurden wir kurz nach vorne gewunken. Dort wurde uns dann mitgeteilt, dass wir als Nächstes dran seien mit vorsingen. Das war eine Überraschung für uns und so mussten wir unsere Hemmungen überwinden und uns schnell ein Lied überlegen. Das mussten wir natürlich ohne Begleitung vortragen und ich weiß nicht, wie viele Töne wir nun wirklich getroffen haben.

Allein in der kurzen Zeit, in der ich erst hier bin, habe ich schon sehr viel gelernt und auch viel über die Verhältnisse zu Hause nachgedacht. Ich lerne langsam die Mädchen kennen und realisiere, – auch nur langsam – was sie zum Teil schon durchgemacht haben und wie unglaublich stark sie sind. Ich freue mich schon sehr auf das Jahr in Kenia und auf alle Erlebnisse und Erfahrungen, die ich hier noch machen werde.

Kommentare deaktiviert für Ein Jahr in der Mädchenschule in Kenia: Jeder Tag eine Überraschung

Ein Jahr in Albanien: Die Kluft zwischen Arm und Reich



Diesen Artikel drucken Geschrieben am Montag, 26. November 2012 von ADRAlive-Team

Ein Bericht der ADRA „weltwärts“-Freiwilligen Yvonne über ihre ersten Eindrücke in Albanien

Ich bin nun schon seit einem Monat in Albanien und habe wirklich viele interessante Eindrücke und Erfahrungen sammeln können. Ich weiß noch, wie ich aus dem Flugzeug gestiegen bin und dieses damals noch unbekannte Land betreten habe. Es war schwül und echt heiß. Sofort erblickte ich auf dem kleinen Flughafen „Nënë Tereza“ Palmen und fühlte mich, als wäre ich im Urlaub.

Unsere Leiterin holte uns vom Flughafen ab. Die Fahrt bis zur Hauptstadt Tirana war sehr interessant und ich konnte meine Vorstellungen vom Land endlich mit der Realität vergleichen. Wir sahen moderne Gebäude von bekannten Firmen und Banken und mir viel besonders der große Kontrast zwischen modernem, schönem und zerfallenem, ungepflegtem auf. Ob Autos, Gebäude oder Menschen, die Spanne von Arm und Reich ist hier sehr deutlich zu sehen.

Ich saß hinten im Auto und wir standen gerade an einer Kreuzung im Stau. Interessiert schaute dich durch die Windschutzscheibe und nahm alle neuen Eindrücke der Umgebung in mich auf. Da sah ich sie: Eine Frau mit pechschwarzem Haar und einer dunklen Hautfarbe. Sie ging von Auto zu Auto und blieb immer kurz am Fahrerfenster stehen. Ihr langer Rock hatte sicher schon bessere Zeiten erlebt. Ich kann mir vorstellen, dass das Blumenmuster früher einmal bunt war, aber jetzt hatte er Rock graue Flecken und war fast farblos. „Was tut sie da?“, fragte ich mich. Doch ehe ich lange darüber nachdenken konnte, stand sie an unserem Fenster. Die Frau schaute mit einem bittenden Blick hindurch und sagte etwas auf einer Sprache, die ich nicht verstand. Sie streckte ihre Hände wie eine kleine Schale unserem Fahrer entgegen. Doch die Hände blieben leer. Wortlos drehte sie sich weg und ging weiter zum nächsten Auto.

Ich erfuhr, dass die Frau zu den Roma gehört – eine kleine Bevölkerungsgruppe in Albanien. Von den Albanern meist nicht anerkannt, diskriminiert und ungesehen, leben sie in ihrer eigenen Kommune zusammen. Sie haben keine richtige Arbeit und gehen oft betteln, sammeln sich Dinge aus Mülltonnen oder versuchen kleine Sachen wie Feuerzeuge und ähnliches an wartende Autofahrer zu verkaufen. Sie leben hier wirklich sehr arm, oft in selbst gebauten Zelten, die umgeben von Schrott und Müll sind.

 

 

 

 

Viele Projekte der Hilfsorganisation ADRA Albanien, bei der ich 1 Jahr meinen Freiwilligendienst ableiste, drehen sich um die Roma. Ziel ist es, den Roma zu helfen, sie über wichtige Hygienemaßnahmen und andere wichtige Dinge aufzuklären und sie in die Bevölkerung zu integrieren. Eines dieser Projekte ist die Mobile Klinik. Roma Familien, die nicht die Möglichkeit haben, Ärzte zu besuchen oder ins Krankenhaus zu gehen, werden hier versorgt.

In einem andere Projekt arbeitet ADRA daran, die Kinder in die Schule zu integrieren. In diesem Projekt arbeite ich haupsächlich mit. Dort habe ich die Möglichkeit, meine Ideen mit einzubringen und mit zu planen. Ich fühle mich mittlerweile schon als Teil der ADRA Gruppe und weiß, dass ich hier sicher am richtigen Ort bin!

Kommentare deaktiviert für Ein Jahr in Albanien: Die Kluft zwischen Arm und Reich

Ein Jahr als Lehrer in Mexiko



Diesen Artikel drucken Geschrieben am Freitag, 16. November 2012 von ADRAlive-Team

Ein Bericht des ADRA “weltwärts”-Freiwilligen Filip über sein Jahr als Lehrer in Mexiko

Es ist kurz vor 14 Uhr, wunderbar warm, die Sonne steht weit oben am blauen Himmel und ein Großteil der Menschen scheint der Siesta zu frönen, denn die Straßen sind größtenteils menschenleer. In meiner Hosentasche „schläft“ der Schlüssel für das „Instituto de Idiomas“, mein Arbeitsplatz, an dem man seinen linguistischen Horizont erweitern kann.

Seit einigen Wochen unterhalte und quäle ich meine Schüler jetzt schon mit deutscher und englischer Grammatik. Nachmittags bin ich meistens der erste im universitätseigenen Sprachtempel, um die erste Stunde Deutschunterricht zu geben; die zweite folgt am späten Nachmittag.

Am Anfang hatte ich Bedenken, ob das Unterrichten funktionieren würde und ob alles gut läuft – schließlich mache ich das hier zum ersten Mal. Nachhilfe habe ich zwar vorher schon mal gegeben, allerdings war das immer nur ein Schüler und der war zusätzlich auch noch sprachlich gleichgesinnt. Das ist hier nicht der Fall, aber es funktioniert trotzdem. Schon nach den ersten Stunden gewöhnt man sich an die neue Situation und auch daran, hin und wieder „Maestro“, „Profe“ oder „Teacher“ genannt zu werden.

Mittlerweile kann ich sagen, dass mir die Arbeit wirklich Spaß macht und jeder Tag wieder neue Dinge bereit hält. Aber das gilt natürlich nicht nur für meine Arbeit. México ist ein fantastisches Land, das man mit Deutschland im Prinzip überhaupt nicht vergleichen kann. Die Menschen sind äußerst freundlich und gesellig, man lernt schnell neue Freunde kennen und wird überall herzlich aufgenommen. Hier ist es einfach nur anders. Anders, aber wunderbar anders.

Ich lasse die Palmen hinter mir und betrete das Institut. Mal sehen, was ich heute Schlaues an die nach Deutsch lechzenden Mexikaner weitergeben kann.

 

Mehr Neuigkeiten von Filip aus seinem Jahr als Lehrer in Mexiko findet ihr auf seinem Blog

 

Kommentare deaktiviert für Ein Jahr als Lehrer in Mexiko

Ausreise- und Rückkehrerseminar 2012



Diesen Artikel drucken Geschrieben am Mittwoch, 05. September 2012 von ADRAlive-Team

Rückkehrer und Ausreisende des ADRA „weltwärts“-Freiwilligendienstes 2012/2013

Vom 30.Juli bis 12. August trafen sich wieder die ADRA-Auslandsfreiwilligen für das Jahr 2012/2013 und die Rückkehrer, die erst kürzlich von ihrem erfahrungsreichen Jahr im Ausland zurückgekehrt sind, zu einem gemeinsamen Seminar in Darmstadt. Die Hilfsorganisation ADRA Deutschland hatte sie in die Darmstädter Jugendherberge eingeladen, um den zukünftigen FSJlern im Ausland nützliche Informationen für ihre Reise und den Aufenthalt in einer neuen Kultur mit auf den Weg zu geben und mit den Rückkehrern ihre Erfahrungen zu besprechen. Dabei gab es für die frisch aus dem Ausland gekommenen FSJlerinnen und FSJler auch die Gelegenheit, den zukünftigen Auslandsfreiwilligen von ihrem Jahr zu berichten, ihnen Mut zuzusprechen und eventuelle, unnötige Bedenken aus dem Weg zu räumen.

Nach den Vorgaben des BMZ bereitete ADRA die „neuen Freiwilligen“ auf ein spannendes Jahr im Ausland für den Freiwilligendienst „weltwärts“ vor. 16 junge Männer und Frauen wurden während des zweiwöchigen Seminars  intensiv auf ihre Einsätze in Albanien, Costa Rica, Kenia, Mexiko und der Republik Moldau vorbereitet.

Die Themenschwerpunkte waren

  • Entwicklungspolitik
  • Sicherheitstraining
  • Tropenmedizin
  • Kulturunterschiede
  • Einführung in die Projekte durch die zurückgekehrten Freiwilligen
  • pädagogische Hilfestellungen zur Arbeit mit Kindern
Kommentare deaktiviert für Ausreise- und Rückkehrerseminar 2012

Ein Jahr als Krankenschwester in Tansania



Diesen Artikel drucken Geschrieben am Dienstag, 14. August 2012 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Ein Bericht der ADRA „weltwärts“-Freiwilligen Natalie über ihr Jahr als Krankenschwester in Tansania

Afrika – beim Gedanken an dieses Land hatte ich schon immer viele farbenfrohe Bilder im Kopf – bunte Kleider, fröhliches Kinderlachen, Musik, Hitze, Staub und der Geruch eines Lagerfeuers. Seit 10 Monaten bin ich nun schon auf diesem Kontinent und durfte Tansania näher kennenlernen. Einige Vorstellungen über den farbenfrohen Kontinent haben sich bewahrheitet, andere wiederum nicht. Seit September 2011 bin ich mit drei anderen ADRA Freiwilligen für ein Jahr als Krankenschwester in Tansania, dem Land am Indischen Ozean.

Die Arbeit

Wir arbeiten im Heri Advetist Hospital, das ca. eine Stunde Autofahrt von der nächsten Stadt, Kigoma, entfernt liegt. Das Krankenhaus liegt auf einem Berg in dem kleinen Dorf Maniovu – es zählt zur ärmsten Region in ganz Tansania. Nur ein geringer Anteil der älteren Einwohner konnte die Schule besuchen. Sie leben seit ihrer Geburt in Maniovu und hatten kaum die Möglichkeit und die Mittel, ihre Region zu verlassen. Sie leben mit ihren Familien, vielen Kindern und wenn sie Geld haben, mit einer oder mehreren Kühen und Hühnern in einem kleinen aus Lehm gebauten Haus. Täglich arbeiten sie auf dem Feld, um dann anschließend den Ertrag auf dem Markt zu verkaufen. Der Verdienst daraus ist alles, was sie zum Leben haben – kein Wunder also, dass sie ihre Kinder nicht zur Schule schicken können.

Seit 5 Monaten arbeite ich nun im OP des Heri Hospitals. Ich bin examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin (eine ganz normale Krankenschwester :)) Meine Arbeitszeiten sind von Montag-Freitag jeweils von 08- ca. 16 Uhr, natürlich gibt es Operationen die etwas länger dauern und so kommt es auch mal vor, dass es nicht 16 Uhr, sondern 20 Uhr wird.

Der Arbeitstag beginnt jeden Morgen um 8 Uhr. Wir starten mit einer gemeinsamen Andacht mit allen Krankenhausmitarbeitern. Nach den allgemeinen Bekanntmachungen gehen wir dann an unsere Arbeit. Wir arbeiten zu sechst – drei Krankenschwestern, eine Helferin und zwei Anästhesiepfleger – mit zwei Ärzten im OP. Unsere morgendliche Arbeit besteht darin, den OP zu reinigen, den Boden wischen, alle Materialien aufzufüllen und die Instrumente und OP Tücher zu sterilisieren. Die Operationen beginnen in der Regel eine Stunde nach unserer Putzaktion. In der Anfangszeit durfte ich bei allen Operationen dabei sein, um zu lernen, wie man assistiert und wie die einzelnen Instrumente heißen. Nach ein paar Wochen Einarbeitung, durfte ich dann bei vielen Operationen assistieren oder instrumentieren. Das ist sehr spannend für mich, da ich noch nie zuvor im OP gearbeitet hatte. Vieles ist neu und ich kann einiges dazu lernen. Nicht selten stellt auch die Sprache ein Hindernis dar, da ein paar OP-Mitarbeiter kaum Englisch sprechen. Gemeinsam haben wir das aber bis jetzt gut gemeistert. Ja ich kann sagen, dass ich im OP sehr viel Spaß habe, es ist eine tolle Zeit. Natürlich gibt es auch da hin und wieder kleinere zwischenmenschliche Probleme, aber das ist eine gute persönliche Schule für mich.

Zwischen den Operationen machen wir immer mal wieder einen Verbandswechsel. Leider musste ich dabei auch schon feststellen, dass die Menschen hier ein anderes Verständnis von Hygiene und Sterilität haben, was oft sehr erschreckend ist. Auch stehen keine ausreichenden Möglichkeiten für eine adäquate Wundversorgung zur Verfügung. Aber man lernt schnell, die vorhandenen Mittel bestmöglich einzusetzen. Und es ist erstaunlich, dass selbst hochinfizierte Wunden heilen. Vor ein paar Wochen kam ein älterer Mann (siehe Foto) mit einem großen Abszess am Hinterkopf zu uns in den OP. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie diese große infizierte Wunde heilen sollte, mit einer einfachen Jodbehandlung. Jetzt, ein paar Wochen später, ist die Wunde tatsächlich vollständig verheilt. Ich staune immer wieder, wie hier alles irgendwie doch funktioniert – Gott sei Dank dafür!

Ein Jahr als Krankenschwester in Tansania – mein Fazit

Wenn ich die letzten Monate Revue passieren lasse, staune ich, wie viele Herausforderungen ich schon meistern durfte – mit Gottes Hilfe! Und das erstaunt mich wirklich. Ich komme immer wieder zu dem Schluss, dass dieses Jahr in Afrika mich wirklich auf das Leben vorbereitet. Dafür bin ich sehr dankbar!

2 Kommentare »

Ein neues Zuhause – für mich und die Hühner



Diesen Artikel drucken Geschrieben am Dienstag, 07. August 2012 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Ein Bericht des ADRA“weltwärts“-Freiwilligen Ulugshan

Kurz nachdem ich in Argentinien ankam, schlüpften in unserem neuen Zuhause die kleinen Küken, auf die sich hier alle freuten. Neues Leben, das allen etwas Hoffnung gab. Innerhalb weniger Monate war der ganze Hühnerstall mit kleinen, gelben Küken gefüllt.

Und auch wir fühlten uns, als seien wir geschlüpft – in ein neues Leben mit vielen neuen Erfahrungen. Ich kann mich noch genau an unseren ersten Tag erinnern. Nach einem langen Flug und einer nicht enden wollenden Fahrt durch die Pampa, kamen wir endlich in San Carlos de Bariloche an. Es war schon sehr spät. Marco der Projektleiter und seine Frau empfingen uns sehr freundlich, auf argentinische Art, mit einem Beso auf die rechte Wange. Ich war ziemlich müde und freute mich, als Marco uns zum Centro Esperanza führte, wo wir übernachten sollten.

In den folgenden Tagen zeigte Marco uns die Stadt und etwas von der Natur. Er stellte uns die Mitarbeiter vor und klärte uns über unsere Arbeit auf. Bariloche ist eine schöne Stadt, die sehr viel Natur bietet: viele Seen, Berge und schöne Landschaften. Jedoch hat die ganze Region mit der Asche zu kämpfen, die vom Wind hergetragen wird. Viele Tiere sterben, weil sie nichts zu fressen finden.

Um die Hühner vor der Witterung zu schützen, sollten David und ich mit dem Hausmeister den Hühnerstall renovieren. Wir bauten zuerst die Dachkonstruktion, es musste lackiert, geschweißt und geschraubt werden – mit den Hühnern, die überall herumwuseln, ist das gar nicht so einfach. Es sind sehr neugierige Tiere, ständig auf der Suche nach Würmern. Außerdem haben wir den Stall um einige Quadratmeter erweitert, nachdem einige Hühner dazugekauft wurden. Es sind nun insgesammt 59 Hühner. Leider fehlt das Geld, um den Stall komplett zu renovieren und so den Tieren vollen Schutz zu bieten.

In den vergangenen Monaten habe ich sehr viele Eindrücke gesammelt, die Kultur besser kennengelernt, angefangen die Sprache zu sprechen und viel von der Natur gesehen. In die argentinische Küche wurden wir auch eingeführt, angefangen haben wir mit Pizza und Brot. Ich bin gespannt womit wir aufhören werden.

Ich freue mich auf das, was das Jahr noch mit sich bringen wird und hoffe, dass es noch mehr gute Erfahrungen sein werden, die ich zurück nach Deutschland nehmen kann.

Kommentare deaktiviert für Ein neues Zuhause – für mich und die Hühner

Ein Jahr in Costa Rica



Diesen Artikel drucken Geschrieben am Freitag, 03. August 2012 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Ein Bericht der ADRA „weltwärts“-Freiwilligen Maja

Als ich in Costa Rica ankam, dachte ich: „Puh … ein Jahr ist doch ganz schön lang!“. Aber nun bin ich seit mehr als 6 Monaten hier und mir wird ganz komisch, wenn ich daran denke, dass ich in wenigen Monaten schon wieder gehen muss.

Ich arbeite an der adventistischen Universität als Englischlehrerin für die Grundschulkinder, was manchmal mehr und manchmal weniger einfach ist, weil lateinamerikanische Kinder doch ein anderes Temperament haben, als deutsche. Als ich mich auf das Jahr hier vorbereitet habe dachte ich mir das wird bestimmt ein Abenteuer. Weit weg von Zuhause in einem wunderschönen Land mit einer anderen Kultur und einer mir unbekannten Sprache. Aber je länger ich hier bin, desto mehr wird mir bewusst, wie viel mehr es ist als nur ein Abenteuer. Es verändert mich und schenkt mir unbezahlbare Erfahrungen.

Ich bin normalerweise ein Mensch, der nicht gerne verantwortungsvolle Aufgaben übernimmt, sondern gerne Menschen findet, die – meines Erachtens – besser dafür geeignet sind. Als ich hier ankam wurde mir aber gesagt, dass ich einen Verantwortungsbereich haben werde, für den eben nur ich zuständig bin!

Zuerst habe ich mich gar nicht wohl gefühlt mit so viel Selbstständigkeit und deshalb ist am Anfang auch ziemlich viel schiefgegangen. Die Kinder haben in meinen Unterrichtseinheiten gemacht was sie wollten und ich bin ziemlich untergegangen. Aber mit der Zeit wurde es immer besser und inzwischen laufen die Stunden sogar manchmal nach Plan ab und es macht mir wirklich Spaß.

Ich bin froh, dass ich einfach mal gezwungen wurde über meinen Schatten zu springen. Zwar geht immer noch ab und zu etwas schief, aber die Momente in denen ich merke, dass ich was erreiche, erfüllen mich dafür um so mehr mit stolz. Vor allem, wenn die Kinder mir entgegenrennen und fragen, wann ich denn endlich das nächste Mal zum Unterrichten komme. Sie haben wirklich eine wundervolle Art,  einen für seine Arbeit zu belohnen und ich muss feststellen, dass ich hin und wieder schon fast so etwas wie Muttergefühle entwickle. 😉 Aber nicht nur wegen den Kindern, auch wegen den aufgeschlossenen Menschen um mich herum fühle ich mich hier rundum wohl und schon fast wie Zuhause.

Ich bin wirklich gespannt auf die Zeit, die noch vor mir liegt und dankbar, dass ADRA mir diese wunderbare Zeit hier ermöglicht.

Sonnige Grüße aus Costa Rica von Maja

 

 

Kommentare deaktiviert für Ein Jahr in Costa Rica

1 Jahr als Lehrer in Mexiko



Diesen Artikel drucken Geschrieben am Dienstag, 03. Juli 2012 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Ein Bericht des ADRA „weltwärts“-Freiwilligen Paul

Seit über zehn Jahren entsendet ADRA Deutschland Freiwillige nach Mexiko zum Colegio Pacifico, um für die adventistische Universidad de Navojoa zu arbeiten. Das Arbeitsfeld der FSJler hat sich in dieser Zeit immer wieder geändert. Angefangen von Heimerziehern, über die Arbeit im Universitäts-Kindergarten, bis zum Erteilen von Englisch- und Deutschunterricht in der Schule, aber auch im universitären Sprachinstitut. Auch die Köche der Mensa freuen sich immer über Hilfe oder auch die Reinigungskräfte der Studentenschlafsäle, je nachdem, wie es der Stundenplan zulässt.

ADRA schickt ja schon seit vielen Jahren Freiwillige nach Mexiko. Das ist wohl auch der Grund, warum unser Umfeld sich sehr schnell an uns gewöhnte. Und auch für uns war es keine allzu starke Umstellung, zumindest was die Infrastruktur hier in Mexiko betrifft. Einzig der Zustand einiger Gebäude ist mit unter schlechter als Zuhause. Anders verhält es sich jedoch mit der Mentalität der Mexikaner. Im Allgemeinen sind die Menschen hier wesentlich geselliger und redseliger, als in Deutschland. Auf meinen Erkundungstouren in den umliegenden Dörfern und Städten wurde ich schon oftmals von Fremden auf meine Herkunft angesprochen. Als eher distanzierte Person – ich bin eben ein Deutscher 🙂 – ist es schon seltsam in solchen Situationen, in denen ich lieber meinen Gedanken nachhänge, eine lange Konversation über Deutschland und die Arbeit hier zu führen. Problematisch wird es dann, wenn sich ein kontaktfreudiger Mexikaner durch meine Reserviertheit gekränkt fühlt, was leider auch schon vorgekommen ist.

Als Lehrer in Mexiko

Die Arbeit im Sprachinstitut ist im Grunde relativ leicht. Wenn man im Englischunterricht halbwegs gute Noten bekommen hat, kann man sich gut als Lehrer in Mexiko engagieren. Man bereitet seine Stunden im Voraus vor und trifft sich dann mit seinen Schülern über den Tag verteilt in den Räumlichkeiten des Instituts. Die angebotenen Kurse übersteigen den normalen Englischunterricht aus Deutschland vom Niveau in der Regel nicht. Zudem sind die Kurse relativ klein, weil viele Studenten und externe Schüler nebenbei noch andere Verpflichtungen haben und sie daher zu verschiedenen Zeiten unterschiedliche Kurse besuchen. Beispielsweise habe ich einen Kurs mit nur einem einzelnen Schüler, der eine intensive Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch auf Englisch braucht. Wir treffen uns daher vier mal wöchentlich à vier Stunden, gehen ein Buch für „Business English“ durch und unterhalten uns so weit wie möglich auch auf Englisch. Ob er es letztlich schaffen wird seinen Traumjob zu bekommen, kann ich nicht sagen, da ich meine Schüler natürlich nicht dazu zwingen kann, immer pünktlich zu sein und ihre Hausaufgaben gewissenhaft anzufertigen.

Ich bin jedenfalls gespannt, was im nächsten Semester noch alles als Lehrer in Mexiko auf mich zukommt, wenn die Kurse evtl. doch größer ausfallen könnten.

Kommentare deaktiviert für 1 Jahr als Lehrer in Mexiko

FAH in Tansania: Herausforderungen erweitern den Horizont



Diesen Artikel drucken Geschrieben am Freitag, 01. Juni 2012 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Ein Bericht der ADRA „weltwärts“-Freiwilligen Madeleine

Eine berührende Geschichte

Seit einiger Zeit absolviere ich mein FAH in Tansania. Dort lernte ich Beccy kennen. Beccy ist 11 Jahre alt und lebt mit ihrer Mutter und ihrem jüngeren Bruder Benjamin in unserem Dorf, nicht weit entfernt vom Heri Hospital, indem ich momentan arbeite. Beccy hat uns mit ihren großen braunen, warmen Kulleraugen und dem unwiederstehlichen Lächeln sofort in ihren Bann gezogen. Die Kleine hat eine lange Leidensgeschichte hinter sich. Ihr Vater verließ die Familie vor langer Zeit. Seitdem ist die arbeitslose Mutter dafür verantwortlich, die beiden Kinder alleine großzuziehen. Ihre eigene Mutter und die Schwiegermutter unterstützen sie nach besten Kräften, um den täglichen Lebensunterhalt zu sichern. Sie verkaufen auf dem Markt selbstgemachten Bananensaft und bauen Mais und Bohnen an.

Beccy kam mit der Knochenkrankheit Rachitis auf die Welt, die meist auftritt, wenn die Mütter während der Schwangerschaft zu wenig Vitamin D zu sich genommen haben. Zudem leidet sie unter der Glasknochenkrankheit, d.h. schon bei kleinen Stößen oder Unachtsamkeiten besteht jeder Zeit die Gefahr eines Knochenbruchs. So habe ich Beccy vor 8 Monaten kennengelernt. Wir besuchten sie in ihrem Zuhause und ihre Mutter erzählte uns, dass sie seit 4 Monaten nicht mal mehr in der Lage sei, sich auf allen Vieren fortzubewegen und sie über starke Schmerzen in ihrem linken Arm klage. Die Mutter konnte nicht ins Krankenhaus kommen, da sie nicht über das nötige Geld verfügte, um Beccy behandeln zu lassen.

Wir entschlossen uns, die Kleine abzuholen und im Krankenhaus untersuchen zu lassen. Zu unserem Erschrecken ergaben die Röntgenbilder, dass Beccy unter einem massiven Bruch des linken Oberarmes litt und die Ärzte diagnostizierten mehrere ältere Brüche, die nicht behandelt worden waren. Man sah eine deutliche Veränderung der Wirbelsäule, der Brustkorb war nicht altersentsprechend gewachsen und ihre Beine wiesen deutliche Deformierungen auf.

Ein Rollator für Beccy

Nach diesem Befund entschloss ich mich, der kleinen Beccy soweit als möglich physiotherapeutisch zu helfen, damit sie wieder in der Lage sein würde, sich selbstständig fortzubewegen und dadurch unabhängiger zu sein. Zudem kontaktierte ich eine Bekannte, die sich um eine entsprechende medikamentöse Versorgung kümmerte. Unser Tischler James baute eigens für Beccy einen Rollator, der auf ihre Bedürfnisse abgestimmt ist, mit dem sie aufrecht laufen kann, der ihre Lungen entlastet und ihre Muskeln dazu stimuliert, ihren Oberkörper zu tragen.

Seit dieser Zeit ist ein halbes Jahr vergangen, Beccy wird immer mutiger und ist in der Lage, eine Strecke von 5 Metern selbstständig mit einem Stock zurückzulegen. Ihrer Mutter kaufte ich von den Spendengelder eine Ziege und einen Bock, damit sie die kleinen Ziegen auf dem Markt verkaufen kann und mit diesem Geld ihren Kindern eine ausgewogenere Ernährung geben und die Krankenhauskosten für Beccy decken kann.

Wenn Grenzen schwinden: Mein FAH in Tansania

Es ist für mich immer wieder eine Ehre, zu Beccy nach Hause eingeladen zu werden. Sie geben, obwohl sie nichts haben, sie sind freundlich, obwohl ihre Lebenssituation oft zum heulen ist, sie haben immer ein Lächeln und ein nettes Wort übrig, obwohl die Sorgen ihnen die Luft zum atmen nehmen. Es fasziniert mich, mit welcher Einstellung Beccy und ihre Familie ihr Leben hier meistern, welch ein Gottvertrauen und einen unverrückbaren Glauben sie an den tag legen. Es animiert mich, mich aufzumachen, neue Dimensionen in meinem eigenen Leben zu erkunden, die Herausforderung anzunehmen, mich auf neue Situationen einzulassen und fremde Dinge auszuprobieren. Es erweitert einem die Grenzen, die man vorher als „Leitplanken“ empfand und es ist so toll zu spüren, dass ich diese Entscheidung, ein Jahr nach Tansania zu gehen, mit keiner Sekunde bereue, denn ich würde mich selbst beschneiden, wenn ich diese Geschenke, die Gott für mich vorbereitet hat, nicht annehmen würde.

Kurz gesagt: Ich bin froh, dass ich mit ADRA mein FAH in Tansania absolvieren kann.

1 Kommentar »
ADRA Deutschland e. V. | Robert-Bosch-Straße 10 | 64331 Weiterstadt | Impressum | Datenschutz | Layout © rasani.design | Umsetzung / Webdesign Thoxan.com
WordPress SEO