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Viel zu tun in Argentinien



Geschrieben am Samstag, 04. Oktober 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

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Hi Leute

Ich will euch nun wieder einige Einblicke in meine Arbeit in Argentinien gewähren. Wie ich euch ja das letzte mal erzählt habe, kann man meine Arbeit in drei Abschnitte unterteilen.

1.       Renovierung des Spielplatzes
2.       Arbeiten im Kindergarten
3.       Arbeit auf meinem Grundstück vor Ort

Meine Arbeit am Spielplatz kann man in zwei Worten wunderbar beschreiben lichar e pintar (schmirgeln & streichen). Veto schneidet morgens immer die Zaunlatten zurecht und ich darf sie dann schmirgeln und am nächsten Tag dann streichen. Nachdem ich am ersten Tag 58 Zaunlatten geschmirgelt hatte, habe ich gedacht: OK, das war es jetzt erstmal mit Schmirgel.

Weit gefehlt, am Donnerstag hatte ich dann insgesamt 148 Zaunlatten geschmirgelt und in rot, gelb, grün und blau gestrichen. Wer sich nun denkt, dass dürfte für den Zaun reichen liegt ebenfalls daneben. Denn am Freitag habe ich mit Veto die ersten vier Zaunlattensätze fertig gestellt und nun werde ich wohl die nächste Woche wieder dran arbeiten gelbe, grüne und rote Zaunlatten zu schmirgeln und zu streichen. Denn den Vorrat an diesen Farben haben wir schon verbraucht.

Mittlerweile bin ich bei dieser Arbeit echt schnell geworden. So komme ich dann immer schneller zu Veto, um ihm zu sagen „listo“ (auf deutsch fertig). Er drückt mir dann entweder neue Zaunlatten in die Hand oder einen Pinsel mit Farbe.

Bei der Arbeit im Kindergarten, bin ich nun bei der Gruppe der 4-Jährigen. Dort sind meistens so 16-21 Kinder und die Hälfte der Kinder würde man in Deutschland als hyperaktiv oder als ADS einstufen. Ich glaube so was kennt man hier vor Ort gar nicht. Der erste Tag bei dieser Gruppe (Montag) war echt super anstrengend, denn die Kinder haben nicht wirklich auf mich gehört. Doch bereits am Dienstag war es viel besser und manchmal war sogar Ruhe in der Gruppe, bin echt stolz auf mich und die Masterin Rubi, wie wir das zusammen hinbekommen. Ich denke mal das Problem im Kindergarten generell ist, dass dort außer mir kein anderer Mann arbeitet und die Kinder in dem Alter brauchen wohl eine männliche Autoritätsperson. Nur so kann ich mir erklären, warum die Kinder nun so viel stiller geworden sind.

Ich habe allerdings nicht nur Gutes zu berichten…

Am Donnerstag gab es hier einen sehr plötzlichen Wetterumbruch, ich nenne es Schwedenphänomenen, da ich es dort zuerst erlebt hatte. Bei diesem Phänomen regnet es ohne eine Wolke am Himmel. Die ganze Woche war es super windig gewesen, letzen Endes hat der Wind uns dann am Donnerstagnachmittag einen kräftigen Regenschauer beschert. Ich habe mich zuerst gefreut, da nun der ganze Staub mal für 1-2 Tage pausierte, doch als ich dann in meinem Haus angekommen war, merkte ich die Nebenwirkungen von diesem plötzlichen Wetterwechsel.

Ich hatte saustarke Kopfschmerzen und hatte allgemein ein mulmiges Gefühl, was ich auch dem Essen am Nachmittag zuschreibe. Das war für meinen Geschmack zum ersten mal echt ungenießbar. Es gab irgendetwas grün Gebackenes, als Beilage gab es dazu noch Salat. Ich weiß nicht, was es war. Das Essen, die Kopfschmerzen oder das Krankwerden was sich anbahnte. Am Freitagmorgen fühlte ich mich total schlapp und bei der Arbeit wurde mir urplötzlich super schlecht. Veto und Adrian, haben mich recht erschrocken angeschaut, als sie gesehen haben wie ich wohl leichenblass geworden bin. Wurde dann von Sergio nach Hause gefahren, wo ich erstmal bis 18 Uhr geschlafen habe. Heute am Samstag geht es mir Gott sei Dank schon viel besser. Habe nur immer noch diese krassen Kopfschmerzen, hoff mal die sind bis Montag weg.

Heute habe ich dann anstatt eines Gottesdienstbesuches, etwas länger geschlafen und mich zu Hause mit der Bibel beschäftigt. Machte dann bei strahlend blauem Himmel eine schönen Spaziergang, bei dem ich mir die Sonne ins Gesicht schienen ließ.

Noch zu erzählen habe ich, dass ich nun wohl jeden Dienstag mit Adrian und einigen anderen Leuten Hallenfußball spielen werde. Habe seine Einladung fröhlich angenommen, denn ich habe schon in Deutschland das Fußballspielen vermisst. Jetzt habe ich endlich wieder eine Möglichkeit regelmäßig Fußball zu spielen.

So dass war es dann auch erstmal wieder von mir…

Wünsch euch noch eine schöne Woche

muchos saludos

Marcelo

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