Geschrieben am Mittwoch, 25. Januar 2012 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Ein Bericht des ADRA “weltwärts”-Freiwilligen Claudio
Die Zeit vergeht wie im Flug. Nun bin ich schon über vier Monate in Moldawien und fühle mich hier sehr wohl.
Die ersten Wochen: Aufregung pur
Die ersten Wochen meines Freiwilligendienstes waren sehr aufregend, da für mich vieles neu war: neue Wohnung, neue Gemeinde und auch neue Freunde. Vor allem aber durfte ich mich über weitere vier Wochen puren Sommer freuen.
Im Tonstudio von ADRA Moldawien

Kaum waren wir in Moldawien angekommen, erwartete uns schon die erste spannende Aufgabe. Christian und ich durften gemeinsam mit Eva, einer ehemaligen ADRA-Freiwilligen, einen Werbefilm über das Kinderzentrum „Curcubeul Sperantei“ (Regenbogen der Hoffnung) in deutscher Sprache aufnehmen. Das war sehr aufregend und hat uns allen viel Spaß gemacht.
Alltägliche Aufgaben im Zentrum
Das Kinderzentrum „Curcubeul Sperantei“ befindet sich in einem kleinen Ort namens Vadul lui Voda, 30 Kilometer von der Hauptstadt Chisinau entfernt. Diese Strecke fahren wir täglich in Kleinbussen, die zwar eng und nicht selten überfüllt sind, uns aber viel schneller ans Ziel bringen, als die normalen Busse. Vormittags, wenn die Kinder noch in der Schule sind, haben wir Zeit, den Mitarbeiterinnen zu helfen. Bei dem großen Gelände und den vielen aktiven Kindern fallen ständig Reparaturen und Sanierungen an. So hatten Christian und ich zum Beispiel Gelegenheit, das Gartentor neu zu lackieren. Jetzt erstrahlt es wieder in neuem Glanz und kann hoffentlich noch einige Jahre seinen Zweck erfüllen.
Zurzeit beherbergt das Heim 14 Kinder im Alter von 4 bis 16 Jahren, mit denen wir jeden Tag zusammen essen, spielen und lernen. Aber auch die anfallenden Hausarbeiten, wie zum Beispiel die Grundreinigung der Schlafzimmer erledigen wir zusammen. Oft spielen wir mit den Kindern draußen im großen Garten oder gehen mit ihnen an den naheliegenden Fluss, um dort mit ihnen zu schwimmen – vorausgesetzt natürlich, das Wetter spielt mit. Es macht mir großen Spaß, Zeit mit den Kindern zu verbringen und mit ihnen viele tolle Sachen zu erleben.
Stadtfest von Chisinau

Am 14. Oktober 2011 feierte die Hauptstadt ihren 575. Geburtstag. Im Rahmen der Feierlichkeiten gab es im Stadtzentrum mehrere Bühnen mit Live-Musik, Imbissstände und Ausstellungen jeglicher Art. Auch wir vom Kinderzentrum waren mit einem Stand vertreten. Um Spenden für das Kinderheim zu sammeln, haben wir dort verschiedene Aktivitäten und Gewinnspiele angeboten. Es gab einen Stand zum Kinderschminken und wer wollte, konnte sein Glück an unserem selbst gebastelten Glücksrad versuchen oder einen selbst gemachten Kühlschrankmagneten erwerben. Insgesamt war das Kinderheim mit der Aktion sehr erfolgreich, dank der Hilfe von über 20 freiwilligen Mitarbeitern aus den Ortsgemeinden und natürlich den Kindern aus dem Heim.
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Geschrieben am Dienstag, 07. Dezember 2010 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Ein Bericht der ADRA-Freiwilligen Eva
Die Stadt Chişinău hat in diesem Jahr wieder groß ihren Geburtstag gefeiert und wir waren mit dabei. Es ist schon eine schöne Tradition geworden, dass sich das ADRA-Kinderzentrum bei dem Stadtfest von Chişinău präsentiert. Dabei wird die Hauptstraße zu einer großen Ausstellungsfläche, wo sich Familien treffen, reden und die Stände begutachten.

Einen Monat dauerte die Vorbereitung auf dieses Ereignis. Mit großer Unterstützung der Gemeinde-Jugend planten und organisierten wir und sammelten Ideen für den Aufbau des Standes und die einzelnen Aktionen. Auch viele ADRA-Freiwillige engagierten sich tatkräftig bei den Vorbereitungen. Viele Ideen haben wir aus unseren Erfahrungen in Deutschland mit eingebracht – aus den vielen Aktionen von “Kinder helfen Kindern”, z.B. ein Drahtspiel und Kinderschminken. Es wurde sogar mitten auf der Straße Minigolf gespielt. Das Drahtspiel haben Georg und Tom selbst gebastelt und die Leute waren so interessiert daran, dass das Spiel schon nach kurzer Zeit kaputt ging – das nächste Mal nehmen wir dickeren Draht.

Ich habe bei der Organisation und Planung mitgeholfen und Aktionen für die Kinder oder auch Bastelaktionen mit meinem Team übernommen – fast 40 Freiwillige wurden in die Arbeit einbezogen. Das Fest war ein erfolgreicher Tag für uns alle. Wir haben mehr als 450 Euro für das Projekt Kinderzentrum “Regenbogen der Hoffnung” gesammelt – für unsere Begriffe eine große Summe.
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Geschrieben am Freitag, 27. März 2009 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Von ADRA Moldawien, mit der Unterstützung einer privaten Spenderin aus Schweden, wurden für 300 Frauen schöne Geschenke vorbereitet. Die, die nicht zu dem Konzert kommen konnten, z. b. Mütter mit Kindern oder die, die aus medizinischen Gründen nicht durften, wurden von uns in den Zellen besucht und ihnen wurde persönlich gratuliert.
Einen der schönsten Momente war der Besuch der zwei jüngsten Kinder einer Mutter, die für 20 Jahren verurteilt wurde. Vier ihrer sechs Kinder wohnen bei uns im Kinderzentrum. Freudentränen konnte man bei der Muter, so wie auch bei den Kindern sehen. Das beste Geburtstagsgeschenk einer der Töchter war die Möglichkeit, ihre Mutter wieder zu sehen und sie zu umarmen.
An dem Tag konnten sich die Frauen geliebt und nicht vergessen fühlen. Unser Besuch endete mit dem feierlichen Mittagessen mit traditional vorbereiteten Gerichten, die unsere Freiwillige gekocht hatten.
Eva (Moldawien)
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Geschrieben am Mittwoch, 04. März 2009 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
„Mit dem Fahrstuhl fahren wir hoch zu dem Junge der schon 19 ist und Kinderquerschnittslähmung hat. Ich weiß nicht was uns erwartet und ich fühle mich unruhig, da mein Stiefbruder dieselbe Krankheit hat. Pavels Mutter macht die Tür auf und sagt, dass sie sich sehr freut uns zu sehen. Sie bringt Pavel mit dem Rollstuhl ins Zimmer und ich setze mich dazu, um ihm sein Geschenk zu zeigen. Der Junge kann sich kaum bewegen und ich helfe ihm, sein Geschenk aufzumachen. Seine Mutter sorgt dafür, dass Pavel gerade auf dem Bett sitzen kann. Ich beobachte sein Gesicht. Pavel kann nichts sagen, aber man sieht in seinen Augen sein Interesse. Ich kann mir nur denken, was in seinem Kopf abläuft und was er erwartet. Meine Hände machen das Päckchen auf und ich zeige ihm, was da alles in dem Geschenk drin ist. Ein ganz großer Bildkalender mit süßen Hunden und ich sehe, wie seine Augen das Bild betrachten und auf seinem Gesicht sehe ich ein sehr schönes Lächeln. Schokolade. „Magst du Schokolade?“ frage ich Pavel und seine Mutter sagt: „Ja, Schokolade mag er gern“ und Pavel macht auf seinen Art und Weise Geräusche, mit denen er die Freude ausspricht. Ein selbstgestrickter rosa Schal ist auch dabei und Pavel kann ihn anziehen, wenn er mit seiner Muter rausgeht.“


Ja, Pavel ist 19 und kann sich kaum bewegen, aber er ist ein Mensch, der sich auf seine Weise über sein Geschenk freut, mit seinem Lächeln, strahlenden Augen und lauten Geräuschen. Ja er kann keine Bilder malen wie viele Kinder es können, aber mit den Stiften, die er geschenkt bekommen hat, kann er mit der Hilfe seiner Mutter schöne Bilder malen.
Ich schicke viele Grüße von ihm und seiner Mutter und sein Lächeln zeigt dir, welche Freude Pavel geschenkt bekommen hat.
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Geschrieben am Dienstag, 03. März 2009 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Das Menü aus drei Gängen (Suppe, Hauptgericht (z.B. Kartoffelbrei) und Salat), wird in einer Mensa in Chisinau zubereitet, mit dem Auto transportiert, in einer Kirchengemeinde in Buteni in die Essdosen verteilt und weiter an die Menschen gegeben. Die Arbeit ist sehr gut organisiert und geht schnell, damit die Menschen das Essen noch warm bekommen können, da nicht alle die Möglichkeit haben das Essen wieder aufzuwärmen.



Geschrieben am Freitag, 24. Oktober 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em

Ich bin schon fast zwei Monaten in Moldawien. Alles was ich hier sehe, höre, esse, die Menschen und Situationen in diesem Land erinnern mich an meine Kindheit in Kasachstan, deshalb bin ich hier wie zu „Hause“.
Vor kurzem haben wir einiges für die Stadtfeier vorbereitet. Zusammen mit den Kindern haben wir in der Stadt kleine Ausstellungen mit selbst gebastelten, schönen und lustigen Sachen gemacht und unser Zentrum präsentiert.
Hausaufgaben und Pflichten, die die Kinder haben, nehmen viel Zeit in Anspruch, da die meisten Kinder lange keine Schule mehr besucht haben und manche nicht Lesen können oder sehr schwach in der Schule sind. Ich versuche mit manchen Kindern, wieder Lesen und Multiplizieren zu lernen. Wir haben auch schon kleine Erfolge!!!
Die Kinder haben in wenigen Tagen Herbstferien und wir können endlich richtig zusammen Spaß haben und die letzten warmen Tage genießen. Ich bin hier wie zu Hause und freue mich auf weitere Monate im Dienst Gottes. Eva
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Geschrieben am Montag, 06. Oktober 2008 von "weltwärts"-Freiwilliger/em
Bisher habe ich pro Tag 8-10 Stunden gearbeitet und abends bin ich um 20.40 zu mir gefahren. Ich habe gemerkt, dass ich mehr arbeiten muss. Sie brauchen mich ab ca. 13:30 bis spät abends. Deshalb komme ich jetzt um 12-13 Uhr und fahre um 21:40 zu mir nach Chisenau (ca. 30 km) zurück. Ich habe am Freitag frei und Samstag und Sonntag arbeite ich und übernachte im Heim, weil abends immer was los ist. Manchmal es ist ein Kampf ein bestimmtes Mädchen ins Bett zu bringen. Sie hat Schreiattacken und ich habe sie übernommen und bringe sie abends ins Bett. Dazu noch die ganz kleinen Kinder.

Es ist sehr grosser Mangel an Erziehern. Abends ist nur eine Erzieherin da und die Kinder nutzen das oft aus. Deshalb übernachte ich öfter dort.
Später berichte ich euch mehr und ausführlicher.
Eure Eva
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Geschrieben am Freitag, 05. September 2008 von ADRAlive-Team
Eva ist die Erste, die sich bei uns gemeldet hat. Sie ist gut in Moldawiens Hauptstadt Cisniau gelandet. Sie wird ein Jahr in einem Waisenheim von ADRA Moldawien arbeiten. Die ersten Tage hat sie im ADRA Büro ausgeholfen, da wegen einer Flutkatastrophe im Lande alle Hände gebraucht wurden. Eva schrieb uns „2 Tage lang packten wir Säcke und fuhren die Pakete mit Lebensmitteln und Hygieneartikel ins Katastrophengebiet, um sie an die Menschen zu verteilen. Das macht mir richtig Spaß. Habe das Gefühl, dass ich endlich mal lebe und nicht für mich sondern für die Anderen!“


Wenn auch du dich für Andere einsetzen willst, dann bewirb dich jetzt!
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