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Robert fühlt sich wohl in Kirgisistan (Kirgisien)



Geschrieben am Mittwoch, 05. November 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

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Am Freitag den 5. September ca. um 4:00 Uhr morgens bin ich in Bischkek angekommen. Ich bin das erstemal in mein Leben geflogen, und muss sagen dass, ich ein bisschen Angst hatte im Flugzeug, da ca. zwei Wochen vor meiner Abreise ein Flugzeug in Bischkek abgestürzt ist. Aber es ist zum Glück nichts passiert und der Flug war OK. Ich wurde von meiner Gastfamilie sehr nett aufgenommen und sie haben sich darüber gefreut dass, ich russisch spreche. Gleich am Freitagnachmittag haben wir alle einen Ausflug ins Stadtzentrum gemacht, wo ich mir die Stadt ein bisschen anschauen durfte.

Am Montag ging es ins ADRA Büro, wo ich ebenfalls sehr nett aufgenommen wurde. Zu diesen Anlass gab es an meinen ersten Tag eine „Herzlich Willkommen Torte“. Ich hab Glück, dass meine Gastmutter auch bei ADRA arbeitet, so fahren wir ca. 10 bis 15 Minuten immer gemeinsam ins Büro. Zur Arbeit komme ich mit der sogenannten „Marschrutka“ hin, das sind kleine Busse die in der früh ziemlich voll sind, da sich nicht jeder ein Auto leisten kann und sie sehr billig sind. Immer Montags treffen wir uns im Büro zur Planung, wo wir über die nächsten Pläne und Projekte sprechen. Dort werden auch Probleme gelöst und Fragen beantwortet. Je nach Absprache fahre ich manchmal sofort in den ADRA Garten (ca. 40 Minuten mit den kleinen Bus) und nicht ins Büro.

Bis jetzt war ich die meiste Zeit im Garten, da es dort viel Arbeit gibt. Meine allgemeinen Arbeiten sind unterschiedlich. Im Garten muss ich alles bewässern und für Ordnung sorgen, d. h. Unkraut beseitigen und auf den Komposthaufen wegschmeißen. Dazu muss ich auch die Erde umgraben, um sie für die Saat vorzubereiten. In diesem Garten wachsen viele Sachen, wie z. B. Mais, Knoblauch, Salat, Tomaten, Kartoffeln, Tannen, Rettich, Erdbeeren, Weintrauben usw.. Der Grund, warum wir einen Garten besitzen ist, dass in Kirgisistan viele alte Menschen sehr wenig Rente bekommen, umgerechnet in Euro sind das ca. 15 bis 40 Euro im Monat. Dazu noch ist das Gas teuer (zur Zeit ca. 60 Euro für 3 Monate) und der Winter kälter geworden. Es ist sehr schwierig für einen Rentner den Winter zu überleben. Deshalb unterstützt ADRA Kirgisistan diese Menschen z. B. mit dem Garten, wo sie sich etwas Gemüse anpflanzen und entweder für sich oder zum Verkauf verwenden können.

Aber nicht nur so unterstützen wir alte Menschen und Rentner. Es gibt auch zwei Geschäfte namens „babuschka incorporation“ wo ca. 300 Rentner beteiligt sind, d. h. sie stricken und nähen verschiedene Sachen für alle Altersklassen z. B. Socken, Pullover, Schals, Jacken, Mützen usw., um sie dann zu verkaufen. Hilfe zur Selbsthilfe so laufen die Projekte von ADRA Kirgisistan. Meine Arbeiten im Büro sind z. B. Medikamente nach Nummern sortieren für die Warenkontrolle, Produkte für Rentner ausfahren, Kleidung für Kinder ausfahren, bei Konzertveranstaltungen mithelfen, bei Messeveranstaltungen mithelfen usw..

Die Arbeit in Kirgisistan gefällt mir, da es für einen guten Zweck ist. Ausserdem sind die Leute hier sehr nett und behandeln mich gut. Im grossen und ganzen fühle ich mich in Kirgisistan sehr wohl.

Robert

4 Kommentare » ADRA Live!

4 Reaktionen zu “Robert fühlt sich wohl in Kirgisistan (Kirgisien)”

  1. Andreas Minch

    Hallo Robert,
    es ist wirklich mutig von dir,dass du dies machst!
    Ich habe mir immer wieder Gedanken gemacht auch in dieser Richtung etwas zu machen doch ich stehe im Augenblick im ziespalt mit mir selbst. Ich habe viele Artikel gelesen wo es auch einen selber verändert! Aber vor allem hilfst du Menschen, die unsere Hilfe benötigen.Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft und Gottes Schutz in deinem Tun.

    Noch eine Frage:Dies machst du doch im Rahmen deines Zivildienstes?

    alles gute andy

  2. Milan

    Robert! Du bist so cool! Tak derjat! Molodes ))))

  3. ella

    Hallo Robert,
    es ist klasse, dass Du das gerne machst.
    Bist Du wieder gut nach Deutschland gekommen???
    Alles Gute!

  4. joel

    Ich schreib mal einfach was hier rein, bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen. Ich selbst war 2 Jahre in Kirgistan – über ein Jugendhilfe-Projekt in Deutschland. Ich war von 11/2002 – 11/2004 dort und lebte bei einer Gastfamilie in einem kleinen Dorf namens Maevca. Es war schon eine sehr interessante Erfahrung, die ich dort machen durfte.

    lg

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