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Einsatz bei „Brigadas“ in Mexiko



Diesen Artikel drucken Geschrieben am Freitag, 15. Juli 2011 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Ein Bericht der ADRA „weltwärts“-Freiwilligen Kerstin

Im Rahmen meines Freiwilligendienstes mit ADRA Deutschland hatte ich die Gelegenheit bei einigen „Brigadas“ mitzuhelfen. Eine „Brigada“ ist ein medizinischer Missionseinsatz. In einem Team aus Allgemeinmedizinern, Zahnärzten, Augenärzten bzw. Optikern, Krankenpflegern und uns Physiotherapeuten reisten wir jeweils für eine Woche nach Tijuana und nach Chihuahua. Das „Instituto de la Visión“ des Krankenhauses „La Carlota“, in dem ich hier in Mexiko arbeite, organisiert diese „Brigadas“.

In Zusammenarbeit mit den Adventgemeinden der jeweiligen Orte behandelten und betreuten wir bei diesem Einsatz bedürftige Menschen. Die Allgemeinmediziner verschrieben den Patienten benötigte Medikamente, die Augenärzte korrigierten mit Brillen die Sehschwächen oder behandelten Augenkrankheiten. Die Zahnärzte zogen schmerzende Zähne und führten Zahnreinigungen durch. Wir Physiotherapeuten klärten die Patienten über die Ursachen ihrer Beschwerden auf, gaben ihnen Tipps zur Eigenbehandlung und Übungen für zu Hause mit und motivierten sie so, sich mehr zu bewegen.

In Tijuana durften wir insgesamt 726 Menschen betreuen, davon behandelten wir 80 Menschen durch Physiotherapie. In Chihuahua waren es sogar 783, davon 65 physiotherapeutische Patienten.

In Chihuahua waren wir jeden Tag an einem anderen Ort, mehrmals in den Zentren der DIF’s (Desarrollo Integral de La Familia). Einen Tag fuhren wir in die Berge, in denen eine indigene Menschengruppe lebt. Die Menschen dort wohnen in Höhlen im Fels oder in Häusern aus Steinen oder Holz vor den Felsen. Sie waschen ihre Kleider im Fluss, halten Kühe und Schafe, bauen Gemüse an und machen Handwerkskunst, die sie dann in den Dörfern verkaufen.

Die Menschen dort haben eine ganz eigene Kultur, kleiden sich sehr farbenfroh, sind dabei aber sehr schüchtern und zurückhaltend. Auch haben sie eine eigene Sprache und viele sprechen nur ihren Dialekt, kein Spanisch. Das machte die Behandlung für uns nicht ganz so leicht, aber dank Gottes Hilfe konnten wir uns verständigen. Die meisten dieser Patienten leiden unter Rückenschmerzen, weil sie immer über weite Strecken viel und schweres Brennholz auf den Schultern zu ihren Häusern tragen. Vor allem Frauen machen diese Arbeit. Außerdem hatten wir in der Therapie viele neurologische Patienten. Wir versuchten den Familienangehörigen zu erklären, wie sie am besten mit ihren Angehörigen umgehen und sie unterstützen können und klärten sie über die verschiedenen Krankheiten auf.

Eine berührende Geschichte war die des Mannes, der nicht mehr hören konnte. Bei der Untersuchung sah der Arzt, dass er in beiden Ohren steinartige Substanzen hatte. Er entfernte ihm diese und der Mann konnte wieder hören! Das ist nicht nur ein Segen für ihn, sondern auch für die ganze Familie.

Die „Brigadas“ waren eine besondere Erfahrung für mich. Ich bin sehr glücklich, dass ich daran teilnehmen und den Menschen etwas mitgeben konnte. Ganz persönlich bin ich davon überzeugt, dass unser Einsatz und das ganze Team mit allen Mitwirkenden sowie Patienten von Gott geführt wurde und er uns auf unseren Reisen beschützt hat.

Die Arbeit hier als Freiwillige von ADRA bereichert mein Leben sehr und ich bin froh, dass die Entscheidung getroffen habe, ein Jahr meines Lebens in diesen Dienst zu stellen.

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Trauer um mexikanische Studentin



Diesen Artikel drucken Geschrieben am Mittwoch, 08. Juni 2011 von ADRAlive-Team

Die Nachricht hat uns alle tief getroffen. Am Abend des 29. Mai wurde eine Studentin der adventistischen Universität Montemorelos, in Mexiko, vor einem Shoppingcenter in der Stadt erschossen. Die Behörden gehen davon aus, dass die junge Frau einer Verwechslung zum Opfer fiel. Wir sind zutiefst bestürzt, dass die zunehmende Kriminalität in Mexiko ein so junges Opfer forderte.

Seit Jahren schickt ADRA junge Menschen für ein Freiwilliges Soziales Jahr nach Mexiko – auch an die Universität Montemorelos. Dort arbeiten sie im Gesundheitsbereich und als Lehrkräfte für Englisch und Deutsch. Auf diese Weise kommen Sie auch in direkten Kontakt mit den Studenten. Dank umfangreicher Sicherheitsmaßnahmen und Hinweisen seitens der Organisation, für den Aufenthalt der Freiwilligen im Ausland, ist es glücklicherweise noch nie zu einem ernsthaften Zwischenfall vergleichbarer Art unter den Entsandten gekommen. Aufgrund des aktuellen Vorfalls haben wir die Sicherheitslage jedoch noch einmal geprüft. Unsere Ansprechpartner im Land und an der Universität Montemorelos haben uns versichert, dass es sich hierbei um einen tragischen Einzelfall handelt, der die Sicherheit der anwesenden Freiwilligen nicht gefährdet. Dennoch haben wir die im Einsatz befindlichen Freiwilligen zur zusätzlichen Vorsicht aufgerufen.

Unsere Gedanken sind weiterhin bei den Angehörigen der 20-Jährigen Yoselin, sie haben unser tiefstes Mitgefühl.

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Neues Land, neue Sprache, neue Kultur: Ein Jahr in Mexiko



Diesen Artikel drucken Geschrieben am Dienstag, 22. März 2011 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Ein Bericht des ADRA „weltwärts“-Freiwilligen Daniel


Mexiko hat aber noch viel mehr zu bieten – viele neue Freunde, ein neues Essen – eigentlich ein ganz neues Leben.
Warum man das alles auf sich nimmt? Ganz einfach: Der Reiz etwas Neues zu tun, die Neugier etwas Neues zu erleben, der Drang anderen Menschen in ihrem Leben weiterzuhelfen und natürlich das Interesse an anderen Kulturen.

Die Idee, Deutschland mal ein Jahr nur noch auf der Landkarte zu sehen, kam mir dank meiner Cousine. An ihrem Geburtstag traf ich dann viele Leute, die – genau wie sie – schon einmal ein Jahr im Ausland verbracht hatten und davon total begeistert erzählten und mich motivierten, es auch zu tun. Daraufhin dachte ich mir: „Das will ich auch!“ Ich bewarb mich mit ein paar Freunden bei ADRA und nach einigen Infoveranstaltungen und Bewerbungsgesprächen stand es fest: Ich gehe nach Mexiko. Meine Eltern waren begeistert, dass ich ein ganzes Jahr damit verbringen würde, anderen Menschen zu helfen. Was mir zu dem Zeitpunkt noch nicht ganz bewusst war – ich würde bald ein Jahr nicht Zuhause sein und vor allem, eine völlig andere Lebensweise kennenlernen.

Als ich dann mit den anderen zwei Freiwilligen im Flugzeug nach Mexiko saß, wurde mir klar: „Jetzt wird’s langsam ernst“. Klar hat man am Anfang einige Probleme mit der fremden Sprach, und natürlich dem neuem Umfeld … allerdings lebt man sich relativ schnell ein und auch der Alltag schleicht sich schnell ins Leben, wenn man dann langsam anfängt zu realisieren, dass man 10.000 km von Zuhause weg ist.

Es ist irgendwie ein komisches Gefühl für mich, so kurz nach dem Schulabschluss schon Studenten und Lehrern Englischunterricht zu geben und sie einen mit „Teacher“ ansprechen.
Man ist nervös und steht oft schwitzend und unsicher vor den Schülern, die einen mit fragenden Augen angucken. Aber schon nach ein paar Stunden und besseren Spanischkenntnissen geht dann alles viel leichter von der Hand. Man weiß langsam, wie man mit den Schülern umzugehen hat und es macht auch gleich viel mehr Spaß.


Bis jetzt kann ich sagen, ist mein Aufenthalt in Mexiko eine durchweg interessante Erfahrung. Ich bin fasziniert, wie viel ich den Kindern in Mexiko mit dem Wissen, dass ich in Deutschland in der Schule erworben habe, helfen kann. Beispielsweise bringen wir ihnen Englisch bei, das ihnen bei fast jeder Lebenslage behilflich ist. Viele können durch das Belgen dieser Englischkurse sogar irgendwann ihren Universitätsabschluss bekommen.
In der Grundschule beim Englischunterricht auszuhelfen ist allerdings eine Welt für sich. Wir singen mit den Kindern ein kurzes Lied auf Englisch und während dann die Lehrerin den Unterricht gestaltet, helfen wir ihr aus, korrigieren die Hausaufgaben und spielen Gruppenspiele mit den Kindern zum Vokabeln lernen. Das größte Problem dabei: Die Kinder können sich nur sehr kurz Zeit konzentrieren. Sie sind es einfach nicht gewohnt, lange still zu sitzen und daher sind sie schon bald wieder laut oder machen Blödsinn. Die lauten Klimaanlagen tragen auch ihren Teil dazu bei.

Natürlich muss man nicht unbedingt ins Ausland gehen, um anderen Menschen zu helfen, allerdings wird einem oft erst richtig bewusst, was man alles in seinem Leben in Deutschland hat, nachdem man im Ausland war, in einem armen Land, das nicht so viel Luxus und so einen hohen Bildungsstandard hat. Nachdem man seinen Horizont erweitert hat, kann man dann entweder weiter im Ausland helfen, andere Menschen motivieren auch ins Ausland zu gehen oder aber den Menschen in Deutschland helfen und zeigen, was sie alles als selbstverständlich erachten, das für viele Menschen dieser Erde eigentlich nicht selbstverständlich ist.
Ich kann nur sagen, nutzt die Möglichkeiten, die sich in eurem Leben ergeben und geht z.B. mit ADRA ins Ausland. Es wird euer Leben verändern und bereichern, wenn ihr euch darauf einlässt.

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Meine bewegende Erfahrung als Physiotherapeutin in Mexiko



Diesen Artikel drucken Geschrieben am Dienstag, 15. März 2011 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Ein Bericht der ADRA „weltwärts“-Freiwilligen Kerstin

Als Freiwillige von ADRA arbeite ich als Physiotherapeutin in Montemorelos, Mexiko, im Hospital „La Carlota“ der Universidad de Montemorelos.
Jeden Morgen behandle ich Patienten in der Physiotherapiepraxis. Es sind hauptsächlich Patienten mit orthopädischen Problemen oder Menschen, die nach Operationen zu uns kommen.

Nachmittags fahren wir in die Comunidad (Gemeinde) und besuchen die Leute in ihrem Zuhause oder sie kommen für die Behandlung in die Kernstelle ihres Viertels. Dieser Teil der Arbeit bietet mir einen tiefen Einblick in das Leben der Menschen hier in Montemorelos. Viele leben in sehr armen Verhältnissen und können sich keine Behandlung im Krankenhaus leisten. Wir besuchen viele ältere Leute, die auf Grund ihrer Krankheit nicht mehr gut gehen können oder andere Einschränkungen im alltäglichen Leben haben. Es gibt aber auch sehr junge Leute, die schwer krank sind.

Eine unserer Patientinnen ist 38 Jahre alt und leidet seit fünf Jahren an Brustkrebs. Als wir sie das erste Mal besuchten, saß sie kärglich auf dem Bett, knochendünn und ohne Haare. Sie sah schwach und ängstlich aus und erzählte uns, dass sie seit vier Monaten nicht mehr gelaufen sei.

Ich untersuchte ihre Mobilität und prüfte, ob sie noch Kraft in den Beinen hat. Und durchaus – Kraft war noch vorhanden. Wir versuchten vorsichtig mit ihr aufzustehen und tatsächlich – sie stand auf. Mit unserer Unterstützung konnte sie gehen. Wir begleiteten sie hinaus, wo die Sonne schien und ihre Freude war übergroß! Sie rief immer wieder: „Mama, schau, ich kann gehen, ich kann gehen!“ Für sie war es wie ein Wunder und sie weinte vor Freude und dankte Gott.

Wir besuchten sie danach jede Woche. Heute ist sie immer noch schwach und sehr krank, aber sie hat neue Hoffnung gewonnen, vertraut Gott und ist dankbar für jeden Tag, den Er ihr schenkt.
Diese Erfahrung hat mich persönlich sehr berührt. Den Menschen hier etwas Gutes tun zu können, erfüllt mich mit Freude. Sie kennenzulernen, mit ihnen zu sprechen und ihnen helfen zu können, bereichert mich nicht nur in meiner Berufserfahrung sondern auch in meinem Leben.

Ich bin froh, dass ich mich für dieses soziale Jahr entschieden habe.

Anmerkung der Redaktion: Leider ist die Krebspatientin inzwischen verstorben – dennoch brachte die Therapie ihr neue Lebensfreude und so konnte sie ihre letzten Tage trotz der totbringenden Krankheit mit Freude erleben. Wir fühlen mit der Familie und wünsche ihr viel Kraft.

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Meine Arbeit als Physiotherapeutin in Mexiko



Diesen Artikel drucken Geschrieben am Montag, 08. November 2010 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Ein Bericht der ADRA-Freiwilligen Kerstin

Es wird höchste Zeit euch mehr über meine Arbeit hier in Mexiko zu berichten. Bis Mitte Dezember werde ich noch jeden Morgen in den Spanischunterricht gehen.

Parallel arbeite ich jeden Nachmittag bei Luz y Vida in der Klinik und behandle die Patienten der Umgebung, welche kein Geld für eine Behandlung haben, aber zumindest so mobil sind, dass sie alleine in die Klinik kommen können. Zudem gehe ich mit Ärzten und Krankenschwestern zu den Leuten nach Hause, um sie dort zu behandeln. Das sind meistens alte Menschen, zum Beispiel mit Parkinson. Ich behandle aber auch ein kleines Mädchen mit Knieschmerzen in einem Armenviertel.

Die Organisation Luz y Vida gibt es seit fünf Jahren. Ihr Ziel ist es, die wirklich armen Menschen, die kein Geld haben für medizinische Versorgung oder eine Versicherung, zu betreuen und ihnen zu helfen.

Die Arbeit ist spannend. Zu sehen, wie die Menschen leben, ihnen helfen zu können und einfach mit ihnen zu reden und ihre Geschichte zu hören, das ist eine ganz besondere Erfahrung. Obwohl ich an dieser Stelle erwähnen muss, dass ich natürlich noch einiges nicht verstehe, wegen mangelnden Spanischkenntnissen, aber es wird von Tag zu Tag besser und man hat ja noch Hände und Füße, um sich zu verständigen 😉

Zusätzlich zu meiner physiotherapeutischen Arbeit unterrichte ich im Spital die Krankenpflegestudent/innen in Anatomie, Massage, aber hauptsächlich in funktioneller Therapie wie richtiger Lagerung der Patienten, richtigem Aufnehmen der Patienten aus dem Bett und rückengerechtem Arbeiten. Und da keine/r von denen Englisch spricht, darf ich das auf Spanisch machen. Und zu meiner Überraschung geht das im Großen und Ganzen und mit großer Hilfe meines Wörterbuchs und Gott ganz gut – Gracias a Dios!

In der Therapie habe ich bis jetzt nur eine Patientin, die ich behandle. Ab Januar werde ich dann immer morgens in der Therapie und Nachmittags bei Luz y Vida sein.

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ADRA live!



Diesen Artikel drucken Geschrieben am Freitag, 09. April 2010 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Projektbesuche in Kirgisien, Costa Rica und Mexiko

Auch in diesem Jahr konnte ADRA Deutschland wieder viele junge Menschen im Rahmen von „weltwärts“ für ein Jahr ins Ausland senden. Dort arbeiten sie mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren, um diese gesundheitlich zu unterstützen und ihnen mehr Bildung zu vermitteln. Die Bildung hilft den Menschen dabei, später ein besseres Leben mit einem geregelten Einkommen zu führen.

Kirgisien
Um sich ein Bild von den diesjährigen Einsätzen zu machen, fuhr die Koordinatorin der Freiwilligendienste bei ADRA Deutschland, Iris M. Brandl-Grau, selbst in die Einsatzgebiete und sprach mit den Freiwilligen. Ihr erster Stop war Kirgisien. Dorthin werden schon seit 1998 Freiwillige entsendet.  Sie unterstützen ein Selbsthilfe- und Bildungsprojekt für Senioren – das so genannte „Pensioneers Social Nees Project“. Das Projekt hilft Senioren dabei, ihr Einkommen zu sichern.

Zur Zeit gibt es 31 Gruppen zu je 10 Senioren, die sich regelmäßig treffen, gemeinsam kochen und Handarbeiten herstellen, die später in den so genannten „Babuschka Incorporated“ Läden wieder verkauft werden. Der Erlös kommt den Senioren zugute. Außerdem steht den Senioren ein großes Grundstück zur Verfügung, wo sie Pflanzen für sich selbst oder zum Verkauf anbauen können. In diesem Jahr unterstützt der „weltwärts“ Freiwillige Arthur die Senioren. Ihm macht die Arbeit Spaß und er fühlt sich sehr wohl in Kirgisien.

Iris M. Brandl-Grau mit dem "weltwärts"-Freiwilligen Arthur vor einer kirgisischen Yurte


Mexiko

Im Februar besuchte Iris M. Brandl-Grau alle Projekte in Mexiko, in denen „weltwärts“-Freiwillige arbeiten. Zuerst ging es nach Navojoa, in den Nordwesten Mexikos, wo die Freiwilligen in einem Sprachinstitut und einem Waisenhaim mithelfen. Dann folgte eine Stippvisite an der Universität Montemorelos, im Nordosten des Landes.

Dort gibt es ein ganz besonderes Outreach Programm: Einmal in der Woche helfen Studenten und Professoren in Dörfern und Armenvierteln der Umgebung sozial benachteiligten Menschen. Es werden Schulen unterstützt, Kinder in Waisenheimen betreut und Ernährungskurse angeboten. Außerdem kümmern sich Physiotherapeuten um bedürftige Menschen und es gibt eine mobile Zahnarztklinik. Die ADRA „weltwärts“-Freiwillige Olga arbeitet Vormittags in der physiotherapeutischen Abteilung des Universitätskrankenhauses mit und betreut Nachmittags Menschen in den Armenvierteln der Umgebung, die nicht in die Klinik kommen können. Auch ihr macht die Arbeit großen Spaß.

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Die Physiotherapeutin und "weltwärts"-Freiwillige Olga bei der Arbeit

 
Costa Rica
Im März konnte Iris M. Brandl-Grau gleich drei „weltwärts“-Freiwillige bei ihrem Auslandsdienst in Mittelamerika besuchen. Sie arbeiten in verschiedenen Projekten der Universität UNADECA (Universidad Adventist de Centro America) in Alajuela, Costa Rica. Da nach Costa Rica viele Touristen kommen, versucht ADRA den Einheimischen zu zeigen, wie wichtig es ist, eine Fremdsprache zu erlernen, um mithilfe des Tourismusgeschäfts Geld zu verdienen.
Dank der tatkräftigen Mithilfe der „weltwärts“-Freiwilligen gibt es an der Universität UNADECA nun ein spezielles Kinderprogramm, in dem die Kinder spielerisch die englische Sprache kennenlernen. Ein weiterer Bereich der Freiwilligenarbeit in Costa Rica ist die medizinische Versorgung. Daher unterstützen die ADRA Freiwilligen auch tatkräftig das medizinische Personal.

Die drei "weltwärts"-Freiwilligen Marina, Jaroslav und Anna vor der Universität in Costa Rica

Die drei "weltwärts"-Freiwilligen Marina, Jaroslav und Anna vor der Universität in Costa Rica

 

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ADRA live! – Zwischenseminar



Diesen Artikel drucken Geschrieben am Freitag, 09. April 2010 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Zwischenseminar für die ADRA „weltwärts“ Freiwilligen

Es ist schon wieder Halbzeit für die meisten Freiwilligen, die sich im letzten Jahr bereit erklärten, im Rahmen von „weltwärts“, ein Jahr für ADRA Deutschland im Ausland zu verbringen. Grund genug, sich mit den Jugendlichen noch einmal zusammenzusetzen, um Erfahrungen aufzuarbeiten, mögliche Probleme während der Einsatzzeit zu besprechen und natürlich, um Ziele für die restlichen Monate im Ausland festzulegen. Außerdem sollte gemeinsam darüber nachgedacht werden, wie die Freiwilligen ihre Auslandserfahrung auch im Heimatland sinnvoll einbringen könnten. Zu diesem Zweck organisierte ADRA Deutschland ein fünftägiges Zwischenseminar für die diesjährigen Teilnehmer von ADRA „weltwärts“.

Eine Gruppe traf sich vom 25. bis 30. November 2009 auf dem Gelände der East-Central-Africa Division in Nariobi, Kenia, die andere vom 18. bis 23. Februar 2010 an der Universität von Navojoa in Mexiko. Alle freuten sich über das Wiedersehen mit den Landsleuten und die Möglichkeit, die vielen Erfahrungen der vergangenen Monate miteinander zu teilen. 

Auf dem Gelände der East-Central-Africa Division in Nariobi fand außerdem am 30. November ein Mentorenseminar für die Betreuer der Freiwilligen in den Einsatzorten statt, indem die einzelnen Aufgabenbereiche besprochen wurden.

Organisiert wurden die Seminare von Iris M. Brandl-Grau, der Koordinatorin für Freiwilligendienste bei ADRA Deutschland und Birgit Philipsen, Direktorin der ADRA East-Central Africa Division.

 

 

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„Dia de Raza“- „Tag der Nationen“



Diesen Artikel drucken Geschrieben am Dienstag, 03. November 2009 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Andre, einer unserer Freiwilligen, der seinen Dienst in einem mexikanischen Waisenhaus absolviert, erlebte den Internationalen Abend der Universität in Navojoa, an welche das Waisenhaus angebunden ist.

Hier sein Bericht:

Es ist allgemein bekannt, dass Mexikaner gerne ausgiebig feiern. Die Zeit spielt dabei kaum eine Rolle. Als deutscher Freiwilliger muss man die Mexikaner einfach nehmen wie sie sind – „unpünktlich“!

Entsprechend dem Motto des Abends stellten sich junge Menschen aus vielen Ländern vor, natürlich begleitet von den jeweiligen Nationalhymnen und in den typischen Ländertrachten.

 

Das war alles sehr beeindruckend. Oftmals macht man sich als „Europäer“ gar keine Vorstellung, wie reich an Traditionen die Kulturen anderer Kontinente tatsächlich sind. Auch wird man von dem Temperament und der Freude irgendwann mitgerissen. Auch das sind ganz neue Erfahrungen. Sehr deutlich konnte ich das spüren, als ein plötzlicher  Regenguss losbrach: Hier wurde die Veranstaltung einfach fortgeführt. Neu sind natürlich auch die vielen Leckereien. Sie vermitteln ungewohnte Geschmackserlebnisse – aber man kann sich schnell daran gewöhnen. Gewundert habe ich mich auch über die Preise.“Ich war echt erstaunt, dass ich mir einen Taco, eine Fajita, eine Teigtasche mit vegetarischem Gyros, einen Muffin und eine Banane mit Schokoguß und Streuseln holen konnte – alles  für etwa  nur einen Euro!“

Ein Abend, den ich bestimmt lange in Erinnerung behalten werde.

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Wir haben Babys



Diesen Artikel drucken Geschrieben am Donnerstag, 12. Februar 2009 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

So, endlich kommt hier ein neuer Blogeintrag! Der Unterricht läuft seit 2 Wochen wieder normal. Ich muss mich erst noch an die ganzen neuen Zeiten gewöhnen, aber es hat sich nicht so viel geändert. Gestern habe ich jedoch eine Klasse vergessen – upps.

Was neu ist: Mitte Dezember haben wir drei – Veronika, Sarah und ich – uns eines Hundes angenommen, der hier herrenlos herumlief. Wir wissen nicht, warum er uns seine Zuneigung schenkte, vielleicht hatten wir so eine tierliebende Ausstrahlung, vielleicht war es nur das Futter… Ich nehme an es war Zweiteres, aber ich möchte Veronika und Sarah ihrer Illusionen nicht berauben.

Wie dem auch sei, ab dem Moment war es also unser Hund und mit der Zeit kristallisierte sich auch ein Name für die Hundedame heraus: Mücke.

Vor ca. 4 Wochen entdeckten wir dann, dass Mücke ein bisschen zugenommen hatte und als wir die geschwollene Säugeleiste sahen, wussten wir, dass es nicht nur an unserem guten Futter lag.

Ich machte mich also mit Gama (ältester „Sohn“ von Kim und Janek) an die Arbeit und baute der Kleinen eine Hütte. (mehr …)

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Eisessen zu Weihnachten



Diesen Artikel drucken Geschrieben am Mittwoch, 07. Januar 2009 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Am Weihnachtsmorgen ging es mir relativ schlecht. Ich dachte daran, dass meine Familie jetzt schön feierte und dass es für mich wahrscheinlich ein ziemlich normaler Tag werden würde. Doch nachdem ich mit ihnen geskypt hatte, hatten sie mich überzeugt, doch etwas Schönes aus dem Tag zu machen. So beschlossen Sarah, Vroni und ich erst einmal in die Stadt zu fahren.

Wir gingen ein Eis essen, einfach weil wir dass wahrscheinlich nie wieder so gut an Weihnachten können und haben anschließend eine Pizza gegessen, einfach weil das gut schmeckt.

Als wir wieder zurück kamen, ging die Feier im Waisenheim los. Nach einer kurzen Andacht gingen wir vors Gebäude, um dort ein paar Pinatas zu zerstören. Pinatas sind Pappmaschefiguren mit Süßigkeiten gefüllt. Sie werden aufgehängt und dann zeremoniell von allen zerhauen, bis die Bonbons herausfallen. Auch ich versuchte mich. (Den Älteren werden die Augen verbunden, was die ganze Sache schwerer und peinlicher macht.) Am Ende sehen die Pappmaschekörper immer ein bisschen bemitleidenswert aus.

(mehr …)

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