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(Fast) eingelebt auf den Philippinen



Diesen Artikel drucken Geschrieben am Dienstag, 06. Oktober 2015 von ADRAlive-Team

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Ein Bericht des ADRA “weltwärts”-Freiwilligen Deven über seine ersten Erlebnisse auf den Philippinen.

Als wir vom Flughafen abgeholt wurden, fiel uns gleich auf: Hier ist vieles anders. Der Verkehr ist für deutsche Verhältnisse chaotisch, aber trotzdem baut niemand einen Unfall. Selber fahren würde ich mich gar nicht trauen. Ab fünf Uhr merke ich, dass es schon dunkel wird. Ja, um fünf! Und zu jeder Mahlzeit gibt es Reis, auch wenn man Nudeln oder Kartoffeln isst.

Die ersten Tage haben wir in Manila verbracht. Nachdem wir unser Visum zum ersten Mal verlängert haben, ging es auch schon auf den Magdalena-Campus. Dort wurden wir erst mal den Mitarbeitern und den Kindern vorgestellt. Die Leute hier sind sehr nett und wir haben schnell versucht, uns an das Campusleben anzupassen, also feste Essenszeiten, früh schlafen gehen und früh aufstehen.

Der Unterricht ist eine echte Herausforderung

In den darauffolgenden Wochen haben sich unser Tagesplan und unsere Aufgaben verdeutlicht. Vormittags gehen die Jungs in eine staatliche Schule und nachmittags ist es unsere Aufgabe, ihnen mit den Hausaufgaben zu helfen und Nachhilfe zu geben. Das geschieht meistens in den Fächern Englisch und Mathe. Auf dem Campus selbst gibt es aber noch eine Schule für Kinder mit Lernschwierigkeiten. Vormittags unterrichten wir in dieser Schule. Ich unterrichte Englisch, mein Kollege Maxi unterrichtet Mathe. Es ist eine echte Herausforderung diesen Unterricht zu geben, zumal die Jungs nicht gut Englisch sprechen und die Sprachbarriere vieles erschwert, aber man schafft es doch, sich irgendwie zu verständigen. Falls es einmal wirklich nicht klappt, sind ältere Schüler und Teacher Christine nicht weit.
Zudem organisieren wir einmal die Woche einen Spieleabend für die Jungs. Egal ob Kartenspiele oder Reise nach Jerusalem, die Kinder machen immer mit sehr viel Energie mit.

Es warten kleine Abenteuer

Außerhalb des Campus warten auch kleine Abenteuer auf uns. Wir sind zu acht in einem Tricycle in die nächste Stadt gefahren. Ein Tricycle muss man sich als Motorrad mit selbst gebautem Beifahrerwagen vorstellen. Das Picknick am Fluss war auch abenteuerlich. Geschirr braucht man nicht! Man stellt das Essen einfach auf frisch abgerissene Bananenblätter und isst alles mit den Fingern.

Nach zwei Monaten hier kann ich sagen, dass mir die Arbeit mit den Jungs echt Spaß macht und dass sie mir schon ans Herz gewachsen sind. Auch wenn manche Sachen anders sind, traue ich mich zu behaupten: Ich habe mich (fast) eingelebt.

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